Ostschweiz TV: Galledia bewirbt sich um TV-Konzession
Werden die Karten in der Ostschweizer Medienlandschaft neu gemischt? Die Galledia Group, die unter anderem den Rheintaler und den Werdenberger & Obertoggenburger herausgibt, bewirbt sich um eine Konzession für ein Ostschweizer Fernsehen. Bis Ende Jahr will das Departement UVEK die Konzessionen für regionale TV-Sender neu vergeben.

Galledia ist ein unabhängiges Medienunternehmen in der Ostschweiz. Neben zahlreichen Fach- und Verbandspublikationen zählen drei lokale Tageszeitungen im St. Galler Rheintal, mehrere Onlinepublikationen, grafische Produktionsbetriebe, eine Vermarktungs-, zwei Digital und Software- sowie zwei Eventagenturen zum Medienunternehmen. Galledia beschäftigt über 400 Mitarbeitende und bildet rund 20 Lernende aus. Für den Betrieb sieht das Ostschweizer Fernsehprojekt 31 Vollzeitstellen, verteilt auf 36 Personen vor.
Regionale Verbundenheit statt Einheitsbrei
«Wir sind in der Ostschweiz zu Hause und wollen ein Fernsehangebot für unsere Nachbarn gestalten» – so laute der Leitsatz von Galledia für das Programm des künftigen regionalen Ostschweiz TV. Daniel Ettlinger betont, man wolle keinen Einheitsbrei und eingekaufte Formate produzieren, sondern Inhalte, die die Eigenheiten, die regionale Verbundenheit und das Heimatverständnis der Bevölkerung widerspiegeln.
Das Programmangebot beginnt mit der Mittags-Nachrichtensendung «Ostschweiz 12 nach 12». Ab 18 Uhr startet die fast halbstündigen Flaggschiff Sendung «Ostschweiz Aktuell», gefolgt von der Diskussionssendung «Ostschweiz Talk» In der OTV-Talksendung erörtern Persönlichkeiten aus der Ostschweiz tagesaktuelle Ereignisse. Ein Novum ist die Kultursendung «Ostschweiz Kultur», die den Zuschauenden einen Einblick in die reiche und vielfältige Kunst- und Kulturszene der Ostschweiz bietet. Am Sonntag ist die Sendung «Ostschweiz Weekend Sport» die ultimative Adresse für alle Sportbegeisterten der Ostschweiz. «Mit OTV setzen wir auf ehrliches und zu 100 Prozent regionales Fernsehen aus den Kantonen St. Gallen, Thurgau, Appenzell IR und Appenzell AR», erklärt Ettlinger.
Galledia hat sich zudem das Ziel gesetzt, den ersten klimaneutralen TV-Sender in der Schweiz zu realisieren. Um das erreichen zu können, lanciert Galledia ein Projekt mit den dafür spezialisierten 21 Forschungs- und Entwicklungsinstituten der FH OST, die sich zu einem interdisziplinären Klima-Cluster gebündelt haben.
Das Bundesamt für Kommunikation Bakom wird die Kandidatur am Montag bekanntgeben. Bis Ende Jahr will dann das Departement UVEK die neuen Konzessionen für die Zeit von 2025 bis 2034 erteilen. Auch die Konzessionen für die Lokalradios werden neu vergeben.
