Museum für Kommunikation Bern zeigt Pressezeichnungen des Jahres

Auch in diesem Jahr startet das Museum für Kommunikation in Bern zum Jahresende hin eine Ausstellung über die besten Schweizer Pressezeichnungen des Jahres. Mit den Zeichnungen lasse sich das alte Jahr leichter verdauen und das kommende mit einem Lächeln in Angriff nehmen. Der beste Cartoon des Jahres stammt von Oger.

Der Swiss Cartoon Award 2024 geht an Andreas Ackermann, auch bekannt als Oger. (Illustration: zVg. MfK/Oger)

«Lachen als Befreiung, Witz als Waffe: Gerade in Zeiten, in denen es wenig zu lachen gibt, ist Humor umso wichtiger – vielleicht sogar lebensnotwendig», sagte Jacqueline Strauss, die Direktorin des Museums für Kommunikation, am Donnerstag vor den Medien.

Mit einem einzigen Bild erzähle eine Zeichnung ganze Geschichten, öffne Abgründe, stosse Gedanken an und bringe gleichzeitig zum Lachen. Die Pressezeichnung sei eine kommunikative Höchstleistung und eine unterschätzte journalistischen Kunst, hiess es vom Museum weiter.

Die Ausstellung zeigt, was im Jahr 2024 beschäftigte: Die Kriege in der Ukraine und in Nahost, Nemo auf Platz 1 des ESC, eine 13. AHV-Rente für die Schweiz, Extremwetter mit Überschwemmungen, Olympia in Paris, die Wahlen in den USA oder die Landung von Schweizer Armeeflugzeugen auf der Autobahn.

Swiss Cartoon Award geht an Andreas Ackermann

Im Rahmen der Ausstellung wurde ausserdem zum zweiten Mal die Auszeichnung für den besten Cartoon des Jahres vergeben. Der mit 1000 Franken dotierte Preis geht dieses Jahr an den Zürcher Zeichner Andreas Ackermann – mit Zeichnername «Oger». Sein Cartoon «Halloween 2024» wurde am 31. Oktober 2024 online auf der Satireplattform Die Petarde publiziert. «Beim Nahostkonflikt hat man gesehen, wie schwierig es ist, Position zu beziehen, auch für Cartoonist:innen. Es gibt nach mehr als einem Jahr Krieg nicht mehr die ganz einfache Gut-und-Böse-Zuordnung, und das bringt dieser Cartoon wunderbar auf den Punkt», erklärt Marco Ratschiller, Cartoonist und Präsident des Vereins Gezeichnet, den Entscheid der Jury.

Auf den zweiten Platz wurden ex aequo die Werke von Vincent Di Silvestro «Albert Rösti rouvre la porte du nucléaire» (Vigousse) und von Ruedi Widmer «Banküberfall» (Der Landbote) gewählt. Mit dem dritten Platz ist der Cartoon «Sur le chemin de la Maison Blanche» (NZZ am Sonntag) von Patrick Chappatte zur Wahl von Donald Trump ausgezeichnet worden.

Die Ausstellung «Gezeichnet 2024» dauert vom 13. Dezember bis zum 23. Februar und beinhaltet knapp 250 Werke von über 50 Pressezeichner:innen. (SDA/pd/swi)

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