Aus für Ringiers iPad-Magazin The Collection
Ringiers monothematisches Tablet-Magazin The Collection steht nach zwei Ausgaben schon wieder am Ende. Der Grund für das frühe Ende des Projekts ist ein Strategiewechsel im App-Geschäft.
Ein Hauptgrund für die Ein-, respektive Umstellung seien die schlechten Verkaufszahlen. Dies sagt der bisherige CEO von The Collection, Thomas Trüb, gegenüber Medienwoche.ch. Bei der Lancierung des Magazins war Trüb noch zuversichtlich. Man wolle regelmässig weitere Themen lancieren, sagte er noch im April.
Ringier lanciert monothematisches Tablet-Magazine
Die beiden monothematischen Magazine erschienen zum Thema «Royal Wedding» und dem «Globalen Baby».
Ringier: Zweite Ausgabe von The Collection erschienen
Doch das Erfolgsrezept eines aufwändigen Journalismus hat zumindest bei diesem iPad-Magazin nicht funktioniert. Man habe The Collection nicht so gut verkaufen können, wie erwartet, so Trüb im Gespräch mit der Medienwoche. Ausserdem wäre der Aufwand für ein Marketing, um die Verkaufszahlen anzukurbeln, zu gross gewesen. So habe Ringier beschlossen, das das Geschäftsmodell anzupassen und von der Nutzerfinanzierung Abschied zu nehmen. Nun wolle Ringier seine eigenständigen publizistischen Apps von Partnern und Sponsoren finanzieren lassen. Dies gelte jedoch nicht bei den Applikationen von bestehenden Zeitungen und Zeitschriften. Für diese soll weiterhin auch der Leser zahlen. Für die künftige Entwicklungen von Apps werde Ringier auf einen Chefredaktor verzichten. Stattdessen sollen Projektteams unter einer temporären Leitung arbeiten.
Überraschend ist, dass Ringier das Projekt bereits nach zwei Ausgaben schon wieder aufgibt. Bei Ringier heisst es gemäss Medienwoche, dass man nicht nur bereit sei, Risiken einzugehen, sondern eben auch schnell reagiere, wenn sich ein Misserfolg einstelle. Man habe ganz klar gelernt, dass der Endverbraucher nicht mehr bereit sei, für Inhalte zu bezahlen. Ob dies zutrifft, oder ob der Endverbraucher einfach von der Themenwahl nicht gerade beeindruckt war, ist in diesem Fall schwer zu sagen, nach gerade mal zwei Ausgaben.
