Aarauer Stadiongegner zeigt Blick an
Seit einem enttarnenden Blick-Artikel braucht der Aarauer Stadiongegner Hans W. Polizeischutz. Nun will er juristisch gegen die Zeitung vorgehen.
Der enttarnte Sündenbock – das Stadion wurde vom Aarauer Stimmvolk an der Urne gutgeheissen – will nun rechtlich gegen die Boulevardzeitung vorgehen. W. hat bei der der Kantonspolizei Aargau Strafantrag eingereicht. Er akzeptiere nicht, dass er für die Ausübung eines Bürgerrechts als Verbrecher dargestellt werde, so W. gegenüber der Sonntagszeitung. Die Polizei sieht den Anfangsverdacht für Ehrverletzungsdelikte als gegeben und wird die betroffenen Journalisten, die W. vor seinem Haus abgepasst und fotografiert haben, zu einer Einvernahme vorladen. Experten wie Datenschützer Hanspeter Thür oder Medienrechtler Peter Studer halten die Anzeige für aussichtsreich. Felix Gingesser, Chefredaktor Sport der Blick-Gruppe, ist sich keiner Schuld bewusst. Wer von seinem Einspracherecht Gebrauch mache, dürfte genannt werden, so seine Überzeugung. Einsprachen seien zwar ein demokratisches Grundrecht, doch gingen sie in diesem Fall auf Kosten der Allgemeinheit. (SoZ/hae)
