Wirz für das EBG: Präventionskampagne «Gleichstellung verhindert Gewalt»

Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider präsentierte am 11. November 2025 die erste nationale Präventionskampagne gegen häusliche, sexualisierte und geschlechtsbezogene Gewalt. Ziel der mehrjährigen Kampagne unter dem Motto «Gleichstellung verhindert Gewalt» ist es, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, Gewalt vorzubeugen und den verschiedenen Betroffenengruppen eine Hilfestellung zu bieten.

Häusliche, sexualisierte und geschlechtsbezogene Gewalt verursacht in der Schweiz täglich immenses Leid mit negativen Folgen für die ganze Gesellschaft. Im Jahr 2024 registrierte die Polizei 21 127 Straftaten im Bereich häuslicher Gewalt, das sind 6 Prozent mehr als im Vorjahr und rund 40 Prozent aller polizeilich registrierten Straftaten. 70 Prozent der Opfer waren Frauen. Jedes zweite Tötungsdelikt in der Schweiz findet im häuslichen Umfeld statt.

Gewalt früh erkennen und verhindern

Die Kampagne – entwickelt von Wirz in Zusammenarbeit mit dem EBG und einer breiten Allianz von Bund, Kantonen, Gemeinden und Organisationen der Zivilgesellschaft – geht das Problem schon in seinem frühesten Stadium an. Mit Alltagssituationen, in denen Machtungleichheiten sichtbar werden, schärft sie den Blick für frühe Anzeichen von Gewalt. Damit verbunden ist die Forderung, einander respektvoll und auf Augenhöhe zu begegnen. Die Kampagne vermittelt Informationen und Hilfsangebote an Betroffene, Beobachtende und Personen, denen ihr eigenes Verhalten Sorgen macht.

Die Kommunikation will nicht abschrecken. Im Gegenteil: Sie will dazu einladen, sich mit dem Thema und der eigenen Situation auseinanderzusetzen. Unterstützt wird das durch die subtile Bildwelt, die Bedrohungsszenarien nicht auserzählt, sondern nur andeutet.

Langfristige Strategie, breit gefasste Ansprache

Die Kampagne ist auf mehrere Jahre angelegt und will nicht nur bei direkt Betroffenen, sondern im gesamtgesellschaftlichen Kontext etwas bewirken. In einer ersten Phase richtet sie sich zwar vorrangig an Gewaltbetroffene, in einer zweiten Phase aber auch an deren Umfeld und in einer dritten Phase an (potenzielle) Tatpersonen.

Die Sujets werden landesweit auf Plakaten sowie in den sozialen Medien ausgespielt – in allen vier Landessprachen und in den häufigsten weiteren Sprachen der Schweiz (Englisch, Spanisch, Portugiesisch und Albanisch) sowie in Leichter Sprache.


Auftraggeberin: Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) Kampagnen-Fachunterstützung: Bundesamt für Gesundheit (BAG). Kampagnenkonzeption und Umsetzung: Wirz . Mediaplanung: webrepublic. Sprachaufnahmen: JingleJungle. Programmierung: Extra Virgin


Website zur Kampagne: www.ohne-gewalt.ch

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