Wer sucht, findet jetzt fast alles

Mediasearch.ch will Mediaplanern das Leben leichter machen

Mediasearch.ch will Mediaplanern das Leben leichter machenVon Markus Knöpfli Das neue Portal Mediasearch.ch spart Mediaplanern Zeit und verhilft zu mehr freiem Speicherplatz auf dem eigenen PC. Denn Mediasearch.ch ist eine branchenspezifische Linksammlung, die sich jeder Mediaplaner schon in Ansätzen angelegt hat. Mediasearch.ch ist jedoch umfassender, übersichtlicher und zielgenau.
Wer die Tarife eines bestimmten Radiopools einsehen, die VSW-Statistik konsultieren, die aktuelle Zahl der Schweizer Haushalte erfahren oder Anzeigen gleich online buchen will – über die auf Mediasearch.ch angegebenen Links stösst der Mediaplaner soweit möglich direkt zum Gesuchten vor. Umwege über Einstiegssites von Firmen und Anbietern fallen weg.
Falls ein Passwort verlangt wird oder eine Information kostenpflichtig ist, wird man zur Log-in-Site geführt. Ein Suchbaumkatalog, eine Volltextsuche und eine Suche gemäss Schlagwortliste vereinfachen den Zugang zu den gewünschten Informationen. «Umfassend, unabhängig», wie es auf den Medienunterlagen heisst.
Tatsächlich bietet schon die Portaleinstiegsseite eine in drei Hauptgebiete klar strukturierte Rubrikenübersicht: Werbeträger aller Medienkategorien, dann Marktdaten und Studien, schliesslich Recht, Ausbildung und Verbände. Kurz: Mediasearch.ch macht die eigene branchenspezifische Linksammlung überflüssig. Jedenfalls kann man sie getrost ausmisten, weil nun alle Branchenlinks kostenlos, aktuell und übersichtlich aus einer Hand angeboten werden. Alles aus einer Hand? Noch nicht ganz. Media search.ch wird erst am
31. März definitiv lanciert und danach stetig betreut, seit dem
7. Januar ist jedoch bereits eine – noch unvollständige – Demoversion abrufbar.
Französisch und Italienisch kommen später hinzu
Die Initiative für Mediasearch.ch stammt vom Verband Schweizer Presse. Bezüglich «Unabhängigkeit» macht dies ein wenig hellhörig. Doch der Verband will mit Mediasearch.ch erklärtermassen kein Print-Marketingtool, sondern eine medienneutrale Branchenlösung schaffen.
Drei Massnahmen sollen dies garantieren: Zum einen wurden Partner gesucht, deren Vielfalt für sich spricht: von der APG über Cinecom und Radiotele bis Ringier. Sie verpflichteten sich für drei Jahre zur Mitarbeit im «Partnerrat» und bezahlen zwischen 6500 und 9500 Franken pro Jahr. Andere boten sich als Gönner an, so Media Focus und Publicom. Sie bezahlen 2000 Franken pro Jahr.
Die zweite vertrauensbildende Massnahme sieht vor, dass alle redaktionellen Inhalte auf Media search.ch durch die Redaktion der Fachzeitschrift Media Trend Journal betreut werden (diese wird wie die WerbeWoche im Verlag Media-Daten AG publiziert). Dazu gehören die Auswahl der Links, deren Beschreibung und regelmässige Überprüfung, deren Platzierung sowie der Entscheid, welche Site genau durch einen Link angepeilt werden soll.
Letzteres wird allerdings zusammen mit den jeweiligen Site-Anbietern in aufwändigen Gesprächen festgelegt, wie Toni Vetterli, Leiter Marketing beim Verband Schweizer Presse, auf Anfrage erklärt. Kein Wunder: Bei der genauen Adressierung kann es zu Interessenkonflikten zwischen den Anbietern und Mediasearch.ch kommen. Während Mediasearch.ch seine Benutzer so zielgenau wie möglich weiterleiten will, wollen die Anbieter je nach Absicht möglichst viele Kontakte auf den eigenen Sites generieren.
Schliesslich wird von Zeit zu Zeit ein Ad-hoc-Nutzerrat aus Werbe- und Mediaagenturen, Anbietern und Vermittlern einberufen, der Verbesserungsideen aus Sicht der Nutzer einbringen kann.
Werbemöglichkeiten für
die Site werden noch geprüft
Mediasearch.ch will ein Hilfsmittel vorab für Mediaplaner, Werbetreibende und Medienanbieter sein. Das Portal ist aber auch unentbehrlich für Medienjournalisten. Und schliesslich will es auch Interessierten aus dem Ausland den Zugang zum Schweizer Medien- und Werbemarkt erleichtern. Vorläufig gibt es Mediasearch.ch allerdings
nur auf Deutsch. «Spätestens in zwölf Monaten sollen noch andere Sprachen hinzukommen», sagt Vetterli. Auch ein Angebot für Werbemöglichkeiten wird zurzeit ausgearbeitet. In Zukunft sollte Mediasearch.ch selbsttragend werden.

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