Was nervt, wird von den Jugendlichen auch nicht gekauft

Die Fernbedienung hat aus dem Fernsehen ein interaktives Medium gemacht. Rasch entwickelte sich der Nutzerstil des Zappers.

Die Fernbedienung hat aus dem Fernsehen ein interaktives Medium gemacht. Rasch entwickelte sich der Nutzerstil des Zappers.Was nicht gefällt, wird weggezappt – und das sind oft genug TV-Spots. Laut den Ergebnissen der Youngcom-Jugendstudie 2001 schalten 35,7 Prozent der deutschen Jugendlichen zwischen 13 und 20 immer um, wenn Werbung läuft. Bei den 21- bis 29-Jährigen sind es immerhin noch 28 Prozent, die nie Spots anschauen. 12,7 Prozent beim jüngeren Segment und 11,9 Prozent beim älteren erklärten, sie zappten nur selten weg. Nur gerade 3 beziehungsweise 3,3 Prozent sagten, sie würden nie umschalten, da sie Werbung interessant fänden.Die Verweigerungshaltung der Jugendlichen könnte für manchen Werbenden Vorteile haben: 43,5 Prozent der deutschen Twens kaufen nämlich ein Produkt nicht, wenn dessen Werbung nervt. Und dass Werbung total nervt, meinen 15,5 Prozent von ihnen. Immerhin halten 33,7 Prozent Werbung für gut – 30,7 Prozent finden sie dagegen schlecht. Bei den Teenies kommt Werbung besser weg. Hier boykottieren nur 23 Prozent nervige Produkte, 38,1 Prozent finden Werbung eine gute Sache.
Die Jugendstudie der Kommunikationsagentur Youngcom hat 1000 deutsche Jugendliche nach ihrem Medienverhalten befragt. Weitere Informationen sind bei der Agentur unter Tel. 0049 893 000 9214 oder auf der Website www.youngcom.de erhältlich. Stefano Monachesi

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