Streetcredibility dank Trendsensor

JvM/Limmat setzt das neue Planning-Tool Trendsensor als Inspirationsquelle ein

JvM/Limmat setzt das neue Planning-Tool Trendsensor als Inspirationsquelle einUm auf relevante Trends rechtzeitig reagieren und um strategische Empfehlungen geben zu können, bietet JvM/Limmat seit einigen Monaten den hauseigenen Trendsensor an. Hierbei handelt es sich um ein Planning-Tool, das als Frühindikator zum Einsatz kommt. «Es ist kein Tool, um Trends zu erkennen oder zu machen, sondern um Consumerinsights strategisch zu nutzen», erklärt Mitinitiant Carlos Friedrich, Planning Director und GL-Mitglied bei JvM/Limmat. Ein Ersatz der klassischen Marktforschung soll das Messinstrument nicht sein. Vielmehr geht es darum, herauszufinden, was bei Trendsettern gerade Kult ist. Unter dem Trendsensor ist eine qualitative Videobefragung von rund 100 Personen pro Ausgabe zu verstehen, die jedoch keinerlei Anspruch auf Repräsentativität hat.
Die befragten Jugendlichen werden in zwei Gruppen segmentiert: Trendsetter und Follower. Die Gruppenaufteilung erfolgt nach qualitativen Kriterien wie Antwortqualität, Selbstsicherheit oder Spontaneität. «In unserem Trendsensor werden nur die Trendsetter, also die Innovatoren und Early Adopters, aufgenommen», sagt Carlos Friedrich. Schliesslich seien sie diejenigen, die mit ihren Innovationen die nahe Zukunft beeinflussen und prägen werden. Sie springen von einem Trend ab, sobald er bei der Masse ankommt und erste Ansätze zum Main-stream absehbar sind.
Carlos Friedrich erklärt weiter: «Wir möchten eine der wichtigsten Quellen der zielgerichteten Kreativität offenbaren: das Gespräch mit Zeitgenossen als wahrscheinlich beste Möglichkeit, in das gesellschaftliche Rauschen hineinzuhorchen.»
Wo der Trend von morgen entsteht
Nicht repräsentative Ergebnisse, sondern das, «was man sich von einem interessanten Gespräch erhofft: Inspiration» sei das Ziel, sagt die Junior-Planerin Regula Fecker. Der quartalsmässig durchgeführte Trendsensor wird als Updater Agentur-intern wie den JvM-Kunden in der Schweiz, in Deutschland und Österreich zur Verfügung gestellt. Bisher wurden Befragungen auf den Strassen von Zürich, New York, London und Berlin gemacht.
Die jugendlichen und noch jungen Szeneleute stammen zum grossen Teil aus der Subkultur der Gestaltungsbranchen wie Mode, Design, Grafik, Fotografie und Gastronomie und geben zu den neuesten Erscheinungen in diesen Bereichen wie zu Konsum, Marken, Freizeit und Werbung Auskunft. JvM vertritt die These, dass die Trendsetter sich im globalen Dorf nicht besonders unterscheiden und dass diese untereinander international kommunizieren, weshalb für die Agentur Parallelen von den Trendmetropolen zu Schweizer Verhältnissen gezogen werden können, auch wenn nicht alle relevant sind.
Viel wichtiger ist es den Verantwortlichen, mit dem Tool den Agenturkunden einen Kontakt zur Strassen- und Jugendkultur zu ermöglichen. Den immer stärker thematisierten Markenüberdruss bei Jugendlichen spürte der Planning Director in den ersten vier Trendsensors nicht. Die Bewegung erklärt er sich eher in einer Pseudoeinstellung bei vielen Jugendlichen, die öffentlich nicht zu ihrer Markenaffinität stehen mögen, sich aber wegen des Cliquenverhaltens immer noch stark an Marken orientieren. Luca Aloisi

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