Street Parade 2026: Sunshine Live tanzt auf allen Kanälen
900’000 Menschen, 26 Love Mobiles und Sunshine Live mittendrin: Die Street Parade ist längst auch eine Markenparade. Auf Truck Nummer 16 zeigte die Medienplattform, wie eine Marke heute auf allen Kanälen tanzt – hörbar, sichtbar und mitten in ihrer Community. m&k fuhr mit. Eine Fahrt im Takt von Musik Menschen und Marke – mit der Kamera stets im Anschlag…
Noch bevor der erste Beat einsetzt, dreht sich der Wetterhahn auf dem Dachreiter des Grossmünsters im Wind. Ein kurzer Schrei über Zürich – dann übernimmt der Bass.
Bei hochsommerlichem Wetter verwandelte die 33. Street Parade das Zürcher Seebecken in eine riesige Tanzfläche. Unter dem Motto «Together we move» feierten 900’000 Menschen zu den Sets von mehr als 200 nationalen und internationalen DJs. 26 Love Mobiles bewegten sich über die zwei Kilometer lange Strecke vom Utoquai bis zum Hafendamm Enge, dazu kamen neun Bühnen entlang der Route.
Eines dieser Love Mobiles gehörte Sunshine Live. Startnummer 16, Abfahrt um 16 Uhr – und m&k mit an Bord.
Vom Eisladen auf das Love Mobile
Das Street-Parade-Wochenende hatte für Sunshine Live bereits am Freitagabend mit einem Warm-up im Zürcher Eisladen begonnen. Dort stand Sunny an den Decks. Die Zürcherin hatte sich beim DJ-Contest des Senders gegen die übrigen Einsendungen durchgesetzt und damit einen Platz auf dem Love Mobile gewonnen.
Auch der Ort passte zum Auftakt: Der Eisladen wurde 2026 von der Falstaff-Community zur beliebtesten Gelateria der Schweiz gewählt. So begann das Wochenende mit Glacé und elektronischer Musik, bevor am Samstag die grossen Boxen übernahmen.
Auf dem Truck spannten DJ Falk, Vendex, Luca Agnelli und Sunny den musikalischen Bogen von House und Melodic Techno bis zu den härteren Spielarten elektronischer Musik. DJ Falk ist seit mehr als zwei Jahrzehnten eine der prägenden Stimmen von Sunshine Live und verbindet Radiomoderation und Clubkultur. Vendex steht für die düstere und visuell aufgeladene Welt des spanischen Hard Techno. Sunny brachte als Contest-Gewinnerin die Schweizer Nachwuchsperspektive ins Line-up.

Markenparade im Schritttempo
Schon die Dimensionen des Trucks zeigten, dass Sunshine Live in Zürich gross auffuhr. «Es ist das längste Love Mobile, das wir je hatten, und es ist mit über 160 Gästen pickepackevoll», sagte Andreas Reiboldt, Marketingchef von Sunshine Live.
Gezogen wurde das Love Mobile von einer Zugmaschine des Schweizer Traditionsunternehmens Welti Furrer. Für eine Firma, die normalerweise anspruchsvolle Umzüge, Kunsttransporte und internationale Logistik organisiert, dürften die rund zwei Kilometer entlang des Seebeckens zu den kürzeren Routen der Unternehmensgeschichte gehört haben. Bewegt wurde dennoch einiges.
Die Street Parade bietet Marken einen Wirkungskontext, der sich kaum künstlich herstellen lässt: enorme Reichweite, starke Emotionen, eine klar definierte Community und Bilder, die über klassische Medien, Social Media und persönliche Netzwerke weit über Zürich hinausgetragen werden.

Wie stark die Street Parade inzwischen auch zur Markenparade geworden ist, zeigte bereits die Startaufstellung: Sunrise trat mit einem eigenen Love Mobile auf, Coca-Cola fuhr gemeinsam mit Kopfklang, und Destinationen wie Arosa, Zermatt und Davos nutzten die Parade als bewegte Bühne. Sunshine Live war damit nicht die einzige Marke im Umzug – aber eine, die den Auftritt besonders konsequent aus ihrer Positionierung heraus entwickelte.
Sunshine Live beschränkte sich dabei nicht auf Logos am Truck. Die Marke wurde selbst zum Erlebnis – über Musik, DJs, Moderation und die Nähe zur Community. Statt eine Botschaft an ein distanziertes Publikum zu senden, bewegte sie sich mitten hindurch.
Beat Hürlimann alias VJ Beat tanzte deshalb nicht nur mit und genehmigte sich den einen oder anderen Drink. Er hielt die Fahrt mit seinem Arbeitsgerät, dem iPhone fest und sprach in fürs Audio akustisch anspruchsvollem Ambiente mit Andreas Reiboldt, DJ Falk, DJ Luca Agnelli und DJ Sunny. Entstanden ist ein unmittelbarer Blick auf das Geschehen vom und rund um das Love Mobile Nummer 16.
Italienische Verhältnisse am Zürcher Seebecken
Wie international die Street Parade ausstrahlt, zeigte sich beim Auftritt von Luca Agnelli. Zahlreiche Fans scharten sich um das Sunshine-Live-Mobile, liefen neben dem Truck her und jubelten dem italienischen DJ zu. Für einen Moment herrschten am Zürcher Seebecken beinahe italienische Verhältnisse.
Der Produzent aus der Toskana zählt zu den bekanntesten Namen der internationalen Hard-Techno-Szene. Er veröffentlicht unter anderem auf Drumcode und Filth On Acid. Mit Etruria Beat Records betreibt er zudem ein eigenes Label, auf dem Künstlerinnen und Künstler wie Amelie Lens, Nico Moreno und Alignment erschienen sind.
Zwischen Set, Fans und rollendem Truck nahm sich Agnelli Zeit für einige Fragen – gestellt von VJ Beat auf Italienisch. Auch DJ Falk und Sunny gewährten kurze Einblicke in einen Tag, an dem zwischen Interview und nächstem Beat oft nur wenige Sekunden lagen.
Vom Radiosender zur Plattform
Für Sunshine Live passte der Auftritt zur Entwicklung der eigenen Marke. Seit der Gründung 1997 hat sich der Sender zu einer medienübergreifenden Plattform für elektronische Musik entwickelt. Das Programm wird über DAB+, Web, App und Streamingdienste verbreitet und durch Social Media, Videoformate, Podcasts, Liveübertragungen und Events ergänzt.
Die jüngsten Zahlen bestätigen den Wachstumskurs. Gemäss ma 2026 Audio II erreicht Sunshine Live in Deutschland 230’000 Hörerinnen und Hörer in der Durchschnittsstunde – so viele wie noch nie in der Geschichte des Senders. Rund 1,8 Millionen Menschen schalten täglich ein.
Auch in der Schweiz baut Sunshine Live seine Präsenz aus. Seit 2023 ist das Programm in der Deutschschweiz über DAB+ sowie landesweit über Web und App empfangbar.
Die Stärke liegt in der Klarheit dieser Positionierung. Sunshine Live versucht nicht, möglichst viele musikalische Interessen gleichzeitig abzudecken, sondern konzentriert sich konsequent auf elektronische Musik – von House und Trance über EDM bis zu Hard Techno. Auf dem Love Mobile erhielt dieses Profil eine Bühne mitten in der eigenen Community.
Die Marke tanzt weiter
Während für m&k die Reise am Seebecken endete, zog Sunshine Live weiter. Im Komplex 457 verlängerte die Medienmarke das Street-Parade-Erlebnis gemeinsam mit dem «Impact Rave» bis in die Morgenstunden. Auf dem Line-up standen unter anderem Charlie Sparks, Luca Agnelli, Kruelty und Pencil.
Die industrielle Atmosphäre der Halle, das kraftvolle Soundsystem und die internationalen Acts führten die Positionierung des Love Mobiles in den Club weiter. Aus einem Radioprogramm wurde ein Event, aus Hörerinnen und Hörern eine Community und aus medialer Reichweite eine unmittelbare Begegnung.
Die Street Parade zeigte damit auch, wie Marken heute Wirkung entfalten können: nicht am Rand eines kulturellen Ereignisses, sondern als glaubwürdiger Teil davon. Entscheidend ist die Verbindung zwischen Positionierung und Umfeld. Wo beides zusammenpasst, braucht es keine aufdringliche Botschaft. Die Marke wird hörbar, sichtbar und erlebbar.
Der Wetterhahn auf dem Grossmünster hatte die Richtung zu Beginn noch offengelassen. Nach diesem Tag war sie klar: immer dem Beat entlang.




