Schweizer Start-up schafft virtuelles Vermächtnis
Wenn Menschen sterben, gehen auch viele Weisheiten, Erinnerungen und Erfahrungen verloren. Deshalb hat es sich Mike Fuhrmann mit seinem Projekt Eternal Echo zur Aufgabe gemacht, Menschen und ihre individuellen Lebensgeschichten filmisch einzufangen.

Mike Fuhrmann schafft mit Eternal Echo ein Vermächtnis und intellektuelles Gut, das nicht Gefahr läuft, mit der Zeit zu verblassen, heisst es in der Mitteilung zur heutigen Lancierung. Im Mittelpunkt stehe stets der Mensch mit seinen Lebenserfahrungen und nicht nur seine beruflichen Errungenschaften, wie es weiter heisst. Die Videobotschaften können den Liebsten verschenkt werden. Ziel sei künftig auch, die Videos mittels QR-Codes auf Grabsteinen für die kommenden Generationen zugänglich zu machen. So soll der Friedhof zum Museum aus Geschichten werden und ein trister Ort zu einem des Lernens und der Inspiration.
«Unsere Lebensgeschichten sind ein Mosaik aus Emotionen, Erfahrungen und Weisheiten. Oftmals verblasst ihr Echo in den Annalen der Zeit. Deshalb ist es mein Ziel, nicht nur Erinnerungen zu bewahren, sondern sie in einer Weise festzuhalten, die kommende Generationen bewegt und inspiriert», erklärt Mike Fuhrmann, der mit seiner Familie in Horgen am Zürichsee beheimatet ist.
Werbewoche.ch hat den Gründer von Eternal Echo, der zuletzt als Chief Marketing Officer in leitenden Positionen bei Generali Schweiz tätig war, zum Interview getroffen. Hier geht es zum Gespräch.
Eternal Echo kooperiert mit einem weitreichenden Netzwerk aus Coaches und Videograf:innen, um in der gesamten Schweiz emotionale Videodokumentationen zu realisieren. Fuhrmann sieht über den privaten Gebrauch hinaus noch weitere Möglichkeiten. «In Zeiten, in denen die Geschichte Gefahr läuft, sich zu wiederholen, sehe ich es als unsere Pflicht, Lebensweisheiten nicht nur zu bewahren, sondern sie auch digital zugänglich zu machen. Ich träume davon, Friedhöfe in Museen der Weisheit und Inspiration zu verwandeln, an denen Besucher:innen mittels QR-Codes die Geschichten der Verstorbenen nacherleben können. Es mag ein langer Weg sein, aber wir haben den ersten Schritt gemacht.»
