Sammeln, prüfen, einreichen

Bildung Sven Oeschger über die Voraussetzungen und das beste Training, um einen Effie zu gewinnen.

Bildung In dieser Woche fand ein
Kurs des BSW für die Anmeldung zum Effie statt, den Sven Oeschger vom
Planning Shop Zürich geleitet hat. Ziel: Der eingereichte Fall soll
powern.
WW: Dass es einen Kurs gibt, um sich an
einem Wettbewerb anmelden zu können, ist neu. Wieso soll das beim neuen
Effie sinnvoll sein?Sven Oeschger: Ein Effie gehört zu den wichtigsten Auszeichnungen, die
eine Agentur erwerben kann. Im Gegensatz zu anderen Preisen in der
Branche ist es beim Effie aber nicht damit getan, erledigte Arbeit
zusammenzutragen. Es ist ein zusätzlicher Aufwand erforderlich. Man
muss tief in den Daten graben, analysieren, werten, reduzieren und eine
konsistente und für Jurymitglieder verständliche Eingabe formulieren.
Die Erfahrung zeigt, dass in den Eingaben oft die gleichen Fehler
gemacht werden. Der Kurs will auf diese Fehler aufmerksam machen und
den Einreichenden Tipps vermitteln, damit der eingereichte Fall seine
volle Kraft entwickeln kann.
WW:
Für alle, welche diesen Kurs verpasst haben: Was sind die wichtigsten
Dinge, die man wissen muss, um sich richtig anmelden zu können?
Sven Oeschger:
Ich empfehle, sich etwas Zeit zu nehmen und die Seiten unter
durchzulesen. Auf der Website sind viele nützliche
Tipps, formale wie auch inhaltliche. Unter dieser Adresse ist auch der
Leitfaden «12 goldene Effie-Tipps» zu finden.
WW:
Die Anmeldefrist läuft noch bis 31. Oktober. Gibt es weitere Informationsmöglichkeiten, wo man sich schlau machen kann?Sven Oeschger:
Auf der Website des deutschen Gesamtverbandes Kommunikationsagenturen
() gibt es eine hilfreiche Rubrik «Effie». Ebenso gibt es
weitere wertvolle Informationen auf der Website des Euro-Effie
().
WW:
Sie haben schon zweimal in der Jury des Euro-Effie mitgewirkt.
Was  sind Ihre persönlichen Beobachtungen, wie man eine Arbeit
gewinnbringender präsentieren kann?Sven Oeschger:
Es gibt eine Vielzahl von praktischen Tipps. Das Wichtigste ist aber,
dass bei einer Effie-Eingabe die präsentierten Ergebnisse mit den
Zielsetzungen der Kommunikationsaktivitäten korrespondieren. Solange
sich hier der Kreis nicht schliesst, ist eine Einreichung unbrauchbar.
WW:
Gibt es Fehler, die man bei der Präsentation eines Case vermeiden sollte?Sven Oeschger:
Es sollte tunlichst vermieden werden, eine unüberschaubare Sammlung von
Marktforschungsdaten einzureichen. Es ist die Aufgabe des
Einreichenden, den Fall aufzubereiten und den Jurymitgliedern fertig zu
servieren. Kein Jurymitglied steht noch selbst in die Küche, um die
Sauce abzuschmecken. Ein Tipp: Nach Fertigstellung des Falles würde ich
diesen einer ausserhalb der Werbung tätigen Person zur Durchsicht
geben. Versteht sie die Eingabe vollständig? Wurde das Problem gelöst?
Sind alle Fragen beantwortet? Hat man das Gefühl, über eine echte
Kommunikationsleistung gelesen zu haben? Viermal Ja und die Chancen
stehen gut für einen Effie. Viel Erfolg!

Interview: Andreas Panzeri

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