Rentsch dementiert Racheakt
Verlage Die Abklärungen der Weko gegen Vogt-Schild laufen seit dem Sommer. Vorwurf: Interessenskonflikte.
Verlage Die Abklärungen der Weko gegen Vogt-Schild laufen seit dem Sommer. Vorwurf: Interessenskonflikte.Dass die Wettbewerbskommission (Weko) den Verwaltungsrat der Vogt-Schild/Habegger (VS/H) etwas genauer unter die Lupe nimmt, wie dies die SonntagsZeitung (SoZ) schrieb, ist richtig. Ebenso, dass die Weko Abklärungen vornimmt zur Rolle von VR-Präsident Fritz Schuhmacher, der gleichzeitig VR-Vizepräsident sowohl der PubliGroupe als auch der Basler Zeitung Medien ist. Das bestätigt Weko-Sprecher Patrik Ducrey.In der Branche tauchte schnell einmal die Vermutung auf, Rudolf Rentsch, der Mitte 2003 als Direktor und VR-Präsident von VS/H abgesetzt worden war, wolle nun Schuhmacher und die VS/H bei der Weko anschwärzen. Von der Werbewoche darauf angesprochen, sagt Rentsch, dass er auf Racheakte und Machtspiele verzichte – «im Interesse der Firma und der Leute, die dort arbeiten». Tatsache sei, dass er bereits vor längerer Zeit von der Weko ersucht wurde, eine Stellungnahme zu den Ereignissen bei VS/H und deren Hintergründen abzugeben. Dabei habe er unter anderem auch «auf Schuhmachers offensichtliche Interessenkonflikte» hingewiesen. «Das war aber in dieser Angelegenheit mein einziger Kontakt mit der Weko, und ich habe seither auch nichts mehr von ihr gehört», so Rentsch.
Weko-Sprecher Patrik Ducrey betont, dass es sich um Abklärungen und kein formelles Verfahren handle, von einer Untersuchung ganz zu schweigen. Zudem sind die Weko-Abklärungen nicht erst kürzlich angelaufen, wie das der SoZ-Artikel suggeriert. Ducrey: «Wir wurden schon letzten Sommer auf Grund eines Zeitungsartikels aktiv und holten verschiedene Stellungnahmen ein.» Doch wegen der Untersuchungen bezüglich Espace Media, 20 Minuten und Bund sei die Sache liegen geblieben. «Sie ist aber noch nicht abgeschlossen», sagt Ducrey. In der Zwischenzeit seien indes keine neuen Hinweise eingegangen.
Markus Knöpfli
Weko-Sprecher Patrik Ducrey betont, dass es sich um Abklärungen und kein formelles Verfahren handle, von einer Untersuchung ganz zu schweigen. Zudem sind die Weko-Abklärungen nicht erst kürzlich angelaufen, wie das der SoZ-Artikel suggeriert. Ducrey: «Wir wurden schon letzten Sommer auf Grund eines Zeitungsartikels aktiv und holten verschiedene Stellungnahmen ein.» Doch wegen der Untersuchungen bezüglich Espace Media, 20 Minuten und Bund sei die Sache liegen geblieben. «Sie ist aber noch nicht abgeschlossen», sagt Ducrey. In der Zwischenzeit seien indes keine neuen Hinweise eingegangen.
Markus Knöpfli
