Rachel Salzmann wird neue Vizekanzlerin
Der Bundesrat hat Rachel Salzmann zur neuen Vizekanzlerin gewählt. Die 42-Jährige wird ihre Funktion am 1. Juli 2024 übernehmen. Zurzeit arbeitet sie bei der CSS Krankenversicherung.

Zur Wahl vorgeschlagen worden war Salzmann vom neuen Bundeskanzler Viktor Rossi. Sie hat ein Lizentiat in Geschichte, Medien- und Kommunikationswissenschaften und verfügt über einen Executive Master of Business Administration mit Vertiefung im Public Management der Fachhochschule Bern, wie der Bundesrat am Freitag schrieb.
Leitung des Bereichs Bundesrat
Salzmann wird am 1. Juli 2024 die Leitung des Bereichs Bundesrat übernehmen. Sie hat – in Abstimmung mit Bundeskanzler Rossi und Vizekanzler und Bundesratssprecher André Simonazzi – die Verantwortung für alle Aufgaben im Rahmen der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Bundesratssitzungen.
Zudem wird Salzmann sieben Organisationseinheiten führen mit rund 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Diese sind unter anderem für die Sprachdienstleistungen der Bundeskanzlei, die Veröffentlichung der amtlichen Publikationen und die Rechtserlasse zuständig.
Salzmann lebt mit ihrer Familie in Bern und ist Bürgerin von Naters VS. Von 2012 bis 2018 arbeitete sie im Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation Uvek, die letzten vier Jahre als persönliche Mitarbeiterin der Ende 2018 zurückgetretenen Bundesrätin Doris Leuthard. Sie ist Mitglied der Mitte-Partei.
Von der Bundesverwaltung wechselte sie als Head Public und Regulatory Affairs zu Credit Suisse Energy Infrastructure Partners. Seit dem 1. März 2020 ist Salzmann zuständig für die Führung des CEO-Stabs bei der CSS Krankenversicherung.
Ablösung für De Bernardi
Die neue Vizekanzlerin wird im kommenden Sommer den interimistisch eingesetzten Vizekanzler Jörg De Bernardi ablösen. Dieser wechselt ins Aussendepartement und wird dort die Abteilung «Policy Planning» im Staatssekretariat leiten.
De Bernardi ist seit der Wahl von Vizekanzler Viktor Rossi zum neuen Bundeskanzler im Dezember 2023 interimistischer Vizekanzler. Rossi wurde vom Parlament zum Nachfolger des zurückgetretenen Walter Thurnherr (Mitte) gewählt. Zuvor war er knapp fünf Jahre lang Vizekanzler gewesen. (SDA)
