Publigroupe: Restrukturierung und Abbau von 200 Stellen geplant

Die Publigroupe plant bis ins Jahr 2015 einen grösseren Stellenabbau. Der Werbevermarkter wird unter anderem einen Grossteil seines Immobilienportfolios verkaufen und bis 2015 rund 200 Stellen abbauen.

Der grösste Umsatzbereich Media Sales wird mit neuen, «einschneidenden Massnahmen zur Sicherstellung der Rentabilität und Steigerung der digitalen Umsätze» umgebaut. Dies gab die börsenkotierte Publigroupe am Donnerstagmorgen bekannt. Die Umsetzung durch Beat Roeschlin, CEO der Publicitas, werde durch einen Leitungsausschuss, bestehend aus Publigroupe Verwaltungsratsmitgliedern, unter der Führung von Pascal Böni begleitet.

Publigroupe-CEO Hans-Peter Rohner tritt an der Generalversammlung 2012 von seinem Doppelmandat zurück, bleibt aber Verwaltungsratspräsident.

Weiter sei «der Verkauf eines Grossteils des Immobilienportfeuilles» für das nächste Jahr geplant, heisst es weiter. In Lausanne und Bern werden vier Liegenschaften zum Verkauf ausgeschrieben. Der Nettoverkaufserlös im mittleren zweistelligen Millionenbereich soll weitestgehend an die Aktionäre von Publigroupe fliessen.
 

Rechnungslegung umgestellt

Im Frühling 2012 wird die Publigroupe die Kotierung an der Schweizer Börse (SIX Swiss Exchange) vom Hauptsegment (Main Standard) zum nationalen Segment (Domestic Standard) wechseln. Damit kommt es zur einer Umstellung der Rechnungslegung von IFRS auf Swiss GAAP FER. So soll eine höhere Transparenz bei den Beteiligungen Zanox und Local.ch, die beide mit Partnern geführt werden, erreicht werden, wie die Publigroupe dazu mitteilte. Der Publigroupe-Aktionär könne durch die einfache Quotenkonsolidierung die Entwicklung dieser beiden Investitionen genauer verfolgen. Ausserdem werde in Zukunft der Goodwill bei Akquisitionen nicht mehr aktiviert, sondern direkt im Eigenkapital abgeschrieben.

Stellenabbau

Die sogenannten Optimierungsschritte bei der Gruppenfirma Publicitas mit 1‘300 Angestellten sollen auf den dezentralen Stärken in der Printvermarktung aufbauen. So werde die Restrukturierungen zu einem Personalrückgang von netto rund 200 Mitarbeitenden bis 2015 führen, wobei über die Hälfte im Ausland anfallen wird», schreibt das Unternehmen zum Stellenabbau. Die Vermarktung digitaler und multimedialer Medienplattformen würden aber rasch und nachhaltig ausgebaut. Die Vermarktung von Werberaum in Kinos bleibe weiterhin.
 

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