Pfizer rührt in Mosimanns Töpfen
Scotti Healthcom lanciert für den Pharmakonzern Pfizer ein Kochbuch
Scotti Healthcom lanciert für den Pharmakonzern Pfizer ein KochbuchIm juristisch restriktiv bemessenen Kommunikationsspielraum für Pharmaprodukte bewegt sich die spezialisierte Zürcher Scotti Healthcom auf nicht ganz alltäglichen Pfaden für Kunden wie Novartis, Roche oder auch die Rheumaliga.
Das Launchmandat für das cholesterinsenkende Medikament Sortis des US-Pharmaunternehmens Pfizer gewann die Agentur in einem Pitch. Das Ziel der Kampagne war, das Produkt gegen härteste Konkurrenz möglichst schnell auf den Markt zu bringen. «Das ist uns gelungen», sagt Geschäftsführer Lucius Keller nicht ohne Stolz.
Heute – drei Jahre nach Markteinführung – ist Sortis Leader vor den beiden Konkurrenten, die von ihren Produkten her eigentlich die besseren Studien gehabt hätten, gibt Keller unumwunden zu. Im Unterschied zu diesen jedoch setzte Pfizer auf die empfohlene Strategie, die sich der Tools und des Know-hows aus der Konsumgüterbranche bediente und sich nicht nur mittels Grafiken und Zahlen den Ärzten vorstellte: Nebst der erneuerten Kampagne, die weiterhin zur Aufklärung von Patienten und Ärzten eingesetzt wird, kommt als folgerichtiger Schritt zur Erhöhung des Marktanteils ein Gourmetkochbuch mit exklusiven Rezepten aus Anton Mosimanns Küche hinzu. Dieses soll für die bekannt scheinende Problematik des Cholesterins ein breiteres Publikum sensibilisieren.
«Kann man keine neuen Studien präsentieren, muss man den Markt über Sympathien ausweiten», erklärt Beraterin Monika Spahr. Das Kochbuch zeigt, dass cholesterinarme Küche nicht Diät oder Verzicht auf Genuss bedeutet, sondern sich auf hohem kulinarischem Niveau bewegen kann.
In fünf Monaten realisierte Healthcom mit dem Koch der Könige, pardon: König der Köche 20 spezielle Rezepte, die seiner Philosophie der natürlichen Küche verpflichtet sind. Der Link zum Blutfettsenker Sortis, der nach einem Herzinfarkt nebst den herz- und blutdruckstabilisierenden Mitteln zur Anwendung kommt, führt zum Arzt, falls die Diät die Cholesterinwerte nicht senken kann.
Die schweizerische Gesellschaft für Ernährung bürgte für die fachliche Korrektheit; der Werd Verlag wollte das Buch parallel in den Handel nehmen. Auch geografisch scheint dem von Pfizer gesponserten Kochbuch Erfolg beschieden zu sein. Weitere Veröffentlichungen des Werks stehen in Deutschland, Österreich und in Grossbritan- nien bevor. Luca Aloisi
Das Launchmandat für das cholesterinsenkende Medikament Sortis des US-Pharmaunternehmens Pfizer gewann die Agentur in einem Pitch. Das Ziel der Kampagne war, das Produkt gegen härteste Konkurrenz möglichst schnell auf den Markt zu bringen. «Das ist uns gelungen», sagt Geschäftsführer Lucius Keller nicht ohne Stolz.
Heute – drei Jahre nach Markteinführung – ist Sortis Leader vor den beiden Konkurrenten, die von ihren Produkten her eigentlich die besseren Studien gehabt hätten, gibt Keller unumwunden zu. Im Unterschied zu diesen jedoch setzte Pfizer auf die empfohlene Strategie, die sich der Tools und des Know-hows aus der Konsumgüterbranche bediente und sich nicht nur mittels Grafiken und Zahlen den Ärzten vorstellte: Nebst der erneuerten Kampagne, die weiterhin zur Aufklärung von Patienten und Ärzten eingesetzt wird, kommt als folgerichtiger Schritt zur Erhöhung des Marktanteils ein Gourmetkochbuch mit exklusiven Rezepten aus Anton Mosimanns Küche hinzu. Dieses soll für die bekannt scheinende Problematik des Cholesterins ein breiteres Publikum sensibilisieren.
«Kann man keine neuen Studien präsentieren, muss man den Markt über Sympathien ausweiten», erklärt Beraterin Monika Spahr. Das Kochbuch zeigt, dass cholesterinarme Küche nicht Diät oder Verzicht auf Genuss bedeutet, sondern sich auf hohem kulinarischem Niveau bewegen kann.
In fünf Monaten realisierte Healthcom mit dem Koch der Könige, pardon: König der Köche 20 spezielle Rezepte, die seiner Philosophie der natürlichen Küche verpflichtet sind. Der Link zum Blutfettsenker Sortis, der nach einem Herzinfarkt nebst den herz- und blutdruckstabilisierenden Mitteln zur Anwendung kommt, führt zum Arzt, falls die Diät die Cholesterinwerte nicht senken kann.
Die schweizerische Gesellschaft für Ernährung bürgte für die fachliche Korrektheit; der Werd Verlag wollte das Buch parallel in den Handel nehmen. Auch geografisch scheint dem von Pfizer gesponserten Kochbuch Erfolg beschieden zu sein. Weitere Veröffentlichungen des Werks stehen in Deutschland, Österreich und in Grossbritan- nien bevor. Luca Aloisi
