MRB wird zu Maison Metzger – Traditionsagentur mit neuem Namen und erweitertem Selbstverständnis
Nach über 40 Jahren erhält die Zürcher Kreativagentur einen neuen Namen – und betont Haltung, Offenheit und Zusammenarbeit. Der CEO Silvan Metzger plaudert im Interview noch ein wenig aus dem Kreativ-Kästchen.
Die Schweizer Werbeagentur MRB Metzger Rottmann Bürge firmiert neu unter dem Namen Maison Metzger. Damit kehrt die 1982 gegründete Agentur zu ihren Wurzeln zurück – und interpretiert sie zugleich neu. Der neue Name soll weniger eine Zäsur als eine Haltung ausdrücken: Offenheit, Neugier und Freude am kreativen Austausch.
Gegründet wurde das Unternehmen von Kathryn und Ted Metzger sowie Matthias Blatter. Heute führen Silvan Metzger, Pia Grossniklaus, Frederick Rossmann und Cyrill Wirz die Agentur in zweiter Generation. «Maison Metzger ist mehr als ein neuer Name – es ist ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, um Ideen zu entwickeln und Dinge möglich zu machen», erklärt CEO Silvan Metzger. Das Bild vom „Maison“ versteht das Team als Sinnbild für eine kreative Werkstatt – irgendwo zwischen Büro, Bistro und Atelier.
Auch der neue Creative Director Frederick Rossmann sieht in der Umbenennung einen längst überfälligen Schritt, wie er sagt: «MRB klang nach Kanzlei, nicht nach Agentur. Maison Metzger steht für unsere DNA – traditionsreich, eigenwillig und mit einem Augenzwinkern.»
Das Haus an der Zürcher Feldstrasse beherbergt inzwischen mehrere Disziplinen unter einem Dach: Neben Maison Metzger arbeiten dort Schmid Pelli & Partner (Tourismusstrategie), das Online-Marktforschungsinstitut Marketagent, die Digitalagentur dreifive sowie zwei Start-ups aus den Bereichen Fintech und MedTech. Das Netzwerk bietet so gebündelte Expertise – von Markenstrategie über digitale Kommunikation bis zu Marktforschung.
Creative Strategist Cyrill Wirz beschreibt den Ansatz so: «Im Maison Metzger wird das Machbare gemacht – und manchmal auch das Unmögliche ermöglicht. Wir glauben an positive Rückkopplung: glückliche Mitarbeitende, zufriedene Kund:innen und kreative Energie, die sich gegenseitig beflügelt.»
Zu den langjährigen Kund:innen zählen Marken wie Suzuki, Coop City, Gstaad, St. Moritz, Flims Laax, Engelberg und die VBZ. Mit dem neuen Namen will Maison Metzger die Verbindung von Tradition und Offenheit unterstreichen – als ein Ort, an dem Ideen, Menschen und Disziplinen auf natürliche Weise zusammenfinden.
m&k: Maison Metzger, alias Metzger Rottmann Buerge, was hat Euch veranlasst, den Agenturnamen anzupassen?
Silvan Metzger: Der Name MRB ist seit dem Ausstieg von Michael Rottmann, dem R von MRB, nicht mehr ganz akkurat. Mit Frederick Rossmann, dem neue R von MRB, hatten wir eine temporäre Lösung. Aber ganz ehrlich, MRB klingt mehr nach Kanzlei als nach Agentur. Wir wollten einen Namen für das, was wir hier machen und was wir sind. Ein Ort, mehr als eine Agentur. Nun heisst die Agentur so, was sie all die Jahre eigentlich schon immer war: Maison Metzger – ein offener, kreativer, inspirierender und freundlicher Ort: Das Zuhause fröhlicher Ideen.
Wie fühlt sich das an, für Dich persönlich, Herr Metzger?
Sehr sehr gut. Es ist auch eine Erleichterung: So eine Namensfindung ist nie einfach. Und für sich selbst noch viel weniger. Der Name Metzger war kein Muss für mich – aber es freut mich, dass der Name auch weiterhin Bestand hat – als traditionsreicher Familienbetrieb in der Schweizer Werbelandschaft.
Was waren die Reaktionen deiner Kollegen?
Bei nicht repräsentierbaren Umfragen erzielten wir Bewertungen von ** bis ****** für den neuen Namen. Insbesondere gefiel der Name allen, die uns gut kennen und wissen, in welche Richtung wir uns als Agentur entwickeln werden. Und er gefiel allen Mitarbeitenden auf Anhieb. Und das war für uns entscheidend.
Verändert sich noch mehr?
Ganz bestimmt. Wir waren die letzten Jahre eher etwas zurückhaltend in der Kommunikation. Wir konnten aber spannende Mandate gewinnen, über welche wir die Branche bis heute noch gar nicht informiert haben. Und es kommen noch weitere dazu. Wir sind gut aufgestellt. Und es sieht nach gesundem Wachstum aus.
Wie empfindest Du die Agenturszene momentan?
Zu Beginn war KI ein Schock. Und jetzt zeigt es sich als riesengrosse Chance – insbesondere für kleine Agenturen: Auf einmal können wir als kleines Team unglaubliche Dinge in kurzer Zeit realisieren, wofür bis anhin grosse Teams Wochen brauchten. Doch was es immer brauchen wird, sind gute Ideen. Das war einst die Kerndienstleistung einer Kreativagentur – und wird es wieder werden. Hier liegt unsere Stärke.
Was denkst Du, ist es besser, sich breit aufzustellen oder eher zu spezialisieren?
Nach Jahren, wo alle irgendwie alles machten – um irgendwie auch noch ein Stück vom Media-Kuchen abschneiden zu können, ist es wieder an der Zeit, das wieder alle das machen, was sie auch wirklich am besten können. Wir glauben an die Kraft einer klaren, einfachen Idee. Und für alles andere haben wir die besten Partner, Spezialistinnen und Experten, die mit uns genau das umsetzen, was sich unsere Kunden wünschen. Was es aber braucht, mehr als je zuvor, sind Generalistinnen und Berater im Haus, welche den Überblick behalten, die facettenreichen und anspruchsvollen Projekte führen – und zum Erfolg führen.






