Markenkongress 2025 setzt auf kreative Exzellenz und AI

Rund 600 Fachleute aus Marketing und Kommunikation kommen am 23. Juni 2025 im «The Dolder Grand» Zürich zusammen, um über kreative Exzellenz in der Markenstrategie, die Nutzung von AI sowie die Vermarktung von nachhaltigen Produkten zu diskutieren.

(Bilder: Gabriele Griessenböck)

Im 15. Jahr steht beim Schweizer Markenkongress vor allem ein Thema im Vordergrund: Die anspruchsvolle Verbindung von datengetriebenem Marketing, künstlicher Intelligenz und kreativer Exzellenz. Denn innovative Technologien allein führen nicht automatisch zum Erfolg. Entscheidend sei vielmehr, wie gut Unternehmen diese Instrumente beherrschen und mit ihnen herausragende Erlebnisse für ihre Zielgruppen schaffen.

Der Kongress gliedert sich in 14 Fachforen und zwei Hauptbühnen. Die Strategie-Bühne und die Tech-/Digital-Bühne. Auf der Strategie-Bühne werden zentrale Fragen der Markenführung, kreative Exzellenz, Innovationen und Emotionen der Marken diskutiert, während die Tech- und Digital-Bühne den Fokus auf AI, technologische Innovationen und digitale Transformation legt.

Jochen Sengpiehl, einst globaler Marketingchef von Volkswagen und zuletzt in China tätig, beschreibt zudem, was künftig von KI-Tools auf «China Speed» – zu erwarten ist. Unternehmen müssten sich schon heute darauf einstellen, sagt der von Forbes mehrfach ausgezeichnete Markenexperte. Was es dazu braucht, schildern Führungskräfte bekannter Marken wie Beiersdorf, Deutsche Bank und L’Oréal anhand konkreter Beispiele.

Doch nicht allein Technologie steht auf der Agenda. Innovative Konzepte, die gesellschaftliche Veränderungen aufgreifen, sind ebenso entscheidend. Das Schweizer Unternehmen Microlino beispielsweise präsentiert seinen Ansatz, urbane Mobilität mit einem elektrischen Mini-Auto neu zu denken. Auch die deutsche Rügenwalder Mühle zeigt, wie sie ihren Marktanteil durch vegane Produkte drastisch erhöhen konnte, ohne dabei ihre traditionellen Kund:innen zu verprellen. Der Tiefkühlhersteller Frosta wiederum ging einen mühsamen Weg, um Verbraucher:innen von gesünderen und nachhaltigeren Produkten zu überzeugen, und erhielt dafür mehrfach den Deutschen Nachhaltigkeitspreis.

Dass selbst rationale B2B-Produkte Emotionen wecken können, demonstriert #LikeABosch-CMO Boris Dolkhani. Er erklärt, warum selbst ein aufwendiger Super-Bowl-Werbespot für ein Unternehmen zielführend sein kann, auch wenn die Kundschaft vordergründig nüchterne Kaufentscheidungen trifft. Olaf Geuer von der Swisscom unterstreicht dagegen, warum kreative Exzellenz unerlässlich ist und wie Unternehmen sie gezielt fördern könnten. Und Motel One zeigt schliesslich, wie auch Budget-Marken zur Love Brand werden können.

Neben diesen Beispielen werden am Markenkongress auch Unternehmen wie UBS, Ricola, Lindt & Sprüngli und Ricardo Einblicke in ihre Strategien geben.

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