Mann mit Perspektiven
Urs Binggeli, neuer Geschäftsführer von Wirz Corporate, siehtviel Potenzial im Reputations-Management.
Urs Binggeli, neuer Geschäftsführer von Wirz Corporate, siehtviel Potenzial im Reputations-Management.
Schon als kleiner Knirps im Vorschulalter konnte Urs Binggeli die Marke eines Töffs oder Autos auf Grund von Motorengeräuschen bestimmen. Dass die sofortige Erkennung einer Marke mit Branding zu tun hat, wusste er damals noch nicht.Inzwischen ist die Sache mit dem Branding einiges komplizierter geworden. Nach Studien in St. Gallen, Berkeley und Oxford sowie beruflichen Erfahrungen zum Beispiel bei Interbrand Zintzmeyer & Lux weiss der Geschäftsführer von Wirz Corporate heute aber genau, was es heisst, eine erste Adresse in der Schweizer Kommunikationsbranche zu gestalten.
Wirz Corporate entstand aus der ehemaligen Wirz Identity, Wirz
Public Relations und Frontpage. Die Firma hat pro Bereich einen kompetenten Leiter. Elmar Mühleder ist verantwortlich für Brand Identity, Judith Giger für Public Relations. Hans Klaus, der frühere Berater von Bundesrätin Ruth Metzler, ist neu für die Einheit Reputation Management zuständig. «Die Einheiten sind grundsätzlich die gleichen wie frü-
her, jetzt aber integriert. Alles in einer Firma macht vieles viel einfacher», erklärt Urs Binggeli.
Insgesamt sind 26 Personen fest bei Wirz Corporate beschäftigt, die meisten davon für Branding und klassische PR. Es bringe auch etwas, dass man seit dem Umzug im gleichen Haus wie die Werbung von Wirz untergebracht ist. «Klassische Werbung und PR werden immer mehr Hand in Hand arbeiten», ist Binggeli überzeugt. Ein wichtiger Kunde für Wirz Corporate ist die Migros. «Klassisches Branding, kombiniert mit viel interner und externer Kommunikation sowie Prozessbegleitung.» Andere vielschichtige Kunden sind der Verband der importierenden Pharmabranche VIPS oder der Schweizerische Versicherungsverband SVV. Viel Spass und kreative Spielmöglichkeiten sieht Urs Binggeli beim Auftrag Sihlcity. Hier soll ein Quartier als Marke aufgebaut werden, was Binggeli bereits für Limmat West mit Erfolg realisiert hat.
Im Bereich Publishing spüren zurzeit wohl alle Magazinmacher die Sparschraube. Wirz produziert aber weiterhin die «Welt der Katze», für die SWX Group «mittendrin» sowie trotz Verlust des Gesamtbudgets nach wie vor «sunrise contact».
Viel Potenzial sieht Binggeli in der neuen Einheit Reputation
Management. «Nach dem Ende des Bubble haben viele Unternehmen Reputationsprobleme bekommen. Das Vertrauen in das Management ist in den letzten fünf Jahren massiv gesunken.» Um diese Einheit auszubauen, will Binggeli einen Standort in Bern suchen und von dort
aus mit Hans Klaus politische Kommunikation betreiben.
Wertvolle Erfahrungen hat Binggeli nach dem Lizentiat in St. Gallen gesammelt, als er zuerst als Marketingspezialist bei Schweiz Tourismus gearbeitet hat. Er hat in Zürich und Köln die Deutsche Telekom beraten und diese Erfahrungen bei Wirz später für die Privatisierung der Swisscom nützen können. Wichtig waren Binggeli auch regelmässige «Perspektivenwechsel». Diese haben ihn unter anderem für sechs Monate zu Addison nach San Francisco gebracht.
Als eher seltenes Hobby nennt er «Organisationsentwicklung». So ist er Mitglied einer Intervisions-Gruppe. Zum Ausgleich ist er ein begeisterter Tourenskifahrer. Und mit seinem Flair für Motorengeräusche hat er angefangen, Motorrad-rennen zu fahren und absolvierte Strassenrennen für einen Markencup. Der neue Geschäftsführer kommt aber nicht mit dem Töff zur Arbeit. «Das ist mir zu gefährlich, da fahre ich lieber auf Rennstrecken.» Wie vor zwei Jahren zum Beispiel die Laguna Seca.
Urs Binggeli betrachtet Corporate Communications als gesamtheitlicheDisziplin mit Zukunft.
Andreas Panzeri
Schon als kleiner Knirps im Vorschulalter konnte Urs Binggeli die Marke eines Töffs oder Autos auf Grund von Motorengeräuschen bestimmen. Dass die sofortige Erkennung einer Marke mit Branding zu tun hat, wusste er damals noch nicht.Inzwischen ist die Sache mit dem Branding einiges komplizierter geworden. Nach Studien in St. Gallen, Berkeley und Oxford sowie beruflichen Erfahrungen zum Beispiel bei Interbrand Zintzmeyer & Lux weiss der Geschäftsführer von Wirz Corporate heute aber genau, was es heisst, eine erste Adresse in der Schweizer Kommunikationsbranche zu gestalten.
Wirz Corporate entstand aus der ehemaligen Wirz Identity, Wirz
Public Relations und Frontpage. Die Firma hat pro Bereich einen kompetenten Leiter. Elmar Mühleder ist verantwortlich für Brand Identity, Judith Giger für Public Relations. Hans Klaus, der frühere Berater von Bundesrätin Ruth Metzler, ist neu für die Einheit Reputation Management zuständig. «Die Einheiten sind grundsätzlich die gleichen wie frü-
her, jetzt aber integriert. Alles in einer Firma macht vieles viel einfacher», erklärt Urs Binggeli.
Insgesamt sind 26 Personen fest bei Wirz Corporate beschäftigt, die meisten davon für Branding und klassische PR. Es bringe auch etwas, dass man seit dem Umzug im gleichen Haus wie die Werbung von Wirz untergebracht ist. «Klassische Werbung und PR werden immer mehr Hand in Hand arbeiten», ist Binggeli überzeugt. Ein wichtiger Kunde für Wirz Corporate ist die Migros. «Klassisches Branding, kombiniert mit viel interner und externer Kommunikation sowie Prozessbegleitung.» Andere vielschichtige Kunden sind der Verband der importierenden Pharmabranche VIPS oder der Schweizerische Versicherungsverband SVV. Viel Spass und kreative Spielmöglichkeiten sieht Urs Binggeli beim Auftrag Sihlcity. Hier soll ein Quartier als Marke aufgebaut werden, was Binggeli bereits für Limmat West mit Erfolg realisiert hat.
Im Bereich Publishing spüren zurzeit wohl alle Magazinmacher die Sparschraube. Wirz produziert aber weiterhin die «Welt der Katze», für die SWX Group «mittendrin» sowie trotz Verlust des Gesamtbudgets nach wie vor «sunrise contact».
Viel Potenzial sieht Binggeli in der neuen Einheit Reputation
Management. «Nach dem Ende des Bubble haben viele Unternehmen Reputationsprobleme bekommen. Das Vertrauen in das Management ist in den letzten fünf Jahren massiv gesunken.» Um diese Einheit auszubauen, will Binggeli einen Standort in Bern suchen und von dort
aus mit Hans Klaus politische Kommunikation betreiben.
Wertvolle Erfahrungen hat Binggeli nach dem Lizentiat in St. Gallen gesammelt, als er zuerst als Marketingspezialist bei Schweiz Tourismus gearbeitet hat. Er hat in Zürich und Köln die Deutsche Telekom beraten und diese Erfahrungen bei Wirz später für die Privatisierung der Swisscom nützen können. Wichtig waren Binggeli auch regelmässige «Perspektivenwechsel». Diese haben ihn unter anderem für sechs Monate zu Addison nach San Francisco gebracht.
Als eher seltenes Hobby nennt er «Organisationsentwicklung». So ist er Mitglied einer Intervisions-Gruppe. Zum Ausgleich ist er ein begeisterter Tourenskifahrer. Und mit seinem Flair für Motorengeräusche hat er angefangen, Motorrad-rennen zu fahren und absolvierte Strassenrennen für einen Markencup. Der neue Geschäftsführer kommt aber nicht mit dem Töff zur Arbeit. «Das ist mir zu gefährlich, da fahre ich lieber auf Rennstrecken.» Wie vor zwei Jahren zum Beispiel die Laguna Seca.
Urs Binggeli betrachtet Corporate Communications als gesamtheitlicheDisziplin mit Zukunft.
Andreas Panzeri
