Kleines Zubrot – höchste verlegerische Relevanz
Die Akquisition des Jahrzehnts oder der Rückzug des Jahrzehnts – ob Glücks- oder Schadenfall wird von der Perspektive bestimmt. Offensichtlich ist:
Die Akquisition des Jahrzehnts oder der Rückzug des Jahrzehnts – ob Glücks- oder Schadenfall wird von der Perspektive bestimmt. Offensichtlich ist:Bezüglich Umsatzverlust trifft es die Basler Mediengruppe (BM) nicht dramatisch. Zum Gesamtumsatz von 512 Millionen Franken (Juli 2000 bis Juni 2001) steuerte die Jean Frey AG gerade 95 Millionen Franken bei. Das ist nicht einmal ganz ein Fünftel. Nachdem im letzten Jahr bereits die Druckerei Winterthur für 80 Millionen Franken ebenfalls an Ringier gegangen war sowie zusätzlich verschiedene kleinere Firmen abgestossen worden sind, schätzt BM-Chef Matthias Hagemann das neue BM-Umsatzvolumen auf 330 bis 350 Millionen Franken. Davon werde das Stammhaus um die 220 Millionen, Birkhäuser 80 Millionen und der Baslerstab 40 Millionen Franken beisteuern.Aber auch für Ringiers Gesamtumsatz von 1019 Millionen Franken (2000) bedeuten die zusätzlichen 95 Millionen Franken der Jean Frey AG gerade mal einen Klacks. Anders sieht es im Blick auf die verlegerische Bedeutung der Titel aus, die sich als Schwergewichte outen. Ringier gewinnt eine abonnierte Auflage von knapp 607000 Exemplaren oder rund 2,2 Millionen Leserinnen und Leser hinzu. Und dabei handelt es sich teils um komplementäre Zielgruppen, die Ringier bisher fehlten. In den Händen von Ringier sind die Titel – dank Einbindung in eine nationale Kundenstruktur und reichlich Möglichkeiten für Querpromotionen – mehr wert als bei der BM. Siehe die Seiten 2, 15 und 20. (dse/mk)
