«Junge Berufsleute können bei uns Beziehungen ausbauen»
Reto Kammermann, Präsident des Zürcher Werbeclubs, über neue Vereinsaktivitäten
Reto Kammermann, Präsident des Zürcher Werbeclubs, über neue VereinsaktivitätenDiese Woche hat sich die Generalversammlung (GV) des Zürcher Werbeclubs zum Ziel gesetzt, bis Ende Jahr 30 neue und vor allem jüngere Mitglieder zu werben. Anlocken will man vor allem Berufsleute aus dem Bereich Marketing und Kommunikation. Geboten wird eine wertvolle Beziehungspflege im Rahmen geselliger sowie fachlich interessanter Veranstaltungen.Die GV des Zürcher Werbeclubs findet auf der Kartbahn in Spreitenbach statt. Soll darauf mit Vollgas auf die neuen Herausforderungen zugefahren werden?
Reto Kammermann: Der Zürcher Werbeclub möchte seine Mitgliederstruktur verjüngen. Das erreichen wir primär über die Art unserer Veranstaltungen. Wir suchen jeweils möglichst interessante Events, die auch ein junges Publikum ansprechen können. Kartfahren als Rahmenprogramm rund um eine GV scheint mir deshalb eine dankbare Idee.
Geselligkeit als Beziehungspflege: Wie wichtig ist dieser Punkt bei denWerbeclubaktivitäten?
Kammermann: Das ist ein sehr gefragter Aspekt bei all unseren Aktivitäten. Beziehungen werden immer wichtiger. Nun gibt es viele Leute, die können sich solche Kontakte auch sonst erarbeiten, weil sie vielleicht von Natur aus zugänglicher sind oder in einem Unternehmen arbeiten, in dem sie automatisch mit sehr viel Leuten zu tun haben. Anderen können unsere Clubaktivitäten eine ideale Plattform sein, um interessante Leute kennen zu lernen. Das trifft besonders auch für junge Berufsleute zu, die noch kein sehr grosses Beziehungsnetz haben und in unserer Branche Fuss fassen wollen.
Wie erreichen Sie das?
Kammermann: Bei den Social Events geht es vor allem um Beziehungspflege. Eine zweite Form sind Fachinformationen, kombiniert mit etwas Geselligkeit. Diese Weiterbildung in lockerer Form kann zum Beispiel ein Besuch bei der Marketingabteilung der Uhrenmarke IWC sein. Da kommt man als Einzelperson kaum rein, aber dank unserer Beziehungen können wir solche Treffen organisieren. Wir besuchen einen möglichst interessanten Betrieb, dazu präsentiert uns der Marketingleiter als wichtigsten Programmteil sein Kommunikationskonzept. Eine dritte Möglichkeit sind unsere Podiumsgespräche, wie zum Beispiel über «neue Fernsehwelten», als sich TV-Direktor Peter Schellenberg und Jürg Wildberger von TV 3 den Fragen wichtiger Medialeute gestellt haben.
Welches Publikum wollen Sie ansprechen? Werber aus allen Sparten oder mehr Berater und Marketingleute?
Kammermann: Unser Club ist 1936 von so genannten Reklameberatern gegründet worden. Inzwischen haben sich die Formen von Marketing und Kommunikation stark durchmischt. Heute sind auch PR-Berater bei uns im Club engagiert oder Grafiker und Texter. Alle Berufsleute, die an Kommunikation und Marketing Interesse haben.
Wie grenzt sich der Werbeclub von anderen Organisationen ab, wie zum Beispiel zur Schweizer Werbung?
Kammermann: Im Unterschied zur Schweizer Werbung sind wir kein Verband, sondern ein Verein. Wir müssen und wollen keine politischen Verbandsinteressen vertreten. Zu uns kommt man, um Leute zu treffen. Wir veranstalten auch keine Wettbewerbe.
Ihr Zürcher Werbeclub ist der grösste der Schweiz mit zurzeit 450 Mitgliedern. Wie sind die Kontakte zu andern Sektionen?
Kammermann: In der deutschen Schweiz gibt es noch die Sektionen Ostschweiz, Zentralschweiz, Bern, Basel, Oberwallis, Biel sowie Aarau/Solothurn. Die Kontakte untereinander werden intensiver, seit eine neue Präsidentengeneration den frischen Stil bestimmt. Man besucht sich gegenseitig. Auch die Veranstaltungen werden grossräumig publiziert. Vor allem in Zürich haben wir verschiedene Podien, die vermehrt auch Basler und Aargauer interessieren.
Sind die Mitgliederzahlen am Steigen?
Kammermann: Der Bestand ist über die letzten Jahre ein bisschen erodiert. Man hat wenig aktive Mitgliederwerbung betrieben. Heute wissen wir, dass man sich um Interessenten bemühen muss. Und das sehe ich als eine meiner wichtigsten Aufgaben. Mein Ziel sind 480 Mitglieder bis Ende Jahr.
Wie kann man Mitglied werden?
Kammermann: Früher musste man von einem Götti empfohlen werden. Heute funktioniert es einfacher. Die einzige Vorgabe ist, dass sich jemand über genügend Berufserfahrung oder eine Ausbildung in den Bereichen Marketing und Kommunikation ausweisen kann. Interview: Andreas Panzeri
Infos und Veranstaltungshinweise gibt es auf www.zuercherwerbe club.ch
Reto Kammermann: Der Zürcher Werbeclub möchte seine Mitgliederstruktur verjüngen. Das erreichen wir primär über die Art unserer Veranstaltungen. Wir suchen jeweils möglichst interessante Events, die auch ein junges Publikum ansprechen können. Kartfahren als Rahmenprogramm rund um eine GV scheint mir deshalb eine dankbare Idee.
Geselligkeit als Beziehungspflege: Wie wichtig ist dieser Punkt bei denWerbeclubaktivitäten?
Kammermann: Das ist ein sehr gefragter Aspekt bei all unseren Aktivitäten. Beziehungen werden immer wichtiger. Nun gibt es viele Leute, die können sich solche Kontakte auch sonst erarbeiten, weil sie vielleicht von Natur aus zugänglicher sind oder in einem Unternehmen arbeiten, in dem sie automatisch mit sehr viel Leuten zu tun haben. Anderen können unsere Clubaktivitäten eine ideale Plattform sein, um interessante Leute kennen zu lernen. Das trifft besonders auch für junge Berufsleute zu, die noch kein sehr grosses Beziehungsnetz haben und in unserer Branche Fuss fassen wollen.
Wie erreichen Sie das?
Kammermann: Bei den Social Events geht es vor allem um Beziehungspflege. Eine zweite Form sind Fachinformationen, kombiniert mit etwas Geselligkeit. Diese Weiterbildung in lockerer Form kann zum Beispiel ein Besuch bei der Marketingabteilung der Uhrenmarke IWC sein. Da kommt man als Einzelperson kaum rein, aber dank unserer Beziehungen können wir solche Treffen organisieren. Wir besuchen einen möglichst interessanten Betrieb, dazu präsentiert uns der Marketingleiter als wichtigsten Programmteil sein Kommunikationskonzept. Eine dritte Möglichkeit sind unsere Podiumsgespräche, wie zum Beispiel über «neue Fernsehwelten», als sich TV-Direktor Peter Schellenberg und Jürg Wildberger von TV 3 den Fragen wichtiger Medialeute gestellt haben.
Welches Publikum wollen Sie ansprechen? Werber aus allen Sparten oder mehr Berater und Marketingleute?
Kammermann: Unser Club ist 1936 von so genannten Reklameberatern gegründet worden. Inzwischen haben sich die Formen von Marketing und Kommunikation stark durchmischt. Heute sind auch PR-Berater bei uns im Club engagiert oder Grafiker und Texter. Alle Berufsleute, die an Kommunikation und Marketing Interesse haben.
Wie grenzt sich der Werbeclub von anderen Organisationen ab, wie zum Beispiel zur Schweizer Werbung?
Kammermann: Im Unterschied zur Schweizer Werbung sind wir kein Verband, sondern ein Verein. Wir müssen und wollen keine politischen Verbandsinteressen vertreten. Zu uns kommt man, um Leute zu treffen. Wir veranstalten auch keine Wettbewerbe.
Ihr Zürcher Werbeclub ist der grösste der Schweiz mit zurzeit 450 Mitgliedern. Wie sind die Kontakte zu andern Sektionen?
Kammermann: In der deutschen Schweiz gibt es noch die Sektionen Ostschweiz, Zentralschweiz, Bern, Basel, Oberwallis, Biel sowie Aarau/Solothurn. Die Kontakte untereinander werden intensiver, seit eine neue Präsidentengeneration den frischen Stil bestimmt. Man besucht sich gegenseitig. Auch die Veranstaltungen werden grossräumig publiziert. Vor allem in Zürich haben wir verschiedene Podien, die vermehrt auch Basler und Aargauer interessieren.
Sind die Mitgliederzahlen am Steigen?
Kammermann: Der Bestand ist über die letzten Jahre ein bisschen erodiert. Man hat wenig aktive Mitgliederwerbung betrieben. Heute wissen wir, dass man sich um Interessenten bemühen muss. Und das sehe ich als eine meiner wichtigsten Aufgaben. Mein Ziel sind 480 Mitglieder bis Ende Jahr.
Wie kann man Mitglied werden?
Kammermann: Früher musste man von einem Götti empfohlen werden. Heute funktioniert es einfacher. Die einzige Vorgabe ist, dass sich jemand über genügend Berufserfahrung oder eine Ausbildung in den Bereichen Marketing und Kommunikation ausweisen kann. Interview: Andreas Panzeri
Infos und Veranstaltungshinweise gibt es auf www.zuercherwerbe club.ch
