Jetzt müssen wir unser neues Denken leben

Peter Metzinger* erklärt, wieso es im Zuge der Digitalisierung nicht nur ein neues Denken, sondern auch konkrete Handlungen braucht. Die gegenseitige Inspiration steht dabei im Fokus. Vor einem Jahr habe ich an dieser Stelle ausgeführt, wie wichtig es in Zukunft in der Kommunikation sein wird, sich mit den Beziehungen zwischen den verschiedenen Akteuren zu befassen. Zu tiefgreifend sind die Auswirkungen der digitalen Revolution, als dass sie nicht auch unser Denken nachhaltig transformieren. Ich habe deshalb die These aufgestellt, dass wir ein neues Denken lernen müssen.Ein Jahr später möchte ich sogar noch einen Schritt weiter gehen. Ich möchte die These aufstellen, dass wir anfangen müssen, dieses neue Denken zu leben. Die Digitalisierung schreitet weiterhin fort und ihr Tempo beschleunigt sich in zunehmendem Masse. Nie zuvor wurden wir in solch rasendem Tempo mit neuen Innovationen konfrontiert. Prozesse beschleunigen sich zunehmend, Produkte wechseln sich ab. Überdies werden die zeitlichen Abstände zwischen den verschiedenen Innovationen immer kleiner. Innovation wird fliessend.In Anbetracht der schleichenden, aber nichtsdestotrotz tiefgreifenden Veränderungen, mit denen sich die Kommunikationsbranche konfrontiert sieht, dürfen wir uns nicht nur damit zufrieden geben, uns branchenübergreifend zu vernetzen, sondern müssen uns auch gegenseitig inspirieren. Dies setzt jedoch die Bereitschaft voraus, anzufangen voneinander zu lernen, anstatt uns gegenseitig zu konkurrieren. So wird es uns am ehesten gelingen, die neuen und unkonventionellen Wege zu beschreiten, die uns heute zum Erfolg verhelfen werden. Gemeinsam werden wir gestärkt aus den Prozessen der digitalen Transformation hervorgehen, alleine und in alten Denkmustern verhaftet werden wir ihren veränderten Anforderungen nicht mehr genügen.Der Campaigning Summit Switzerland, welcher am 11. März 2016 stattfindet, hat sich auch in diesem Jahr wieder dem Prinzip der gegenseitigen Inspiration verschrieben. Mit unserem Event wollen wir Personen aus den unterschiedlichen kommunikativen Disziplinen vernetzen und ihnen darüber hinaus die Gelegenheit geben, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu inspirieren.  Am Campaigning Summit Switzerland 2016 werden vier Referenten den Teilnehmenden spannende und wissenswerte Inputs aus der Branche vermitteln. In der Kategorie «Political Campaigning» wird Paula Peters, Director Strategy bei change.org referieren. Olaf Kunz, Mitglied der Chefredaktion bei watson.ch, wird uns in der Kategorie «Business Campaigning» spannende Einblicke in den Aufbau eines polarisierenden und bei der Zielgruppe enorm erfolgreichen Start-Ups geben. In der Kategorie «Inspiration» wird Jan Rijkenberg, Branding-Spezialist und CEO von BSUR, sprechen. Der Hauptredner am Campaigning Summit Switzerland 2016 wird André Schneider sein, Vice-President Resources and Infrastructures EPFL und ehemaliger Direktor des WEF. Alle unsere Referenten sahen sich in ihren jeweiligen Bereichen mit durch die Digitalisierung hervorgebrachten Veränderungen konfrontiert und/oder trieben sie aktiv voran. Sie alle mussten einen Weg finden, mit diesem branchenübergreifenden Wandel umzugehen und sich in einem von Beschleunigung gekennzeichneten Geschäftsumfeld zurechtzufinden. Es wird interessant sein zu sehen, wie sich dies in ihren Referaten äussert und wie es ihnen gelingen wird, uns mit ihren jeweiligen Themen zu inspirieren. Unser Anspruch, dass die Teilnehmenden am Campaigning Summit Switzerland voneinander lernen und sich gegenseitig inspirieren können, spiegelt sich auch in den Networking-Möglichkeiten während der Pausen des Events. Auf Wunsch der Teilnehmenden vom letzten Jahr werden wir das Konzept der BarCamps im Jahr 2016 ausbauen. Dabei handelt es sich um kurze, von den Teilnehmenden selbst einberufene Workshops zu einem von ihnen definierten Thema, organisiert durch das Team der Veranstalter. Dies vereinfacht das gegenseitige Kennenlernen und ermöglicht es, vom Wissensaustausch mit Personen aus anderen Kommunikationsdisziplinen zu profitieren. 

More articles on the topic