Grafikdesign-Trends 2024: Rebellion gegen Perfektion
Welche Grafikdesign-Trends drücken Marken 2024 ihren Stempel auf? Um das herauszufinden, hat VistaPrint das Know-how der internationalen Design-Community 99designs by Vista hinzugezogen.
Patrick Llewellyn, VP of Digital and Design Services bei VistaPrint, sagt: «Das vergangene Jahr war geprägt von dem kometenhaften Aufstieg von Künstlicher Intelligenz (KI) in den Mainstream. Die rasante technologische Entwicklung verändert auch die visuelle Kultur – auf spannende und mitunter beunruhigende Weise.»
2024 setzen Designer und Marken sich insbesondere mit Unvollkommenheit auseinander. Sie kontrastieren die immer ausgefeiltere Ästhetik generativer KI, indem sie mit dem Unperfekten experimentieren und die kreativen Grenzen erweitern. Von der digitalen, traumhaften Qualität des 3D-Hypersurrealismus bis hin zu chaotischen Stilen wie Cluttercore, digitaler Zerstörung und Graffiti-Grafiken.
«Diese Trends geben eine Vorschau auf mutige Styles und grafische Abenteuer, die uns im neuen Jahr begleiten werden. Sie feiern die menschliche Kreativität und ermöglichen es Marken, sich durch Individualität in einem überfüllten Markt abzuheben», fügt Llewellyn hinzu.
Das sind die 99designs-Designtrends 2024
- Future Fusion: Futuristische Designs treffen auf sympathische Bodenständigkeit. Tiefe Braun-, Blau- und Schwarztöne bilden die Grundlage, während leuchtende Neonviolett- und Rosatöne kontrastieren. Düstere Ästhetik, glitzernde Elemente und digitale Schriftarten schaffen eine Verbindung zwischen Innovation und Menschlichkeit.
- 3D-Hypersurrealismus: Die Mischung hyperrealistischer und surrealer 3D-Designs, leuchtender Farben und experimenteller Schriftarten ermöglicht einen mutigen Selbstausdruck. Von lustigen Maskottchen bis zu Infografiken fördert dieser Trend Positivität und spielerische Kreativität.
- Bento-Box-Grids: Kunstvolle Anordnung von Boxen unterschiedlicher Größe zur Strukturierung von Informationen. Bildet eine größere zusammenhängende Box ähnlich den Fächern einer Bento-Box. Betont Informationshierarchien und ermöglicht eine dynamische Präsentation von Inhalten auf begrenztem Raum.
- Cluttercore: Überbietet Maximalismus durch vollen Einsatz von Exzess und Extravaganz. Feiert dicke Striche, lebendige Farben und bewusste Überlappung von Grafiken für einen lauten und positiven Ausdruck von Individualität.
- Inflatable 3D: Nostalgisches Design mit Kaugummirosa, Blautönen und schillernden Farben als Anspielung auf die 2000er Jahre. Spritzige Schriftarten und Formen schaffen eine verspielte Ästhetik und fördern eine herzliche Verbindung zu Zielgruppen.
- Digitale Zerstörung: Ein rebellischer Trend, der fragmentierte, komplexe Bilder von Platinen und Technik in visuell beeindruckende Kompositionen umsetzt. Pixelierung, Glitch-Effekte und leuchtende Neontöne brechen mit der klaren Ästhetik anderer technikzentrierter Trends.
- Freehand-Revival: Inspiriert von Wabi-Sabi, betont die Schönheit im Unvollkommenen. Zarte, handgezeichnete Linien erzeugen Harmonie und Ruhe durch analoge Töne oder komplementäre Farbtöne.
- Anime Bold: Dieser Grafikdesign-Trend greift die charakteristischen Merkmale von Anime auf: von übertriebenen Charakteren bis hin zu ausdrucksstarker Energie und auffälligen Bildern. Was Anime Bold auszeichnet, sind die hellen und lebendigen Farben, die dem übertriebenen Anime-Stil Leben einhauchen. Die Illustrationen verwenden oft einen einzigartigen Linienstil, der den Charme handgezeichneter Kunst mit einem Cartoon-ähnlichen Stil vereint.
- Gartenausschnitte: Nutzt botanische Formen und Farben im Collagenstil, inspiriert von Henri Matisse. Schafft eine natürliche, handgefertigte Ästhetik als Gegenpol zur digitalen Welt.
- Grafisches Graffiti: Verbindet Elemente des Graffiti und der 80er Jahre zu einer modernen Ästhetik. Kombiniert industrielle Elemente, städtischen Verfall, aufgesprühte Texte und Symbole zu einer visuellen Explosion, die die Welt der Straßenkunst feiert.

