Gläserne Litfasssäule mit Gehirn Artware Litefast präsentiert sich als Werbesäule mit Panoramabildschirm

Gläserne Litfasssäule mit Gehirn Artware Litefast präsentiert sich als Werbesäule mit Panoramabildschirm Von Bruno Amstutz Wenn das E-Board im Zürcher Hauptbahnhof das elektronische Plakat darstellt, entspricht Artware Litefast der elektr

Gläserne Litfasssäule mit Gehirn Artware Litefast präsentiert sich als Werbesäule mit Panoramabildschirm
Von Bruno Amstutz
Wenn das E-Board im Zürcher Hauptbahnhof das elektronische Plakat darstellt, entspricht Artware Litefast der elektronischen Litfasssäule. Das neue Medium will das Publikum an hoch frequentierten Standorten mit Werbung und News beliefern.
Nicht nur der Name Litefast, auch die Zylinderform erinnert auf den ersten Blick an die gute, alte Litfasssäule. Statt Plakate locken aber auf Augenhöhe Texte und Bilder, die in einer transparenten Röhre zu schweben scheinen. Einblick wird von allen Seiten gewährt.
Das Phänomen wird durch drei senkrechte LED-Leisten ermöglicht, die zwar nicht mit Licht-geschwindigkeit, aber immerhin mit rund tausend Umdrehungen pro Minute die Scheibe entlang rotieren. Durch die hohe Geschwindigkeit kann das Auge die Projektoren nicht wahrnehmen, die roten, grünen und blauen Leuchtdioden erzeugen jedoch beliebige zusammenhängende farbige Bilder. Der Zylinder wird so zum 1,2 Quadratmeter grossen Panoramabildschirm mit einer Auflösung von 160 mal 512 Pixeln.
Erste Erfahrungen werden in Kinos gesammelt
Ähnlich wie das E-Board werden die Säulen von einer Zentrale aus mit Inhalten gespeist. Diese betreibt die Firma Artware-Network GmbH, die so eine ständige Betriebskontrolle sowie eine rasche Anpassung der Inhalte garantieren will. In weiterer Analogie zum E-Board sollen sich die Rundbildschirme nicht ausschliesslich auf Werbebotschaften konzentrieren. «Das Medium soll Werbung mit tagesaktuellen Informationen kombinieren», betont Marcel Meester, Geschäftsführer von Artware-Network, «so können wir ständig einen attraktiven Blickfang bieten.»
Die zentrale Steuerung ermöglicht den Einsatz der elektronischen Säulen auch zur Mitarbeiter- oder Besucherinformation in Firmen. Während in Deutschland schon rund 80 Einheiten in Betrieb sind, hat hier zu Lande die erste Säule erst Ende Januar ihren Standort gefunden: Im Maxx Kinocenter in Emmenbrücke LU.
In Zusammenarbeit mit der Kinovermarkterin RMB sollen ab Mitte März weitere Kinos der deutschen Schweiz mit Artware Litefast bestückt werden. Rund 10 Standorte sind vorläufig in Multiplexkinos geplant. Jean-Claude Bruhin, Chief Communication Officer bei RMB, sieht Litefast gerade für Kinos als Medium mit Mehrwert: «Für die Kinobetreiber bieten die Säulen einen guten Service, da sie zum Beispiel auch Vorankündigungen auf Filme aufschalten können.» In deutschen Kinofoyers, die gemäss Bruhin stärker als in der Schweiz als Kommunikationsarena genutzt werden, sind bereits über 40 Exemplare im Einsatz.
Neben elektronisch erzeugten Bildern und Animationen bieten die Säulen traditionelle Werbeflächen an: Der Schaft kann ober- und unterhalb der Projektionsfläche mit hinterleuchteten Plakaten bestückt werden, und der Bildschirm selbst dient nicht nur als Projektionsfläche, sondern gleichzeitig auch als Vitrine.

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