Fünf-Sterne-Top-Kongress
Von Beat Fritsch
Von Beat FritschWer zu einem Kongress nach St.Moritz reist, wie es die Schweizer Verleger und ihnen zugewandte Orte letzte Woche taten, konnte zu wichtigen Einsichten gelangen. Die Rede ist hier allerdings nicht vom Primat der Vermeidung des Kampagnenjournalismus, das der Leipziger Uni-Professor Michael Haller anhand der Affäre Borer predigte. Gemeint sind auch nicht die unternehmerischen Ratschläge eines Dieter Stolte, Kostenreduktionen und Redaktionszusammenlegungen betreffend. Und auch nicht um die Verbesserungswürdigkeit des Fifa-Kommunikationskonzepts anlässlich der «Tschau-Sepp-Schlammschlacht» geht es, die Joseph S. Blatter etwas spät, aber immerhin Asche auf sein Haupt streuend, vor versammelter Verlegerschaft zugab. Vielmehr waren es Erkenntnisse, von denen in den Referaten nicht direkt die Rede war.Erstens: Höhenluft macht, entgegen einem weit verbreiteten Irrglauben, keineswegs müde – man braucht im Gegenteil viel weniger Schlaf als zu Hause! Die in der bis frühmorgens geöffneten Hotelbar gemachten Beobachtungen bekräftigten diese These vollumfänglich.
Zweitens: Höhenluft härtet ab – man verträgt einiges mehr an Hochprozentigem als üblich. Allerdings benötigt man auch eine in Relation zu den Höhenmetern proportional erhöhte Dosis Alka-Seltzer! Dank diverser freiwilliger Selbstversuche von Kongressteilnehmern liess sich auch diese Vermutung erhärten.
Drittens: Nur weil einer in der Höhenluft das Alphorn bläst, ist er deswegen noch lange kein echter Bergler aus den Bergen. Hanspeter Danusers Alphorntrio bewies dies am Donnerstagabend auf der Corviglia. Besetzung des Trios: ein Kurdirektor, zwei Unterländer.
Viertens: Höhenluft ist dünner als Stadtluft – es empfiehlt sich daher, sämtliche mitgebrachten Tuben und Fläschchen mit Schönheitswässerchen, Zahnpasta und anderem, sobald in den Bergen angekommen, umgehend und vorsichtig zu entlüften. Sonst spritzt beim Öffnen der Tube in der abendlichen Hektik die Schuhcreme quer durchs Zimmer direkt aufs frisch gebügelte Smokinghemd (diese Weisheit ist einer Versuchsanordnung des Shortlistautors zu verdanken). Wobei die dadurch beinahe entstandene Unpässlichkeit dank des Topservice im «Suvretta House» umgehend behoben wurde.
Auch in weiteren Belangen erwies sich die Fünfsterneresidenz als exzellent gewählter Tagungsort. Einer der schönsten Kongresse sei es gewesen, lautete das Verdikt der Teilnehmer. Für Schweizer-Presse-Präsident Hans Heinrich Coninx kamen mit dem Aufenthalt im «Suvretta» auch persönliche Erinnerungen auf. Er wurde vor genau zehn Jahren an eben diesem Ort zum Verbandsvorsitzenden gewählt. Neben den Kongressreferaten habe es damals noch ein Damenprogramm gegeben, erinnerte sich schmunzelnd der Tamedia-VR-Präsident. Glücklicherweise gehörten aber heute Kurse in Klöppeln, Stricken und Kräuterkunde der Vergangenheit an, führte er in seiner Tischrede anlässlich der Publisher’s Night vom Freitagabend aus – was nicht nur von den anwesenden Damen mit Lachern und viel Applaus quittiert wurde.
Auch sonst pflegte man den fröhlichen Umgang. Ernste Gesichter gabs lediglich ob der allgemeinen Standortbestimmungen der Branche während der Vorträge. Möglich auch, dass dabei der eine oder andere den Kurszerfall seines persönlichen Aktienportefeuilles seit dem letzten Kongress vor Augen hatte. Schnell wurden aber solcherlei Gedanken angesichts des St.Moritzer Panoramas und des «Suvretta»-Ambiente aus den Köpfen verdrängt. Denn wer so gediegen tagen und tafeln kann, dem kann es so schlecht auch nicht gehen!
Beat Fritsch
Zweitens: Höhenluft härtet ab – man verträgt einiges mehr an Hochprozentigem als üblich. Allerdings benötigt man auch eine in Relation zu den Höhenmetern proportional erhöhte Dosis Alka-Seltzer! Dank diverser freiwilliger Selbstversuche von Kongressteilnehmern liess sich auch diese Vermutung erhärten.
Drittens: Nur weil einer in der Höhenluft das Alphorn bläst, ist er deswegen noch lange kein echter Bergler aus den Bergen. Hanspeter Danusers Alphorntrio bewies dies am Donnerstagabend auf der Corviglia. Besetzung des Trios: ein Kurdirektor, zwei Unterländer.
Viertens: Höhenluft ist dünner als Stadtluft – es empfiehlt sich daher, sämtliche mitgebrachten Tuben und Fläschchen mit Schönheitswässerchen, Zahnpasta und anderem, sobald in den Bergen angekommen, umgehend und vorsichtig zu entlüften. Sonst spritzt beim Öffnen der Tube in der abendlichen Hektik die Schuhcreme quer durchs Zimmer direkt aufs frisch gebügelte Smokinghemd (diese Weisheit ist einer Versuchsanordnung des Shortlistautors zu verdanken). Wobei die dadurch beinahe entstandene Unpässlichkeit dank des Topservice im «Suvretta House» umgehend behoben wurde.
Auch in weiteren Belangen erwies sich die Fünfsterneresidenz als exzellent gewählter Tagungsort. Einer der schönsten Kongresse sei es gewesen, lautete das Verdikt der Teilnehmer. Für Schweizer-Presse-Präsident Hans Heinrich Coninx kamen mit dem Aufenthalt im «Suvretta» auch persönliche Erinnerungen auf. Er wurde vor genau zehn Jahren an eben diesem Ort zum Verbandsvorsitzenden gewählt. Neben den Kongressreferaten habe es damals noch ein Damenprogramm gegeben, erinnerte sich schmunzelnd der Tamedia-VR-Präsident. Glücklicherweise gehörten aber heute Kurse in Klöppeln, Stricken und Kräuterkunde der Vergangenheit an, führte er in seiner Tischrede anlässlich der Publisher’s Night vom Freitagabend aus – was nicht nur von den anwesenden Damen mit Lachern und viel Applaus quittiert wurde.
Auch sonst pflegte man den fröhlichen Umgang. Ernste Gesichter gabs lediglich ob der allgemeinen Standortbestimmungen der Branche während der Vorträge. Möglich auch, dass dabei der eine oder andere den Kurszerfall seines persönlichen Aktienportefeuilles seit dem letzten Kongress vor Augen hatte. Schnell wurden aber solcherlei Gedanken angesichts des St.Moritzer Panoramas und des «Suvretta»-Ambiente aus den Köpfen verdrängt. Denn wer so gediegen tagen und tafeln kann, dem kann es so schlecht auch nicht gehen!
Beat Fritsch
bewegte sich letzte Woche in Richtung «Top of the Media World», wie das Motto des Jahreskongresses des Verbands Schweizer Presse in Anlehnung an den Slogan des Veranstaltungsortes St.Moritz lautete. Wie gewohnt, gab sich an der Tagung alles, was in der Verlagsszene Rang und Namen hat, ein Stelldichein.
Wer sich sonst in der Kommunikationsbranche trifft, orten wir, wenn eine Werberparty steigt. Haben Sie jetzt schon etwas Spannenderes zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tastatur (info@werbewoche .ch). Für Veranstaltungstipps wie auch weitere Shortlistbilder: www.werbewoche.ch
