Franchise: Ein Markt mit Wachtum als Chance für die KMU
FRANCHISING Eine am 17. Februar vom Schweizer Franchise Verband und dem Schweizerischen Gewerbeverband sgv vorgestellte Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz zeigt viel Potenzial und Wachstum des Franchisings auf.

Projektleiterin Vera Keller präsentiert die Franchise-Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz. Neben ihr Reto Zumbühl, Präsident des Schweizer Franchise Verbandes SFV (links) und Dr. Christoph Wildhaber, SFV-Geschäftsführer (Mitte). Bild: Gewerbeverband/Schweizerische GewerbezeitungFranchising ist ein vielversprechender Weg ins Unternehmertum. Bestehende Unternehmen finden im Franchising häufig eine strategisch erfolgreiche Entwicklungsmöglichkeit. Eine heute in Bern vorge-stellt Studie zeigt auf, dass Franchising in der Schweiz stark am Wachsen ist. 86.7% der Franchise-Anbieter bauen ihr System aus. 74.1% gehen von einem künftig anhaltenden Wachstum aus.Die Marktbedingungen für Franchising in der Schweiz sind gut. Die Franchise-Geber könnten noch mehr Lizenznehmer integrieren und suchen Partner.Ein Franchisenehmender könne in gesättigten Märkten besser bestehen als ein Unternehmer, der alleine wirtschaftet, sagt Reto Zumbühl, Präsident des Schweizer Franchise Verbands: «Franchising kann so die Lage für kleinere und mittlere Betriebe, die durch Wettbewerbs- und Kostendruck in Be-drängnis geraten, durch Anschluss an ein bestehendes System verbessern.» Verkauf, Marketing oder Produkteplatzierung seien in einem Franchisesystem erprobt und etabliert. Diese Marktmacht, kombi-niert mit der Marktnähe und der lokalen und regionalen Verankerung der Lizenznehmer, sei die Stärke des Franchisings, so Zumbühl.«Ein Franchise-Modell ist eine Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, die in dieser eine Synergie finden, die beide Seiten unterstützt», sagt Hans-Ulrich Bigler, Direktor des Schweizerischen Gewerbe-verbands sgv. Es ist sehr wichtig, dass die Politik diese Synergien nicht durch immer mehr und immer neue unnötige Regulierungen wieder zunichte mache. «Es ist eine Sache zwischen den Unternehmen, die sich einigen müssen. Wenn hier die Politik zu stark reguliert, kann das gesunde Gleichgewicht in einem Franchisemodell rasch gekippt werden.»
