Edelweiss heisst die Basler Braut
BaZ stieg bei Basilisk aus und will bei Edelweiss einsteigen
BaZ stieg bei Basilisk aus und will bei Edelweiss einsteigenDas Baselbieter Radio Edelweiss hat im Geschäftsjahr 2001 die Umsatzgrenze von drei Millionen Franken überschritten. Damit schreibt der Sender zum ersten Mal seit dem Beinahe-Konkurs vor sechs Jahren schwarze Zahlen. Im gleichen Zeitraum hat Edelweiss, das zum Pool 2000 gehört, seine Hörerzahlen verdoppeln können. Auch das laufende Jahr hat gemäss VR-Präsident Bernhard Burgener gut angefangen: Bei einem Umsatz von 800000 Franken bleibt der Sender weiterhin im Plus.Dadurch mutiert das ehemalige Mauerblümchen nun plötzlich zur begehrten Braut. Einer der Freier ist die Basler Mediengruppe (BM), die gemäss CEO Beat Meyer bei Edelweiss einsteigen möchte. Burgener ist dem nicht abgeneigt. Derzeit würden viele um die Hand von Edelweiss anhalten, aber «ich würde eine Basler Lösung favorisieren», sagt er. Meyer seinerseits betont, dass sich die BM nicht wegen der neuerdings schwarzen Zahlen für Edelweiss interessiere, sondern weil ein Einstieg für die BM und ihre Multimediastrategie die einzige Möglichkeit darstelle, weiterhin im Radiobereich tätig zu sein, nachdem sie sich kürzlich vom andern Basler Sender, von Radio Basilisk, getrennt hatte.
Die BM war direkt und indirekt über die Treuhandfirma Itag ihres VR-Vize-Präsidenten Fritz Schuhmacher zu insgesamt 40 Prozent an der LH-Holding der Basilisk-Gründer Hans-Ruedi Ledermann und Christian Heeb beteiligt. «Diese Beteiligung war ein krasser Fehlentscheid», kommentiert Heeb heute unumwunden. Auch Meyer spricht von «unerfüllten gegenseitigen Erwartungen» und von «Menschen, die nicht zusammenpassten». Darum haben Heeb und Ledermann die BM- und Itag-Anteile vor
14 Tagen wieder zurückgekauft.
Letztes Wochenende behauptete die SonntagsZeitung nun, dass die Tamedia bei Basilisk einsteigen wolle und mit Ledermann und Heeb Gespräche führe. Heeb bezeichnete den Artikel auf Anfrage jedoch als «absolute Nullmeldung». Gespräche mit der Radio-24-Besitzerin Tamedia würden zwar geführt, etwa wegen neuer Pools. «Aber wir verhandeln nicht über eine Beteiligung der Tamedia», sagt Heeb. Tamedia-Sprecher Peter Hartmeier seinerseits bekräftigte, dass es mit den Basilisk-Gründern «Gespräche» gebe. Worum sich diese drehen, liess er aber genussvoll offen.
Markus Knöpfli
Die BM war direkt und indirekt über die Treuhandfirma Itag ihres VR-Vize-Präsidenten Fritz Schuhmacher zu insgesamt 40 Prozent an der LH-Holding der Basilisk-Gründer Hans-Ruedi Ledermann und Christian Heeb beteiligt. «Diese Beteiligung war ein krasser Fehlentscheid», kommentiert Heeb heute unumwunden. Auch Meyer spricht von «unerfüllten gegenseitigen Erwartungen» und von «Menschen, die nicht zusammenpassten». Darum haben Heeb und Ledermann die BM- und Itag-Anteile vor
14 Tagen wieder zurückgekauft.
Letztes Wochenende behauptete die SonntagsZeitung nun, dass die Tamedia bei Basilisk einsteigen wolle und mit Ledermann und Heeb Gespräche führe. Heeb bezeichnete den Artikel auf Anfrage jedoch als «absolute Nullmeldung». Gespräche mit der Radio-24-Besitzerin Tamedia würden zwar geführt, etwa wegen neuer Pools. «Aber wir verhandeln nicht über eine Beteiligung der Tamedia», sagt Heeb. Tamedia-Sprecher Peter Hartmeier seinerseits bekräftigte, dass es mit den Basilisk-Gründern «Gespräche» gebe. Worum sich diese drehen, liess er aber genussvoll offen.
Markus Knöpfli
