Der Skeptiker sind viele

Die GKB will mit Jung von Matt die Online-Berührungsängste ihrer Kunden abbauen

Die GKB will mit Jung von Matt die Online-Berührungsängste ihrer Kunden abbauenHeadlines wie «Hier entsteht eine neue Bank» teaserten 1999 im ganzen Kanton Graubünden die Neueinführung des Internetbankings bei der Graubündner Kantonalbank (GKB). Die von der damaligen Agentur Honegger von Matt konzipierten Plakate warben an UBS-Filialen oder Garagenhäuschen für die neue orts- und zeitunabhängige Dienstleistung. Heute macht das Onlinebanking gut ein Drittel des Zahlungsvolumens aus, gesamthaft wird der Service aber erst von knapp 10 Prozent aller GKB-Kunden genutzt – in absoluten Zahlen sind das rund 15000 User. Viele wissen zwar, dass das Onlinebanking existiert, einer Nutzung stehen sie aber zum Teil mit grosser Skepsis gegenüber. Diese Hemmschwellen soll nun die Hausagentur Jung von Matt/Limmat mit einer erneuten Teaserkampagne abbauen.
Jede technische Neuerung stösst zuerst auf Widerstand, sagte sich das Zürcher Kreativteam um CD Alexander Jaggy und visualisierte gleich vier Beispiele. So sehen sich die Bündner Kantonsbewohner seit zwei Wochen mit Zeitgenossen im Look der Achtziger- und Neunzigerjahre konfrontiert, die von Plakaten herab behaupten, weder CD noch Snowboard oder Tempo 50 würden sich je durchsetzen. Und schon gar nicht das Handy. Die Headline der Auflösung «Internet-Banking auch nicht.» entlarvt augenzwinkernd jeden Onlinebanking-Skeptiker als Menschen von vorgestern. Keine Überzeugungsarbeit hingegen war von Agenturseite nötig, um den für eine Bank eher unüblichen Kampagnentenor umzusetzen. Schliesslich wurde schon bei der Einführung vor drei Jahren auf Humor gesetzt – mit Erfolg. Simone Keller

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