Daten keineswegs in Reichweite
Radiocontrol Noch immer sind Daten gesperrt. Dies nährt die Forderung nach einer Forschungsstiftung.
Radiocontrol Noch immer sind Daten gesperrt. Dies nährt die Forderung nach einer Forschungsstiftung.
Die Radiocontrol-Daten der Radios Grischa und Fréquence Jura (FJ) sind noch immer unter Verschluss. Weder die SRG noch der SRG-Forschungsdienst (FD) nennen einen Termin für die Freigabe.Anfang Jahr waren alle RC-Daten wegen eines Gewichtungsfehlers gesperrt worden. Während die Daten der andern Radios Mitte Mai freigegeben wurden, behielt SRG-Generaldirektor Armin Walpen die Sperre für Grischa und FJ aufrecht, weil diese bis zu 30 Prozent weniger Hörer aufwiesen.
Der wohl statutenwidrige Eingriff in die Forschung löste bei den Privatradios Empörung aus (siehe WW 19/04). Diese wird mit der andauernden Sperre genährt, denn genaue Verzögerungsgründe sind nicht in Erfahrung zu bringen.
Nun machen Gerüchte die Runde. So etwa, dass jetzt die (Lokal-)Radio-Nutzung durch ausländische Touristen untersucht werde. Diese sind nicht im RC-Panel drin. Da sie aber mancherorts die Einwohnerzahlen vorübergehend um 100 Prozent ansteigen lassen und einige wohl auch (Lokal-) Radio hören, dürften sie die Reichweite einiger Sender heben.
Dieser Sachverhalt bestand auch schon zur Zeit der Medienstudie. «Wir haben schon vor etwa zehn Jahren darauf hingewiesen, damals ging man aber nicht darauf ein», sagt etwa Martin Muerner, Sendeleiter von Radio BeO. Ohnehin stellt sich die Frage, ob mit dem Tourismus-Ansatz der Hörerverlust geklärt werden kann – oder ob der Verlust derzeit unerklärbar ist, aber mit touristischen Hörern kompensiert werden soll.
Das Unbehagen gegenüber der SRG wächst, und die Forderung nach einer Auslagerung der Radio- und TV-Forschung aus der SRG wird lauter. Am 22. Juni bekräftigte der Vorstand des Verbands Schweizer Privatradios einstimmig, dass er die vom Nationalrat beschlossene Forschungsstiftung weiter unterstützt.
Markus Knöpfli
Die Radiocontrol-Daten der Radios Grischa und Fréquence Jura (FJ) sind noch immer unter Verschluss. Weder die SRG noch der SRG-Forschungsdienst (FD) nennen einen Termin für die Freigabe.Anfang Jahr waren alle RC-Daten wegen eines Gewichtungsfehlers gesperrt worden. Während die Daten der andern Radios Mitte Mai freigegeben wurden, behielt SRG-Generaldirektor Armin Walpen die Sperre für Grischa und FJ aufrecht, weil diese bis zu 30 Prozent weniger Hörer aufwiesen.
Der wohl statutenwidrige Eingriff in die Forschung löste bei den Privatradios Empörung aus (siehe WW 19/04). Diese wird mit der andauernden Sperre genährt, denn genaue Verzögerungsgründe sind nicht in Erfahrung zu bringen.
Nun machen Gerüchte die Runde. So etwa, dass jetzt die (Lokal-)Radio-Nutzung durch ausländische Touristen untersucht werde. Diese sind nicht im RC-Panel drin. Da sie aber mancherorts die Einwohnerzahlen vorübergehend um 100 Prozent ansteigen lassen und einige wohl auch (Lokal-) Radio hören, dürften sie die Reichweite einiger Sender heben.
Dieser Sachverhalt bestand auch schon zur Zeit der Medienstudie. «Wir haben schon vor etwa zehn Jahren darauf hingewiesen, damals ging man aber nicht darauf ein», sagt etwa Martin Muerner, Sendeleiter von Radio BeO. Ohnehin stellt sich die Frage, ob mit dem Tourismus-Ansatz der Hörerverlust geklärt werden kann – oder ob der Verlust derzeit unerklärbar ist, aber mit touristischen Hörern kompensiert werden soll.
Das Unbehagen gegenüber der SRG wächst, und die Forderung nach einer Auslagerung der Radio- und TV-Forschung aus der SRG wird lauter. Am 22. Juni bekräftigte der Vorstand des Verbands Schweizer Privatradios einstimmig, dass er die vom Nationalrat beschlossene Forschungsstiftung weiter unterstützt.
Markus Knöpfli
