Conelli Forecast ASWards
Vor allem Jungwerberinnen und -werber erwarten jeweils gespannt die Forecast-Awards-Verleihung, die letzte Woche im Club Q im Zürcher Westend ausgetragen wurde.
Vor allem Jungwerberinnen und -werber erwarten jeweils gespannt die Forecast-Awards-Verleihung, die letzte Woche im Club Q im Zürcher Westend ausgetragen wurde.Von Beat Fritsch Es gibt keinen anderen Anlass, für den sich der Nachwuchs so fein herausputzt. Mal abgesehen von Yves Spink, stadtbekannter Partyhengst und FFF-Producer, und genau genommen nicht mehr dem Nachwuchs zuzurechnen. Er kommentierte lapidar: «Stars können doch anziehen, was sie wollen.» Seit es die Awards gibt, wurde er zwar ständig nominiert, aber noch nie gewählt. Vielleicht wird ihm dereinst ein «Lifetime Achievement Award» überreicht.
Zufrieden mit der Show war Forecast-Chef Andi Hess. Der Anlass ging ohne grössere Pannen über die Bühne. Zudem bewies Hess bei der Auswahl der Programmpunkte eine gute Nase. Sämtliche Acts und Performances kamen gut an.
Noch beliebter als die Shows war allerdings die VIP-Lounge, in der sich nur speziell geladene Gäste tummeln durften und die Getränke fast die ganze Nacht durch gratis waren. Während im Club ein unglaubliches Gedränge herrschte, gabs hier genügend Platz. Viele Lounge-Gäste gingen deshalb, erst in den frühen Morgenstunden für den wohlverdienten Wochenendschlaf nach Hause.
Bereits einige Tage zuvor luden die Conelli-Zirkusdirektoren Herbi Lips und Conny Gasser zur feierlichen Premiere auf dem Zürcher Bauschänzli. Die Gala ist ein Promiereignis von geradezu unschweizerischem Format. Neben viel Wirtschafts- und ganz viel Cervelatprominenz fanden heuer auch sieben amtierende Stadträte den Weg ins Zirkuszelt; wen wunderts, nächstes Jahr sind Wahlen. Die Premiere war keine schlechte Gelegenheit, den Damen und Herren Politikern aufs Maul zu schauen. Im Zirkus lässt sich das Niveau sehr leicht daran erkennen, bei welchen Pointen von Ulk- und Klamauknummern geschmunzelt, gelacht oder gebrüllt wird. Dabei rief uns die illustre Gästeliste noch ein Bonmot in Erinnerung: «Was ist der Unterschied zwischen Verwaltungsräten, Politikern und den Clowns im Zirkus Conelli? – Die Clowns kann man auch heute noch ernst nehmen.»
Radio-Z-Marketingleiter und GL-Mitglied Mike Gut outete sich als Artist mit Clownpotenzial. Neben Busenwunder Monika Kaelin und einem weiteren Gast machte er in der Manege eine hervorragende Figur, als er von Bauchredner Nicolodi nach vorne geholt wurde. Während die drei Gäste auf Zeichen hin ihren Mund bewegen mussten, ohne wirklich zu sprechen – bravo, Monika K.! –, legte ihnen der Bauchredner allerlei Unflätigkeiten in den Mund. Mike Gut intonierte zuletzt gar mit der für einen Bauchredner typischen Krächzstimme «La Cucaracha», was für Riesengelächter sorgte.
Ebenso sehenswert ist die Premiere jeweils, weil nur Top-Promis in den ersten Reihen sitzen. Und dort des Öfteren nass werden, wenn Clowns die Manege betreten. Ziemlich hart getroffen hats dieses Jahr Hans Heinrich Coninx und Ehefrau Christine Gerber. Zuerst spritzte Clown Gaston («Mir isch gliich») die beiden mit Wasser voll, dann wurden sie von Komiker Jan van Dyke aufs Korn genommen. Dass Coninx – sein Finger war nach einer Operation eingegipst – nicht klatschen konnte, wurde vom Entertainer wohl missverstanden. Dabei hat der Tamedia-Boss das Programm sichtlich genossen und viel gelacht. Vielleicht auch, weil an diesem Abend bereits eine grosse Bürde weniger auf seinen Schultern lastete. Die Premiere fand einen Tag vor der TV-3-Pressekonferenz statt, an der Tamedia die Schliessung ihrer Geldvernichtungsmaschine bekannt gab. Und Coninx, wohl ahnend, dass dies dem Kurs seiner Aktien nur zuträglich sein könne, fühlte sich bereits wieder als Winner.
Fazit der Conelli-Premiere: Hingehen und hinsehen! Das beste und fantasievollste Programm seit langem. Es wäre gar nicht verwunderlich, würde nächstes Jahr das eine oder andere Manegen-Sujet von einem findigen Werber in einer Kampagne umgesetzt. Mein Favorit wäre die Hundenummer.
Ein weiterer Werberevent der letzten Woche war die traditionelle ASW-Jahresgala im Restaurant Pavillon in Baden. Im Gegensatz zu den anderen Veranstaltungen wurde hier auf jeglichen Zirkus verzichtet, damit mehr Raum für Begegnungen und intensive Gespräche vorhanden sei. Den passenden kulinarischen Rahmen formte ein reichhaltiges Buffet mit Köstlichkeiten aus fast aller Welt. Die kulinarische Entdeckungsreise führte von Asien über Indien und Italien bis nach Mexiko. Dabei gab es allerlei angeregte Diskussionen unter den Weltküche-Globetrottern. Der indische Gurkensalat unterhielt sich mit der mexikanischen Fischsuppe, die Spinatgnocchis tauschten Neuigkeiten mit diversen Tortillas aus.
Die Showblocks wurden von niemandem vermisst. Endlich wieder einmal ohne Unterbrechung Zeit für Gedankenaustausch und angeregte Diskussionen zu haben, das wurde allseits begrüsst und intensiv wahrgenommen. Eine kurze Reiseunterbrechung gab es dann aber doch: Mit Pablo Erat, Inhaber der Arboner Agentur Erat Design Group, konnten die Gäste ein Neumitglied der ASW begrüssen. Ovationen gingen auch an Ursula und Peter Grob. Beide engagierten sich in ihrer langen Werberkarriere stets für die Branche, meist ehrenamtlich notabene. Sei es am Sawi, in Kommissionen, im ASW-Vorstand oder als aktive Mitglieder der Idée-VfW. Seit Anfang November nun leiten Ursula und Peter Grob die ASW-Geschäftsstelle. Und last but not least galt es deshalb auch, die Arbeit des bisherigen Geschäftsführers Karl Heinrich von Grote mit viel Applaus zu verdanken.
Beat Fritsch
Zufrieden mit der Show war Forecast-Chef Andi Hess. Der Anlass ging ohne grössere Pannen über die Bühne. Zudem bewies Hess bei der Auswahl der Programmpunkte eine gute Nase. Sämtliche Acts und Performances kamen gut an.
Noch beliebter als die Shows war allerdings die VIP-Lounge, in der sich nur speziell geladene Gäste tummeln durften und die Getränke fast die ganze Nacht durch gratis waren. Während im Club ein unglaubliches Gedränge herrschte, gabs hier genügend Platz. Viele Lounge-Gäste gingen deshalb, erst in den frühen Morgenstunden für den wohlverdienten Wochenendschlaf nach Hause.
Bereits einige Tage zuvor luden die Conelli-Zirkusdirektoren Herbi Lips und Conny Gasser zur feierlichen Premiere auf dem Zürcher Bauschänzli. Die Gala ist ein Promiereignis von geradezu unschweizerischem Format. Neben viel Wirtschafts- und ganz viel Cervelatprominenz fanden heuer auch sieben amtierende Stadträte den Weg ins Zirkuszelt; wen wunderts, nächstes Jahr sind Wahlen. Die Premiere war keine schlechte Gelegenheit, den Damen und Herren Politikern aufs Maul zu schauen. Im Zirkus lässt sich das Niveau sehr leicht daran erkennen, bei welchen Pointen von Ulk- und Klamauknummern geschmunzelt, gelacht oder gebrüllt wird. Dabei rief uns die illustre Gästeliste noch ein Bonmot in Erinnerung: «Was ist der Unterschied zwischen Verwaltungsräten, Politikern und den Clowns im Zirkus Conelli? – Die Clowns kann man auch heute noch ernst nehmen.»
Radio-Z-Marketingleiter und GL-Mitglied Mike Gut outete sich als Artist mit Clownpotenzial. Neben Busenwunder Monika Kaelin und einem weiteren Gast machte er in der Manege eine hervorragende Figur, als er von Bauchredner Nicolodi nach vorne geholt wurde. Während die drei Gäste auf Zeichen hin ihren Mund bewegen mussten, ohne wirklich zu sprechen – bravo, Monika K.! –, legte ihnen der Bauchredner allerlei Unflätigkeiten in den Mund. Mike Gut intonierte zuletzt gar mit der für einen Bauchredner typischen Krächzstimme «La Cucaracha», was für Riesengelächter sorgte.
Ebenso sehenswert ist die Premiere jeweils, weil nur Top-Promis in den ersten Reihen sitzen. Und dort des Öfteren nass werden, wenn Clowns die Manege betreten. Ziemlich hart getroffen hats dieses Jahr Hans Heinrich Coninx und Ehefrau Christine Gerber. Zuerst spritzte Clown Gaston («Mir isch gliich») die beiden mit Wasser voll, dann wurden sie von Komiker Jan van Dyke aufs Korn genommen. Dass Coninx – sein Finger war nach einer Operation eingegipst – nicht klatschen konnte, wurde vom Entertainer wohl missverstanden. Dabei hat der Tamedia-Boss das Programm sichtlich genossen und viel gelacht. Vielleicht auch, weil an diesem Abend bereits eine grosse Bürde weniger auf seinen Schultern lastete. Die Premiere fand einen Tag vor der TV-3-Pressekonferenz statt, an der Tamedia die Schliessung ihrer Geldvernichtungsmaschine bekannt gab. Und Coninx, wohl ahnend, dass dies dem Kurs seiner Aktien nur zuträglich sein könne, fühlte sich bereits wieder als Winner.
Fazit der Conelli-Premiere: Hingehen und hinsehen! Das beste und fantasievollste Programm seit langem. Es wäre gar nicht verwunderlich, würde nächstes Jahr das eine oder andere Manegen-Sujet von einem findigen Werber in einer Kampagne umgesetzt. Mein Favorit wäre die Hundenummer.
Ein weiterer Werberevent der letzten Woche war die traditionelle ASW-Jahresgala im Restaurant Pavillon in Baden. Im Gegensatz zu den anderen Veranstaltungen wurde hier auf jeglichen Zirkus verzichtet, damit mehr Raum für Begegnungen und intensive Gespräche vorhanden sei. Den passenden kulinarischen Rahmen formte ein reichhaltiges Buffet mit Köstlichkeiten aus fast aller Welt. Die kulinarische Entdeckungsreise führte von Asien über Indien und Italien bis nach Mexiko. Dabei gab es allerlei angeregte Diskussionen unter den Weltküche-Globetrottern. Der indische Gurkensalat unterhielt sich mit der mexikanischen Fischsuppe, die Spinatgnocchis tauschten Neuigkeiten mit diversen Tortillas aus.
Die Showblocks wurden von niemandem vermisst. Endlich wieder einmal ohne Unterbrechung Zeit für Gedankenaustausch und angeregte Diskussionen zu haben, das wurde allseits begrüsst und intensiv wahrgenommen. Eine kurze Reiseunterbrechung gab es dann aber doch: Mit Pablo Erat, Inhaber der Arboner Agentur Erat Design Group, konnten die Gäste ein Neumitglied der ASW begrüssen. Ovationen gingen auch an Ursula und Peter Grob. Beide engagierten sich in ihrer langen Werberkarriere stets für die Branche, meist ehrenamtlich notabene. Sei es am Sawi, in Kommissionen, im ASW-Vorstand oder als aktive Mitglieder der Idée-VfW. Seit Anfang November nun leiten Ursula und Peter Grob die ASW-Geschäftsstelle. Und last but not least galt es deshalb auch, die Arbeit des bisherigen Geschäftsführers Karl Heinrich von Grote mit viel Applaus zu verdanken.
Beat Fritsch
versteckt sich hinter Einladungen zu den Forecast-Awards. Das Ausgehmagazin verlieh zum dritten Mal Preise für besondere Leistungen in der Partyszene. Ebenfalls letzte Woche fand die Premiere des Zirkus Conelli auf dem Zürcher Bauschänzli statt; und last but not least gabs noch die jährliche ASW-Gala.
Wer sonst Feste feiert, Awards verteilt oder in Gala auftritt, wird an den verschiedensten Veranstaltungen der Szene geortet. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten ([email protected]). Veranstaltungstipps wie auch weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.werbewoche.ch
