Clear Channel rekurriert gegen Basler Plakatentscheid

Die Basler Baudirektorin Barbara Schneider hat am 16. Juli entschieden:

Die Basler Baudirektorin Barbara Schneider hat am 16. Juli entschieden:Mit mehrjähriger Verspätung vergab sie die Stadtbasler Plakatkonzession an die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG). Konkurrentin Clear Channel Plakanda (CCP) hat gegen den Entscheid Rekurs eingereicht.Anders als andere Städte vergibt Basel (noch) keine Plakatkonzession für die ganze Stadt, sondern insgesamt deren drei. Zwei davon gingen schon vor einiger Zeit an die APG. Die erste umfasst die Tram- und Buswartehäuschen der Basler Verkehrsbetriebe (BVB). Sie ist über mehrere Verträge mit unterschiedlichen Laufzeiten geregelt. Die zweite gilt für 254 City-Light-Flächen in der ganzen Stadt.
Die Stadt Basel verliert mit dem Rekurs täglich «viel Geld»
Die dritte Konzession – und um die geht es derzeit – bezieht sich auf alle übrigen Plakatstellen. Sie integriert künftig auch die Flächen an den Wartehäuschen, wenn deren Verträge auslaufen. Bei der Ausschreibung dieser Konzession wurde von den Anbietern ein Plakatierungskonzept und eine Preisofferte verlangt.
Beworben haben sich nur APG und CCP. In einem recht ausführlich begründeten Entscheid kam die Basler Jury nun zum Schluss, dass das Plakatierungskonzept der APG «exakter, realistischer und flexibler» sei als jenes der CCP. Zudem sei das preisliche Angebot der APG «vorteilhafter». Das Verdikt der Jury wurde von der Baudirektorin und vom BVB-Direktor vollumfänglich gestützt.
Die CCP hat dagegen aber Rekurs eingereicht. Zu den Gründen wollte sich CCP-CEO Beat Roeschlin nicht äussern und liess lediglich über den Basler Anwalt und LDP-Grossrat Donald Stückelberger ausrichten, CCP sei der Ansicht, «die konzeptionell und finanziell bessere Offerte» eingereicht zu haben.
Somit geht die Basler Plakatsubmission nun in eine weitere Verzögerungsrunde. Bis zu einem Entscheid des Verwaltungsgerichts dauert es mindestens bis Ende Jahr. Danach ist noch ein Weiterzug an das Bundesgericht möglich. Solange kein rechtskräftiger Entscheid vorliegt, wird der bestehende, aber eigentlich schon ausgelaufene Vertrag mit der APG verlängert. Im Basler Baudepartement ärgert man sich darüber. «Dadurch geht uns jeden Tag viel Geld verloren», sagt Departementssekretär Thomas Frauchiger. (mk)

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