Swiss Print Award: Die Einreichung startet

Die Einreichungsfrist für den Swiss Print Award ist gestartet. m&k Werbewoche hat mit dem Viscom-Direktor Beat Kneubühler über die neuen Wege des Preises gesprochen.

Der Swiss Print Award ist die einzige Auszeichnung für in der Schweiz konzipierte und realisierte Druckprojekte – mit oder ohne digitale Anknüpfung. Er wird seit 2013 von einer unabhängigen Fachjury für herausragende Druckarbeiten verliehen. Der Preis wird jeweils in Gold, Silber, Bronze in den Kategorien Printed Matters, Books, Publications und Printed Objects vergeben. Ausserdem gibt es den Peter-Grob-Preis für besondere Leistung in Qualität und Kreativität.

Der Swiss Print Award will primär nicht nur «Schöngedrucktes» auszeichnen. Darüber hinaus geht es um das clever realisierte Druckprodukt, das den Empfänger berührt, überrascht und motiviert. Und im Sinne der AIDA-Formel (Attention, Interest, Desire, Action) zum Handeln animieren kann. Die Award-Übergabe erfolgt dieses Jahr zum ersten Mal im KKL Luzern. Dies im Anschluss an den Branchenevent «Forum Swiss Print + Media Industry». Die Zeremonie beginnt am 27. April 2023 um 17:00.

Arbeiten für den Award können ab jetzt ins Rennen geschickt werden, Deadline ist der 10. März. Weitere Informationen gibt es hier.


m&k Werbewoche hat mit dem Viscom-Direktor Beat Kneubühler über die neuen Wege des Swiss Print Award gesprochen:

m&k Werbewoche: Der Swiss Print Award geht neue Wege. Ende November letzten Jahres hat der Verband viscom p+c den Award übernommen. Was hat viscom bewogen, diesen Schritt zu gehen?

Beat Kneubühler: Der Swiss Print Award ist ein attraktiver und etablierter Preis in der Branche. In der Konzeption des neuen Branchenanlasses war für uns sofort klar, dass sich der Award hier ideal integrieren lässt

Welche Bedeutung hat der Award für die Druckbranche?

Der Swiss Print Award steht für Exzellenz in der Kreativ- und Druckbranche. Er ist immer noch der einzige Preis, der in der Schweiz hergestellte Druckprodukte auszeichnet. Mit dem Swiss Print Award macht die grafische Industrie beste Werbung für sich selbst.

Die Award Verleihung findet nicht wie früher im Papiersaal Zürich statt, sondern im KKL Luzern, warum?

Wir wollen der grafischen Industrie einen spannenden Branchentag bieten, der findet im KKL Luzern statt. Parallel dazu führen wir die jährliche Mitgliederversammlung von viscom/p+c am gleichen Ort vor dem Branchenanlass durch. Die Verleihung des Swiss Print Award rundet den Tag ideal ab, deshalb war es nur konsequent, diese Veranstaltung ebenfalls ins KKL zu verlegen.

Der Branchenanlass Power pur «Forum Swiss Print + Media» Industry findet im Vorfeld der Award Vergabe statt. Was dürfen die Besucher:innen des Anlasses von diesem Tag im KKL erwarten?

Der Nachmittag steht unter dem Motto «Mut zur Veränderung – Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft». Man darf sich auf ein kurzweiliges Programm mit spannenden Referenten und attraktiven Themen freuen.

Wie empfinden Sie als Verbandsdirektor die Untergangsstimmung, die teilweise dem Print und den Erzeugnissen des Prints nachgesagt wird?

Print ist ein sehr emotionales, nachhaltiges Medium mit diversen Alleinstellungsmerkmalen als Kommunikationskanal. Teilweise ist der wirtschaftliche Druck auf Printbuyer relativ gross. Ich habe kein Problem damit, wenn jemand aus Kostengründen nicht druckt. Schwierig finde ich, wenn Auftraggeber mit Nachhaltigkeitsgründen argumentiert und darum auf elektronische Kanäle wechseln. Das ist Greenwashing.

Warum lohnt es sich als Druckerei, in einer der vier Kategorien «Printed Matters», «Printed Objects», «Books» und «Publications» Projekte einzureichen?

Weil es in allen Kategorien eine «ehrliche Sache» ist. Es geht nicht nur um das Zelebrieren von schönen Druckprodukten, sondern das Aufzeigen von Möglichkeiten der Printkommunikation. Wir haben eine erfahrene und unabhängig agierende Jury, die Qualität und Originalität vor Quantität und «Vetternwirtschaft» stellt. Diese Punkte waren für uns bei der Übernahme des Swiss Print Award entscheidend. Wir als Verband sind nur für die Organisation zuständig – die Jury handelt weiterhin völlig eigenständig.

Es wird auch ein Sonderpreis verliehen, der «Peter Grob Preis», wofür wird dieser Preis vergeben?

Wie bis anhin wird der Peter-Grob-Preis an ein grafisches Unternehmen vergeben, welches in seinem Schaffen durch besondere Leistung in Qualität und Kreativität aufgefallen ist. Ob der Preis auch 2023 verliehen wird, können wir aber nicht mit Sicherheit sagen, das ist alleine die Entscheidung der Jury.

 

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