EY Entrepreneur Of The Year 2026: 13 Finalisten aus sechs Kantonen

Dreizehn Unternehmerpersönlichkeiten aus sechs Kantonen treten am 23. Oktober 2026 im Kongresshaus Zürich um den EY Entrepreneur Of The Year 2026 an – darunter Pioniere aus Biotechnologie, KI, Pharma und Familienunternehmen.

Frédéric Tissot, Head EY Entrepreneur Of The Year Switzerland. Quelle: zvg

EY Entrepreneur Of The Year 2026: 13 Finalisten aus sechs Kantonen

Die Finalisten des EY Entrepreneur Of The Year 2026 stehen fest. Eine elfköpfige, unabhängige Jury hat aus 70 Bewerbenden mit 57 Unternehmen dreizehn Unternehmerpersönlichkeiten und neun Unternehmen für das Finale ausgewählt. Die Auszeichnung wird bereits zum 29. Mal in der Schweiz vergeben und gilt als eine der renommiertesten Anerkennungen für unternehmerisches Schaffen im Land.

Die diesjährigen Finalisten stammen aus den Kantonen Genf, Jura, Schwyz, St. Gallen, Tessin und Zürich. Das Tessin stellt mit vier Persönlichkeiten die grösste Gruppe, gefolgt vom Kanton Schwyz mit drei Nominierten. Die Preisverleihung findet am Freitag, 23. Oktober 2026, im Rahmen einer Gala-Veranstaltung im Kongresshaus Zürich statt.

Frédéric Tissot, Head of EY Entrepreneur Of The Year Switzerland, hält fest: «Unternehmertum braucht Mut, Weitblick und Ausdauer. Genau diese Eigenschaften verkörpern die Finalistinnen und Finalisten des EY Entrepreneur Of The Year Switzerland 2026 auf beeindruckende Weise. Sie stehen für Innovationskraft, Verantwortung und nachhaltiges Wachstum und zeigen, welchen wichtigen Beitrag Unternehmerinnen und Unternehmer für die Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft leisten.»

Die Awards werden in drei Kategorien vergeben: «Scale-up Leaders», «Visionary Entrepreneurs» und «Entrepreneurs in Family Business».

Kategorie «Scale-up Leaders»

In der Kategorie «Scale-up Leaders» treten drei Unternehmen an. Daniela Marino führt Cutiss (ZH) im Bereich Biotechnologie und Gesundheitswesen. Das Unternehmen entwickelt mit denovoSkin™ eine personalisierte Gewebetherapie auf Basis lebender menschlicher Haut. Eine eigens entwickelte Automatisierungsplattform soll deren bedarfsgerechte und skalierbare Herstellung ermöglichen – für Patienten nach schweren Verbrennungen oder für rekonstruktive und ästhetische Eingriffe.

Jonas Romer und Christian Stiefel leiten Ofinto (SG) im Bereich Konsumgüter und E-Commerce. Das 2020 gegründete Unternehmen vertreibt ergonomische Büromöbel über ein digitales Direktvertriebsmodell, das laut eigenen Angaben Preisvorteile von bis zu 50 Prozent gegenüber traditionellen Vertriebsmodellen sowie Lieferzeiten von weniger als fünf Tagen ermöglicht. Heute ist Ofinto in fünf europäischen Ländern aktiv und hat mehr als 64’000 Kunden erreicht.

Giuseppe Perale führt Regenera – Spinosave (TI) im Bereich Medizintechnik und Biotechnologie. Das Unternehmen entwickelt mit Spinosave eine patentierte Therapie, bei der körpereigene, aus Fettgewebe gewonnene Stamm- und immunkompetente Zellen in ein biologisch abbaubares Hydrogel eingebettet werden sollen, um die Selbstregeneration von verletztem Rückenmark zu unterstützen.

Kategorie «Visionary Entrepreneurs»

In der Kategorie «Visionary Entrepreneurs» stehen ebenfalls drei Unternehmen im Finale. Yaron Spigel, Guy Jacoel und Luciano Deportu leiten Farmamondo (TI), eine international tätige Pharmagruppe mit Sitz in der Schweiz. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben in mehr als 40 Ländern aktiv, verfügt über 14 Tochtergesellschaften und hat mehr als 50 innovative Therapien in Schwellen- und Wachstumsmärkten kommerzialisiert.

Kai Eberhardt und Manuel Baumann führen Oviva (SZ) im Bereich Digital Health. Das Unternehmen digitalisiert die Behandlung von Adipositas, Diabetes und weiteren chronischen gewichtsbezogenen Erkrankungen und kombiniert dafür digitale Anwendungen, künstliche Intelligenz sowie medizinische und ernährungswissenschaftliche Betreuung. Oviva ist in der Schweiz, Deutschland und Grossbritannien tätig und hat bisher mehr als eine Million Patienten begleitet.

Thomas Taroni leitet Phoeniqs (SZ) im Bereich Technologie und künstliche Intelligenz. Das Unternehmen positioniert sich nach eigenen Angaben als einziger souveräner Anbieter von High-End-KI-Infrastruktur in der Schweiz und bietet vollständig integrierte KI- und Cloud-Umgebungen an, die die Einhaltung strenger Data-Governance-Vorschriften gewährleisten sollen.

Kategorie «Entrepreneurs in Family Business»

Die Kategorie «Entrepreneurs in Family Business» vereint drei Familienunternehmen mit langer Geschichte. Pascal Bourquard Jr führt Biwi (JU), ein familiengeführtes Unternehmen, das seit mehr als 45 Jahren Hochleistungsmaterialien auf Basis von Elastomeren, Verbundwerkstoffen, Carbon und Silikon entwickelt und produziert. Mit mehr als 22 Patenten beliefert Biwi mehr als 300 internationale Marken aus Branchen wie Luxusuhren, Medizintechnik, Motorsport sowie Luft- und Raumfahrt – und stellt unter anderem die Schweizer Identitätskarte her.

Valentin Cerutti leitet Cerutti Toitures (GE), ein Familienunternehmen in dritter Generation mit einer mehr als 100-jährigen Geschichte im Dach- und Gebäudehüllenbau. Das Unternehmen ist in den Bereichen Bedachung, Spenglerei, Abdichtung, Holzbau und Photovoltaik tätig und verbindet traditionelles Handwerk mit technischer Innovation.

Sylvain Roch führt V. Guimet Fils (GE) in siebter Generation weiter. Das 1873 in Genf gegründete Familienunternehmen verfügt über mehr als 150 Jahre Erfahrung in der Wartung, Reinigung und Inspektion von Kanal- und Entwässerungsnetzen sowie in den Bereichen Pumpdienstleistungen und Abwassermanagement.

Ein globales Netzwerk für Unternehmende

Der EY Entrepreneur Of The Year ist nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch ein Netzwerk für Unternehmerpersönlichkeiten. Das globale Programm umfasst heute 60 Programme in mehr als 94 Ländern und Regionen und verbindet weltweit mehr als 50’000 Unternehmerpersönlichkeiten. Die Preisverleihung bildet den Höhepunkt eines ganzjährigen Programms für alle nominierten Unternehmenden.

Die elfköpfige Jury handelt unabhängig und autonom von EY und setzt sich aus Persönlichkeiten der Schweizer Wirtschaft zusammen, darunter frühere Preisträgerinnen und Preisträger wie Daniel Bossard (EY Entrepreneur Of The Year 2023), Thomas Hanan (2017), Jan Lichtenberg (2015) und Franziska Tschudi Sauber (2022). EY Schweiz erhält beim Programm Unterstützung von Julius Bär als Programmpartner sowie von Girard-Perregaux, HDI Global, Swiss und Volvo Cars als Sponsoren.

Weitere Informationen sind unter https://www.eoy.ch verfügbar.

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