Epica Awards startet Experiment mit KI-Juroren

Die Epica Awards starten ein Experiment und führen einen KI-Juroren ein. Die Künstliche Intelligenz soll ihre Meinung zu den kreativen Einreichungen geben.

Zum ersten Mal in über 35 Jahren werde jemand über die Einreichungen mitbestimmen, der kein:e Journalist:in ist, heisst es in einem Communiqué von Donnerstag. Normalerweise dürfen an den Epica Awardsnur Medienschaffende über die Einreichungen bestimmen.

AIJE – kurz für das AI-Jury-Experiment – wird am Rande der diesjährigen Epica Awards durchgeführt, die Ergebnisse werden nicht an die offiziellen Preise angerechnet. Die KI wird ihre Bewertung zu den Einreichungen auf der Grundlage von Text fällen. Die Texte sind Zusammenfassungen der Projekte, welche die Agenturen mit ihren Beiträgen einreichen müssen.

Somit könne die KI nur die Idee per se beurteilen, nicht aber ihre Ausführung. In der ersten Phase wird sich die KI auf Kategorien beschränken, die Technik und digitale Medien umfassen. Sie wird alle Ideen in der jeweiligen Kategorie vergleichen und bewerten. Die Bewertungen der KI werden über mehrere Iterationen hinweg durchgeführt und dann gemittelt, was eine robustere und zuverlässigere Bewertung der Ideen gewährleisten soll.

Die Epica Awards werden die Ergebnisse zusammen mit der offiziellen Liste der Gewinner am 8. Dezember 2023 veröffentlichen.

Nicolas Huvé, Operations Director, stellt klar: «Unser experimenteller KI-Juror ist nicht Teil unserer Hauptjury und wir haben nicht vor, die Journalist:innen zu ersetzen. Aber es wird faszinierend sein zu sehen, ob sich die Ergebnisse ähneln werden.»

Die Epica Awards wurden 1987 gegründet. Es ist der einzige Preis in der Kreativbranche, der von der Presse bewertet wird. Heute setzt sich die Jury aus mehr als 200 Medienschaffenden von Fach- und Publikumszeitschriften in über 60 Ländern zusammen. Einreichungen sind von Anfang Juli bis zum 6. Oktober möglich.

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