Auf Nummer Sicher
Fälschungsschutz Mit Papier, Design, Druck und Veredelung lassen sich Vorkehrungen gegen Lug und Trug treffen.
Fälschungsschutz Mit Papier, Design, Druck und Veredelung lassen sich Vorkehrungen gegen Lug und Trug treffen.In der EU soll der Import an erkennbaren Produktfälschungen zwischen 1998 und 2001 um 900 Prozent zugenommen haben. Im Jahr 2002 beschlagnahmte allein der Schweizer Zoll gefälschte Importware im Wert von 3,5 Millionen Franken. Die Uhrenindustrie im Jurabogen von Genf bis Biel schätzt den Schaden an Produktpiraterie auf jährlich 800 Millionen Franken. Pro Jahr werden Vermögenssachen im Milliardenwert zunichte gemacht. Mittlerweile soll der Anteil der Produktpiraterie im Welthandel bereits bei zehn Prozent liegen, Tendenz steigend.Besonders betroffen sind Erzeugnisse mit hoher Wertschöpfung, z. B. der Musik-, Pharma-, Spirituosen-, Uhren- und Zigarettenindustrie. In einigen Märkten Afrikas und Asiens geht die Weltgesundheitsorganisation WHO von bis zu 80 Prozent gefälschten Arzneimitteln aus. Diese Fälschungen verursachen weltweit pro Jahr Frankenverluste in zweistelliger Milliardenhöhe.
Problematik besteht seit langemDa es den meisten Ländern an rechtlicher Handhabe mangelt, kann man kaum gegen die global operierende Täterschaft vorgehen. Auch Mitteleuropa ist nicht davor gefeit. Man denke nur an gefälschte Tickets für Show und Sport. Schutzmassnahmen vorzukehren, empfiehlt auch Interpol. Die Problematik ist der geschädigten Industrie nicht erst seit heute bekannt, dennoch scheuen viele Betriebe die zusätzlichen Kosten und nehmen stattdessen «lieber» Verluste in Kauf. So scheint es, als würden die Verantwortlichen immer noch auf die 200-prozentige Sicherheitsmassnahme warten. Dabei ist Fälschungsschutz eine permanente Aufgabe. Neue und bessere Elemente helfen, dass das Fälschen von Dokumenten und das Kopieren von Produkten immer schwieriger wird – zumindest zeitweise. Denn auch Fälscher sind lernfähig.
Experten glauben, dass das Sicherheitsverlangen in den nächsten Jahren stark zunehmen wird. Ihrer Ansicht nach sind die weitere Öffnung Europas, die technologische Aufrüstung Asiens und der Ausbau von Transport und Logistik Gründe für die Zunahme von Produktfälschungen. Deshalb würden die Sicherheitselemente in und auf dem Papier an Bedeutung gewinnen. Hierfür sind auch einfache Lösungen gefragt.
Papiere, die Sicherheitselemente in sich tragen, bieten in der Kombination Design, Druck und Veredelung noch mehr Sicherheit. Trotz allem gibt es einen Wermutstropfen: Durch schnellen Personalwechsel besteht die Gefahr, dass nicht nur Know-how in Sachen Sicherheit verloren geht, sondern auch falsch kanalisiert wird. Der Sicherheitsvorsprung wird selten von langer Dauer sein. Umso mehr spielen Beipackzettel und Booklets, Verpackungen und Versiegelungen, Etiketten und Echtheitsprüfungen eine wichtige Rolle. Egal, ob es sich dabei um Drucksachen für Musik oder Medikamente handelt. Eine Voraussetzung dafür sind geeignete Sicherheits- und Spezialpapiere.
Sicherheitselemente im PapierFälschungssicherheit bedeutet vor allem Zusatznutzen, der – trotz Kosten – im Endeffekt oft die günstigere Lösung darstellt.
So können unterschiedliche Sicherheitsansprüche an Griff, Klang, Strapazierfähigkeit etc. bei der Herstellung dieser Papiere durch die Kombination von Baumwolle, Hadern, Zellstoff und anderen Ausgangsmaterialien erfüllt werden.
Zusätze von unsichtbaren chemischen Farbstoffen im so gesicherten Papier, die bei Fälschungsversuchen mit Laugen, Säuren, Lösungs- und Chlorbleichmitteln reagieren und sichtbar werden, erschweren dem Fälscher das Handwerk. Je nach organischem Lösungsmittel (Alkohol, Benzin, Weichmacher etc.) werden punktförmige, rote oder blaue, bei Einwirkung von Chlorbleichmitteln braune, bei Laugen blaugrüne und bei Säuren wiederum rote Flecken sichtbar.
Bereits bei der Papierherstellung kann ein Sicherheitsfaden in verschiedenen Breiten eingebettet werden, entweder aus Metall (opak oder farbig) oder Kunststoff (transparent farbig oder farblos; transparent farbig oder farblos bzw. opak weiss oder farbig). Optional lässt sich der Faden mit Fluoreszenz, Mikrodruck oder mit maschinell lesbaren Zusätzen ausstatten. Melierfasern sind ein weiteres Merkmal von Sicherheitspapieren. Synthetische oder natürliche, sichtbar mit oder ohne fluoreszierende Eigenschaften resp. unsichtbare, unter UV-Licht fluoreszierende Fasern sind im Papier positioniert. So werden Melierfasern in weissem Papier bei Tageslicht entweder unsichtbar, knapp oder völlig sichtbar wahrgenommen, während die Fasern sich unter UV-Licht teils in anderen Farben präsentieren oder sichtbar werden. Mit irisierenden Streifen oder mit Hologramm-Folien beschichtetes Papier (Irisafe bzw. Holosafe von Landqart) hilft dabei, dass Dokumente nicht original getreu kopiert werden können. Eine solche Kopie wird ohne Hilfsmittel für jedermann erkennbar.
Bei einem Sicherheitspapier für personalisierten Datenaufdruck mittels einer Inkjet-Drucktechnologie (Digisafe von Landqart) hat die Verfälschung einiger variabler Daten die Verletzung des übrigen Druckbildes zur Folge.
Obwohl Papierfarbe an sich noch kein Sicherheitsmerkmal ist, wird der Schutz aber durch die Kombination mit geeigneten Druckpastellfarben erhöht. Gegen Fälschungsversuche mit dem Farbkopierer und Scanner stellen Wasserzeichen einen wirkungsvollen Schutz dar.
Eine weitere Massnahme ist ein Reaktionsfarbstoff, der beim Herstellungsprozess beigemischt wird. Mit einem entsprechenden Prüfstift kann die Echtheit des Papiers festgestellt werden. Beim Originaldokument wird dann z. B. eine Blaufärbung sichtbar, beim Falsifikat hingegen nicht. Aber aufgepasst: Unter Umständen wird wegen einer Lackierung oder eines vollflächigen Drucks in dunklen Farben die Prüffarbe dieser Sicherheitsart nicht mehr erkannt.
Beachtenswerte LösungsansätzeUm diese Sachverhalte interessierten Kreisen aufzuzeigen, wurden in der Vergangenheit Fachtagungen von Ziegler Papier (März 2003) sowie vom Grosshändler Sihl + Eika Papier gemeinsam mit dem Produzenten Landqart (November 2004) organisiert. Dort war zu erfahren, dass schon einfache Lösungsansätze ausreichen, um Vorkehrungen gegen betrügerische Machenschaften zu treffen.
Das übliche Kennzeichen der Produkte, ihrer Packungen oder Beilagen reicht in der Regel für den Schutz vor Fälschungen nicht aus. Zusätzliche Markierungen des Bedruckstoffs Papier sind bei gesteigerten Ansprüchen oft unumgänglich. In der Kombination mehrerer Sicherheitsmerkmale, so der Konsens, sind die Möglichkeiten nicht nur beachtenswerter, sondern entstehen in der Regel deutlich höhere Sicherheitseffekte.
Sicherheitsstufen Fotorotar AG in Egg ZH produziert u. a. Drucksachen, die einen Wert haben – ausser Geld. Unterschieden wird zwischen den Sicherheitsstufen «Budget», «de Luxe» und «Kombi».
«Budget»: Mit technisch einfach herzustellenden Sicherheitselementen wird ein preisgünstiger Schutz der Drucksachen erreicht, indem eine Reproduktion z. B. mit Nummerierung, Barcode, Perforation, Stanzen/Rillen, Blindprägung, Linienraster, Antikopierraster, Mikroschrift oder Leuchtfarben erheblich erschwert wird.
«de Luxe»: Diese höhere Sicherheitsstufe setzt Spezialwissen und -geräte voraus, z. B. für Druckprodukte mit Sicherheitsfolien, Hologramm, Diffraktionsfolie, Trustseal (Authentizitätsnachweis, Verschlusssiegel), Irisdruck, unter normalen Lichtverhältnissen unsichtbare UV-Druckfarben oder Guillochen (feinste Linienstrukturen).
«Kombi»: Die Kombination aus «Budget» und «de Luxe» gewährt maximale Sicherheit und verunmöglicht eine Fälschung. (hjl)
Wasserzeichendruck für Kleinauflagen Normalerweise werden Wasserzeichen während der Produktion ins Papier eingebracht. Grössere Mengen und längere Lieferfristen sind die Norm. Wasserzeichen können auch nachträglich aufgedruckt werden – und dies sogar in Kleinauflagen. Möglich wird es mit dem patentierten Inmarque-Watermark-System der AGS Technics AG, Frauenfeld, das aus einem Gerät und einer Flüssigkeit besteht.
Ab 1000 Blatt DIN A4 ist das bereits erschwinglich, lassen sich Dokumente als «Originale» kennzeichnen. Darüber hinaus ist damit ein Schutz vor Fälschung gewährleistet. Das Gerät lässt sich in Heidelberger Druckmaschinen älterer Baureihen an Stelle eines Nummerierwerkes einbauen. Auf das Papier auf- bzw. übertragen wird eine Inmarque genannte Flüssigkeit mittels fotopolymerer Druckform. Hierfür sind insbesondere Naturpapiere von 60 bis 250 g/m2 geeignet. Die Flüssigkeit bewirkt, dass das gedruckte Zeichen transparent erscheint, also nicht mehr die normale Opazität des Papiers hat. In der Durchsicht ist es von einem echten Wasserzeichen nicht zu unterscheiden.
Diesen Wasserzeichendruck praktiziert in der Schweiz exklusiv die Druckerei Mogensen GmbH in Arbon SG. Papiere mit Inmarque-Wasserzeichen können überdruckt bzw. überschrieben werden, sind für die Laser- und Inkjet-Drucktechnologie geeignet sowie über viele Jahre hinweg lagerfähig. (hjl)
Der Sicherheitsdruck stellt höchste technische Anforderungen.
Hans Joachim Laue
Problematik besteht seit langemDa es den meisten Ländern an rechtlicher Handhabe mangelt, kann man kaum gegen die global operierende Täterschaft vorgehen. Auch Mitteleuropa ist nicht davor gefeit. Man denke nur an gefälschte Tickets für Show und Sport. Schutzmassnahmen vorzukehren, empfiehlt auch Interpol. Die Problematik ist der geschädigten Industrie nicht erst seit heute bekannt, dennoch scheuen viele Betriebe die zusätzlichen Kosten und nehmen stattdessen «lieber» Verluste in Kauf. So scheint es, als würden die Verantwortlichen immer noch auf die 200-prozentige Sicherheitsmassnahme warten. Dabei ist Fälschungsschutz eine permanente Aufgabe. Neue und bessere Elemente helfen, dass das Fälschen von Dokumenten und das Kopieren von Produkten immer schwieriger wird – zumindest zeitweise. Denn auch Fälscher sind lernfähig.
Experten glauben, dass das Sicherheitsverlangen in den nächsten Jahren stark zunehmen wird. Ihrer Ansicht nach sind die weitere Öffnung Europas, die technologische Aufrüstung Asiens und der Ausbau von Transport und Logistik Gründe für die Zunahme von Produktfälschungen. Deshalb würden die Sicherheitselemente in und auf dem Papier an Bedeutung gewinnen. Hierfür sind auch einfache Lösungen gefragt.
Papiere, die Sicherheitselemente in sich tragen, bieten in der Kombination Design, Druck und Veredelung noch mehr Sicherheit. Trotz allem gibt es einen Wermutstropfen: Durch schnellen Personalwechsel besteht die Gefahr, dass nicht nur Know-how in Sachen Sicherheit verloren geht, sondern auch falsch kanalisiert wird. Der Sicherheitsvorsprung wird selten von langer Dauer sein. Umso mehr spielen Beipackzettel und Booklets, Verpackungen und Versiegelungen, Etiketten und Echtheitsprüfungen eine wichtige Rolle. Egal, ob es sich dabei um Drucksachen für Musik oder Medikamente handelt. Eine Voraussetzung dafür sind geeignete Sicherheits- und Spezialpapiere.
Sicherheitselemente im PapierFälschungssicherheit bedeutet vor allem Zusatznutzen, der – trotz Kosten – im Endeffekt oft die günstigere Lösung darstellt.
So können unterschiedliche Sicherheitsansprüche an Griff, Klang, Strapazierfähigkeit etc. bei der Herstellung dieser Papiere durch die Kombination von Baumwolle, Hadern, Zellstoff und anderen Ausgangsmaterialien erfüllt werden.
Zusätze von unsichtbaren chemischen Farbstoffen im so gesicherten Papier, die bei Fälschungsversuchen mit Laugen, Säuren, Lösungs- und Chlorbleichmitteln reagieren und sichtbar werden, erschweren dem Fälscher das Handwerk. Je nach organischem Lösungsmittel (Alkohol, Benzin, Weichmacher etc.) werden punktförmige, rote oder blaue, bei Einwirkung von Chlorbleichmitteln braune, bei Laugen blaugrüne und bei Säuren wiederum rote Flecken sichtbar.
Bereits bei der Papierherstellung kann ein Sicherheitsfaden in verschiedenen Breiten eingebettet werden, entweder aus Metall (opak oder farbig) oder Kunststoff (transparent farbig oder farblos; transparent farbig oder farblos bzw. opak weiss oder farbig). Optional lässt sich der Faden mit Fluoreszenz, Mikrodruck oder mit maschinell lesbaren Zusätzen ausstatten. Melierfasern sind ein weiteres Merkmal von Sicherheitspapieren. Synthetische oder natürliche, sichtbar mit oder ohne fluoreszierende Eigenschaften resp. unsichtbare, unter UV-Licht fluoreszierende Fasern sind im Papier positioniert. So werden Melierfasern in weissem Papier bei Tageslicht entweder unsichtbar, knapp oder völlig sichtbar wahrgenommen, während die Fasern sich unter UV-Licht teils in anderen Farben präsentieren oder sichtbar werden. Mit irisierenden Streifen oder mit Hologramm-Folien beschichtetes Papier (Irisafe bzw. Holosafe von Landqart) hilft dabei, dass Dokumente nicht original getreu kopiert werden können. Eine solche Kopie wird ohne Hilfsmittel für jedermann erkennbar.
Bei einem Sicherheitspapier für personalisierten Datenaufdruck mittels einer Inkjet-Drucktechnologie (Digisafe von Landqart) hat die Verfälschung einiger variabler Daten die Verletzung des übrigen Druckbildes zur Folge.
Obwohl Papierfarbe an sich noch kein Sicherheitsmerkmal ist, wird der Schutz aber durch die Kombination mit geeigneten Druckpastellfarben erhöht. Gegen Fälschungsversuche mit dem Farbkopierer und Scanner stellen Wasserzeichen einen wirkungsvollen Schutz dar.
Eine weitere Massnahme ist ein Reaktionsfarbstoff, der beim Herstellungsprozess beigemischt wird. Mit einem entsprechenden Prüfstift kann die Echtheit des Papiers festgestellt werden. Beim Originaldokument wird dann z. B. eine Blaufärbung sichtbar, beim Falsifikat hingegen nicht. Aber aufgepasst: Unter Umständen wird wegen einer Lackierung oder eines vollflächigen Drucks in dunklen Farben die Prüffarbe dieser Sicherheitsart nicht mehr erkannt.
Beachtenswerte LösungsansätzeUm diese Sachverhalte interessierten Kreisen aufzuzeigen, wurden in der Vergangenheit Fachtagungen von Ziegler Papier (März 2003) sowie vom Grosshändler Sihl + Eika Papier gemeinsam mit dem Produzenten Landqart (November 2004) organisiert. Dort war zu erfahren, dass schon einfache Lösungsansätze ausreichen, um Vorkehrungen gegen betrügerische Machenschaften zu treffen.
Das übliche Kennzeichen der Produkte, ihrer Packungen oder Beilagen reicht in der Regel für den Schutz vor Fälschungen nicht aus. Zusätzliche Markierungen des Bedruckstoffs Papier sind bei gesteigerten Ansprüchen oft unumgänglich. In der Kombination mehrerer Sicherheitsmerkmale, so der Konsens, sind die Möglichkeiten nicht nur beachtenswerter, sondern entstehen in der Regel deutlich höhere Sicherheitseffekte.
Sicherheitsstufen Fotorotar AG in Egg ZH produziert u. a. Drucksachen, die einen Wert haben – ausser Geld. Unterschieden wird zwischen den Sicherheitsstufen «Budget», «de Luxe» und «Kombi».
«Budget»: Mit technisch einfach herzustellenden Sicherheitselementen wird ein preisgünstiger Schutz der Drucksachen erreicht, indem eine Reproduktion z. B. mit Nummerierung, Barcode, Perforation, Stanzen/Rillen, Blindprägung, Linienraster, Antikopierraster, Mikroschrift oder Leuchtfarben erheblich erschwert wird.
«de Luxe»: Diese höhere Sicherheitsstufe setzt Spezialwissen und -geräte voraus, z. B. für Druckprodukte mit Sicherheitsfolien, Hologramm, Diffraktionsfolie, Trustseal (Authentizitätsnachweis, Verschlusssiegel), Irisdruck, unter normalen Lichtverhältnissen unsichtbare UV-Druckfarben oder Guillochen (feinste Linienstrukturen).
«Kombi»: Die Kombination aus «Budget» und «de Luxe» gewährt maximale Sicherheit und verunmöglicht eine Fälschung. (hjl)
Wasserzeichendruck für Kleinauflagen Normalerweise werden Wasserzeichen während der Produktion ins Papier eingebracht. Grössere Mengen und längere Lieferfristen sind die Norm. Wasserzeichen können auch nachträglich aufgedruckt werden – und dies sogar in Kleinauflagen. Möglich wird es mit dem patentierten Inmarque-Watermark-System der AGS Technics AG, Frauenfeld, das aus einem Gerät und einer Flüssigkeit besteht.
Ab 1000 Blatt DIN A4 ist das bereits erschwinglich, lassen sich Dokumente als «Originale» kennzeichnen. Darüber hinaus ist damit ein Schutz vor Fälschung gewährleistet. Das Gerät lässt sich in Heidelberger Druckmaschinen älterer Baureihen an Stelle eines Nummerierwerkes einbauen. Auf das Papier auf- bzw. übertragen wird eine Inmarque genannte Flüssigkeit mittels fotopolymerer Druckform. Hierfür sind insbesondere Naturpapiere von 60 bis 250 g/m2 geeignet. Die Flüssigkeit bewirkt, dass das gedruckte Zeichen transparent erscheint, also nicht mehr die normale Opazität des Papiers hat. In der Durchsicht ist es von einem echten Wasserzeichen nicht zu unterscheiden.
Diesen Wasserzeichendruck praktiziert in der Schweiz exklusiv die Druckerei Mogensen GmbH in Arbon SG. Papiere mit Inmarque-Wasserzeichen können überdruckt bzw. überschrieben werden, sind für die Laser- und Inkjet-Drucktechnologie geeignet sowie über viele Jahre hinweg lagerfähig. (hjl)
Der Sicherheitsdruck stellt höchste technische Anforderungen.
Hans Joachim Laue
