Auf Erfolgskurs

Print Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2006/2007 gegenüber den vergleichbaren Vorjahreswerten zugelegt.

Print Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2006/2007 (1. April 2006 bis 31. Dezember 2006) bei Umsatz, Auftragseingang und betrieblichem Ergebnis gegenüber den vergleichbaren Vorjahreswerten zugelegt. So stieg der Umsatz der Gruppe um rund sechs Prozent auf 2,589 Milliarden Euro. «Die gute Entwicklung in der Printmedien-Industrie hat sich auf Grund des positiven gesamtwirtschaftlichen Umfelds im Jahr 2006 fortgesetzt», erklärte Vorstandsvorsitzender Bernhard Schreier in einem Pressecommuniqué. Sowohl die Kapazitätsauslastung der Druckereibetriebe als auch deren Produktionstätigkeit zeigten in den beiden für das Unternehmen wichtigen Märkten Deutschland und USA einen Aufwärtstrend.

Auf Erfolgskurs

Papier Sihl + Eika weitet ihr Papermanagement-Angebot auf den Office-Bereich aus – und wird bald Teil eines grösseren Ganzen.

Papier Sihl + Eika weitet ihr Papermanagement-Angebot auf den Office-Bereich aus – und wird bald Teil eines grösseren Ganzen.Papiergrosshändler können vom Kerngeschäft Papierhandel alleine langfristig nicht überleben – diese Erkenntnis bewog 1997 das Unternehmen Sihl+Eika Papier AG (Sihl+Eika), sich einen starken, zuverlässigen Partner zu suchen. Mit der deutschen Papierhandelsgruppe G. Schneider & Söhne (Schneidersöhne) hat Sihl+Eika diesen gefunden. Seit 1998 hält Schneidersöhne 80 Prozent an der in Thalwil ansässigen Sihl+Eika. Dünnere Margen und eine lange nur schleppend laufende Wirtschaft hätten dem reinen Papierhandelsgeschäft in den letzten Jahren zu schaffen gemacht, erklärte Daniel Meier, Delegierter des Verwaltungsrats von Sihl+Eika, kürzlich an einem Pressegespräch.Sihl + Eika steigert Gewinn Obwohl die Sihl+Eika-Gruppe im letzten Geschäftsjahr genau wie seine Marktbegleiter an einem Preiszerfall gelitten hat, konnte der zweitgrösste Schweizer Papiergrosshändler nach drei schwächeren Jahren 2004 wieder mehr Papier absetzen. Trotz des höheren Absatzes ist der Umsatz jedoch um 0,7 Prozent zurückgegangen. Allerdings, führte Daniel Meier weiter aus, habe man dank profitableren Dienstleistungsgeschäften den Gewinn steigern können. Die anhaltende Preiserosion konnte das Unternehmen mit Dienstleistungen auffangen. Dazu verzeichnete Sihl+Eika mit einem Wachstum von 4,2 Prozent eine bessere Entwicklung als die im Verband VSPG organisierten Papiergrosshändler (dazu gehören Antalis, Sihl+Eika, Inapa Schweiz und Fischer Papier), die durchschnittlich «nur» 2,4 Prozent mehr Papier absetzten als im Vorjahr. Zurückführen lasse sich dieser Erfolg von Sihl+ Eika u. a. auf die konsequent weitergeführte Verlagerung vom Streckengeschäft (Lieferungen vom Produzenten direkt zum Kunden) zu Gunsten des lukrativeren Lagergeschäfts, erklärte Meier diesen Sachverhalt.
Lagerlose Druckereien Sehr erfolgreich ist Sihl+Eika auch im Dienstleistungsbereich. Das vom Papierhandelsunternehmen im Jahr 2000 eingeführte Angebot Papermanagement bezeichnet Daniel Meier als «Paradepferd» eines Gesamtangebots, in dessen Zentrum logistische Dienstleistungen stehen. Das Unternehmen liefert dazu die gewünschte Menge Papier zu einem festgesetzten Termin verarbeitungsbereit an die Druckmaschine. Diesen Bereich baut Sihl+Eika jetzt mit dem Paket Papermanagement
Office weiter aus. Wie Peter Meier, verantwortlich für Organisation, Informatik und Controlling, ausführte, hält Sihl+Eika insgesamt 7000 Lagerartikel bereit. Dazu zählen auch kundenspezifische Verbrauchsartikel. Die Bestellung – sowie auf Wunsch auch die Rechnungsabwicklung – erfolgt elektronisch. Sihl+Eika übernimmt hier die Lagerung, Bewirtschaftung, Kommissionierung und Lieferung der vom Kunden via Website bestellten Artikel und liefert diese an die Kunden aus.
Konsolidierung im Europamarkt Rainer Köster, Geschäftsführer
der deutschen Muttergesellschaft Schneidersöhne, orientierte über Veränderungen im Papiergrosshandel. Dieser habe sich längst von einer nationalen in eine kontinentale Angelegenheit verwandelt. Die seit Jahren andauernde Konsolidierung setzt sich fort. So hat sich wie damals Sihl+Eika schliesslich auch das Familienunternehmen Schneidersöhne auf Brautschau begeben. In einem Due-Dilligence-Verfahren hat das sowohl in der Papierproduktion wie auch im Papierhandel (als «Papyrus») tätige Unternehmen StoraEnso den Zuschlag erhalten und will nun Schneidersöhne (und damit indirekt auch die Sihl+Eika-Gruppe) übernehmen. Stimmt die europäische Wettbewerbskommission dem Zusammenschluss zu, wird die fünfköpfige Besitzerfamilie die Mehrheit an Schneidersöhne an den schwedisch-finnischen StoraEnso-Konzern verkaufen. StoraEnso, der weltgrösste Papier- und Kartonhersteller, ist selbst ein Produkt eines 1998 durchgeführten Zusammenschlusses des Kartonherstellers Stora und des Papierherstellers Enzo. Auf Grund von Verschiebungen im Papierhandel und dem Erwerb der deutschen Claasen-Papier durch Schneidersöhne entsteht durch den Zusammenschluss der beiden Händler Papyrus und Schneidersöhne die mit 23 Prozent Marktanteil zweitgrösste Papiergrosshandelsgruppe Europas.
Ändern soll sich für die Schweizer Kunden der Sihl+Eika aber nichts: «Es ist nicht zu erwarten, dass StoraEnso grosse Veränderungen in der Schweiz vornehmen wird», erklären sowohl Rainer Köster als auch Daniel Meier unisono.
Jürgen Franck

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