ADC Kreativfestival 2026 präsidial eröffnet
Mit prominenter Besetzung ist das ADC Kreativfestival 2026 in Zürich eröffnet worden. ADC-Präsident Thomas Wildberger, Stadtpräsident Raphael Golta und 20-Minuten-CEO Bernhard Brechbühl stimmten die Branche auf eine Woche voller Awards, Workshops, Inspiration und Diskussionen ein.
50 Jahre ADC Switzerland. Ein Jubiläum, das nicht mit einer einzelnen Award-Nacht gefeiert wird, sondern mit einer ganzen Woche voller Jurierungen, Workshops, Vorträge, Diskussionen und Begegnungen. Der Auftakt dazu fand am Montagabend in den Räumlichkeiten der TX Group statt, wo 20 Minuten als Gastgeber die Branche empfing.
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Dass dabei gleich mehrere Präsidenten das Wort ergriffen, verlieh dem Anlass eine besondere Note. Neben ADC-Präsident Thomas Wildberger begrüsste auch Zürichs frisch gewählter Stadtpräsident Raphael Golta die Gäste. Komplettiert wurde das Trio durch Bernhard Brechbühl, CEO der 20-Minuten-Gruppe und Vertreter der reichweitenstärksten Medienmarke des Landes.
20 Minuten als Bühne für Kreativität
Bernhard Brechbühl machte in seiner Begrüssung deutlich, weshalb sich 20 Minuten als Partner des Festivals engagiert. Kreativität und Journalismus seien eng miteinander verbunden. Gute Werbung brauche Sichtbarkeit, starke Medien wiederum seien auf starke Inhalte und starke Kommunikation angewiesen.

Dabei nutzte er die Gelegenheit auch für einen augenzwinkernden Appell an Agenturen und Werbeauftraggeber. Gute Ideen verdienten die grösstmögliche Bühne und sollten nicht in unzähligen Einzelbuchungen fragmentiert werden. Gleichzeitig erinnerte Brechbühl daran, dass Werbeinvestitionen in Schweizer Medien auch zur Finanzierung von faktenbasiertem Journalismus beitragen.

Aus Kraftwerk wird Craftwerk
Für Thomas Wildberger markierte der Abend den offiziellen Startschuss für die Jubiläumswoche. Der ADC schenke sich zum 50. Geburtstag nicht nur einen Anlass, sondern gleich sechs Tage Festivalbetrieb, sagte er vor den Gästen.
Im Zentrum steht das Kraftwerk Zürich, das während dieser Woche symbolisch zum «Craftwerk» wird. Dort treffen sich Jurys, Kreative, Agenturen, Auftraggeber und Nachwuchstalente zu Workshops, Vorträgen und Diskussionen rund um Kreativität in all ihren Facetten.
Besonders hervor hob Wildberger den gemeinsam mit 20 Minuten realisierten Sonderpreis zum 50-Jahr-Jubiläum. Leserinnen und Leser konnten dabei über prägende ADC-Arbeiten der vergangenen fünf Jahrzehnte abstimmen. Der Sieger wird an der Award-Night bekanntgegeben.
«Die Idee steht im Vordergrund»
Im Gespräch mit m&k blickte Wildberger auch auf den Kreativjahrgang 2026.
Die Diskussion über künstliche Intelligenz dürfe nicht vom Wesentlichen ablenken, sagte er. Entscheidend bleibe die Idee. Ob eine Arbeit handwerklich, digital oder mit Unterstützung von KI entstanden sei, spiele letztlich eine untergeordnete Rolle.

Wichtiger sei, dass Technologie eine Idee verstärke und nicht ersetze. Gute Ideen entstünden zudem selten unter Zeitdruck. Kreativität brauche Raum zum Reifen. Oft zeige sich erst nach Tagen oder Wochen, ob ein Gedanke tatsächlich tragfähig sei.
Golta bekennt sich zum Kreativstandort Zürich
Für Raphael Golta war der Auftritt gleichzeitig einer der ersten öffentlichen Termine als neuer Stadtpräsident.
In seiner Rede bezeichnete er Zürich als Kreativhauptstadt der Schweiz und unterstrich die Bedeutung der Kreativwirtschaft für die Entwicklung der Stadt. Kreative Menschen seien Teil jener Dynamik, die Zürich attraktiv, innovativ und lebendig halte.

Im exklusiven Interview mit m&k sprach Golta von Kreativität als einem wichtigen Teil des «Humus» einer Stadt. Es brauche Menschen, die Neues ausprobieren, Ideen weiterdenken und Entwicklungen anstossen.
Eine besondere Botschaft richtete er dabei an die Werbebranche. Der Stadtrat werde sich weiterhin gegen ein generelles Werbeverbot im öffentlichen Raum einsetzen. Werbung gehöre zu einer lebendigen Stadt und manche Plakate würden mit der Zeit sogar Teil ihrer kulturellen Identität.
Ein Gründungsmitglied und ein Best Talent
Zwischen Zukunftsfragen und Branchenpolitik bot der Abend auch Raum für Geschichte. Mit Hans Ulrich Schweizer war eines der Gründungsmitglieder des ADC Switzerland von 1976 anwesend und schlug damit eine Brücke zwischen den Anfängen des Clubs und seiner Gegenwart.

Für den musikalischen Rahmen sorgte SRF-3-Best-Talent Noemi Beza. Die Sängerin präsentierte Songs aus ihrer aktuellen EP und verlieh dem Auftaktabend einen stimmungsvollen Ausklang.
Eine Woche im Zeichen der Kreativität
Mit dem Empfang bei der TX Group ist die Kreativwoche offiziell lanciert. Bis Samstag folgen im Kraftwerk Zürich Jurierungen, Workshops, Vorträge, die Award-Verleihung und die grosse Abschlussparty.
Oder wie Thomas Wildberger sagte: Wenn man sich in einem Jahr Zeit für Kreativität nehmen sollte, dann in diesem.
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