40 Jahre Filmliebe

Letzte Woche feierte ein Grosser seines Fachs ein Jubiläum, das eine Überraschungsparty wert war. Denn Martin Fueter stieg vor vier Jahrzehnten am 1. Oktober 1963 bei seinem Vater Heinrich Fueter in die Filmproduktion ein.Eben erst vom Maturareis

Letzte Woche feierte ein Grosser seines Fachs ein Jubiläum, das eine Überraschungsparty wert war. Denn Martin Fueter stieg vor vier Jahrzehnten am 1. Oktober 1963 bei seinem Vater Heinrich Fueter in die Filmproduktion ein.Eben erst vom Maturareisli zurück und noch nicht mal die Koffer ausgepackt, habe es geheissen: «Martin, kannst du morgen mal schnell aushelfen?» Was wohl eher eine Aufforderung denn eine Bitte war. Und seit da helfe er ständig in der Firma. «Obwohl es mich anfangs gar nicht gebraucht hätte, es hat ja noch gar keine richtigen Werbespots gegeben», lachte Fueter, als er den Gästen – darunter ehemalige und aktuelle Weggefährten – dankte.
Von ihnen kamen einige ebenso zu Wort. Jungfilmer Simon Koller, Neffe des Oscar-Gewinners Xavier Koller, realisierte ein 60-minütiges Feature, in dem Verwandte und Freunde über Erlebnisse mit MF berichteten. Regisseur Patrick Senn brachte es auf den Punkt: «Martin ist Urkraft und Energie pur.» Bruder P. C. Fueter meinte, Martin sei der einzige Mensch, der ganz alleine auf professionellem Niveau einen Film herstellen könnte. Und Ehefrau Christine Fueter erinnerte sich, dass MF als passionierter Handwerker anfangs nachkontrolliert habe, wenn sie zu Hause einen Nagel eingeschlagen oder mit dem Bohrer hantiert habe.
Die lustigsten Geschichten gabs von Geni Riedel und Carlo Venturi. Als man noch nicht im Studio Bellerive arbeitete, habe man in einem Hotelsaal mit Parkettboden – Nägel einschlagen verboten! – drehen müssen. Martin habe immer ganz laut husten müssen, sobald ein Techniker mit dem Hammer ausholte, denn: ohne Nägel kein Film. Ein anderes Mal seien sie zu spät zu einer Sitzung mit dem alten Farner gekommen. In der Tiefgarage habe Martin flugs die Motorhaube geöffnet, seine Hände mit Motorenöl eingeschmiert und dem Kunden vorgegaukelt, er habe unterwegs eine Autopanne gehabt.
Das mit der Pünktlichkeit scheint sowieso ein feiner, wunder Punkt in der sonst makellosen Karriere Fueters zu sein. Weshalb sonst trugen die Condor-Mitarbeiter ein von Martin Suter getextetes und von Alex Kirschner vertontes Lied mit dem Refrain «Scho da, scho wäg, scho tschpaat» vor? Zur Ehrenrettung meinte MF: «Eigentlich bin ich pingelig überpünktlich – aber die anderen hindern mich ständig daran.»
Pingeligkeiten auch bei der Verleihung des Goldenen Ohrs in Miller’s Studio. Der Silbergewinner von 1998, Alex Felix, verweigerte die Annahme seines Preises, den er mit Sujets für Taxi 444 in der Kategorie Jingle einheimste. Er habe, so Felix auf der Bühne, seine Werke in der Kategorie Spots eingereicht. Was nicht richtig ist, wie ein der Werbewoche gewährter Blick in die Unterlagen zeigte. Felix reichte diese Arbeiten auf dem Jingle-Formular ein. Was andere Medien also allzu vorschnell als «Eclat beim Goldenen Ohr» bezeichneten, war nur ein Strohfeuerchen. Und dabei blieb es auch, denn ansonsten würdigten alle Anwesenden die Arbeit der Jury und des Organisationskomitees, die den Event jeweils nur durch viel Fronarbeit ermöglichen.
Heiss zu und her gings letzte Woche im Klotener Schluefweg, als sich die weltbesten Tennisspielerinnen harte Duelle um eine Börse von 1,3 Millionen Dollar lieferten. Mit dabei auch Tagi-Verkaufsleiter Fridolin Holdener und sein Team. Sie laden jeweils Kunden zum Matchbesuch samt Nachtessen ein. Das Turnier blieb bis zum Sonntag spannend, obwohl Patty Schnyder bereits am Donnerstag ausschied, dies im Beisein von Eschenmoser-Werbeleiter Markus Schärer, Mindshare-Geschäftsführerin Cosima Gianachi, mm&b-Geschäftsführerin Claudia Mühlebach, Pick-Pay-Werbeleiterin Sandra Ulrich oder Plakanda-Berater Beat Stähli. Den Brunch am Sonntag und den Sieg der neuen Nummer 1 im Damentennis, Justine Henin-Hardenne, erlebten unter anderen auch Reini Weber von WHS, Doris Pache von der CS und Urs Mangold von cR DDB Basel mit.
Sowieso scheinen die Werber bei der Swisscom Challenge auf den Geschmack gekommen zu sein. So konnte man im Lauf der Woche auch Agenturinhaber Dominique von Matt, Gerry Stadler von MPG, Hardy Lussi von Pro7-Sat-1 Media, Urs Renner und Urs Rueb von Mediaedge|CIA, Urs Schneider von Schneidermedia, Ivan Schultheiss von der APG, Eventspezialist Christian Bonnot oder TeleZüri-Marketingleiter Tarkan Özküp am Schluefweg sehen.
Beat Fritsch blickt einmal mehr auf bewegte Tage zurück.
Jubiläen und Verleihungen reihten sich wie Perlen an einer Kette. Bei der Condor feierte Martin Fueter sein 40-jähriges Firmenjubiläum; zum zwanzigsten Mal ging die Swisscom Challenge (früher Swiss
Indoors) der Tennisfrauen über die Bühne, wohin der Tagi einlud; und das Goldene Ohr für die besten Radiospots wurde letzte Woche in Miller’s Studio verliehen. Natürlich gabs überall – Horror für die gute Linie – viel zu essen und zu trinken!
Wo sich die Kommunikations-, Media- und Verlagsbranche zu ihren Veranstaltungen trifft, orten wir an den diversen Events der Szene. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer
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Condor-Museum – fast alle Produkte, für die Fueter schon gedreht hatte, waren im Studio zu sehen.
Kaum zu glauben – der junge Martin lernte Ehefrau Christine schon in der Schule kennen.
Netter Gruss von einer kleinen Agentur mit einer grossen Klappe – Gratulation von SFLB.
Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau: in diesem Fall Christine Fueter.
Martins Bruder P. C. Fueter mit Gabi Benz, Glass – auch sie war schon bei Condor tätig.
Alter und junger Weggefährte von MF: Beleuchter Carlo Venturi (l.) und Simon Koller.
Von der Condor-GL: Felix Courvoisier (l.) und Kristian Widmer, mit Bettina Frymermann.
Reini Weber (l.) und Simone Krebs mit Geni Riedel, der bei Condor Studiomeister war.
Rudi Haller (l.), PPM, Karin Isler, Aufnahmeleiterin, und Tönler Ruedi Guyer: Ex-Condor.
Gastgeber Fridolin Holdener (l.) mit Sunny und Martin K. Parsons, Hyundai Automobile.

Peter Kettiger (l.) und Otto Meier mit Monica Jäggi (l.) und Inge Willmann.
Uli und Eduard Daetwyler (l.), CEO Volvo Schweiz, mit Tagi-Chef Peter Hartmeier.
Moderator Roman Kilchsperger (l.) mit Judith Rogenmoser und Christian Bärlocher, Bluewin.
Organisieren mit viel Energie den Radiospot-Event: Frank Bienenfeld (l.), Soldini Bienenfeld, und Leos Gerteis, NJP-Studio.
Gute Laune: NRJ-Programmleiter Dani Büchi (l.) mit Nadja Jordi von IP Multimedia und Radiotele-Verkaufsleiter Felix Kilchsperger.
Beim Apéro: Ringier-Konzernsprecherin Eva Keller (l.) mit Bruno Oetterli von Radiotele und Mediaspezialistin Corinna Schneider.
Startexter und Gastredner Michael Barney (l.), hier mit Dani Fäsch von Jingle Jungle, geizte nicht mit seinem satirischen Talent.
Script-Präsidentin Stephanie Hugentobler, Jürg Metz, AIE Communications, und Christoph Fuchs (r.) von D & A Diego Bally ASW.
Holten für Sport Factory Outlet das Goldene Ohr: Renzo Selmi, Selmi Tonstudio, und Markus Ruf (r.), Ruf Lanz Werbeagentur.
CD Matthias Schröder (l.), Schröderpartners, mit Chantal Arnold von Radiotele und Communication-Consultant Markus Worch.
Bettina Singeisen, Kommunikationsleiterin bei IP Multimedia, mit Egon Blatter, der fest an eine Konzession für sein DJ-Radio glaubt.
Marcel Geissbühler (l.), Geschäftsleiter Radio Extra B, mit Monika Schneider, BZ, und Mark Soldini, Werbeagentur Soldini Bienenfeld.
Kam zwar zu spät, aber umso besser gelaunt: Danielle Lanz mit Thomas Schöb nach dem Preisgewinn des Goldenen Ohrs.
Astrid Tellenbach (l.), Account Manager IP Multimedia, mit Daniel Siegenthaler und Bea Emch von Radiotele.
Mike Gut, hier mit Fränzi Büchler, ist mit seinem Radiomax mit dabei im Rennen um den neuen Platz im Äther.
Michaela Krouzel und Roger Baur (l.), beide Cinecom, mit Manuel Schaub vom Touristenführer-Produzenten The Guide Company.
Tauschten Infos aus: Thomas Denzel (l.), Geschäftsführer bei Werbe AG, mit Hans Lackner, GL-Mitglied bei Spot Promotion.

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