Lück am Stück – 73 Fragen, keine Schnitte

Dennis Lück, Partner bei Brinkertlück Creatives, ist einer der prägendsten Köpfe der Schweizer Werbeszene – bekannt für seine Energie, Kreativität und klare Haltung. In der m&k-Videoreihe «Creative Excellence unplugged» spricht er über Kreativität mit Biss, Heavy Metal im Blut, Pizzateig als Lebensschule – und warum er einen Ehrenprofessor-Titel für Exorzismus trägt.

Für Dennis Lück ist Kreativität kein Geniestreich, sondern ein Trainingscamp. Ideen entstehen bei ihm frühmorgens auf der Couch, manchmal mit Heavy Metal im Ohr. Wichtig ist ihm vor allem Biss – also der unbedingte Wille, sich reinzubeissen. Denn Talent alleine reicht nicht. Er zielt auf Quantität und testet Ideen, bevor sie reifen – 100 Ideen für eine gute sei ein realistisches Verhältnis.

Messbare Magie und kreative Exzellenz

Gute Ideen will Lück messbar machen – mit Bauchgefühl und Reaktionsprognosen. Unsterblich ist eine Idee für ihn, wenn sie Jahrzehnte später noch funktioniert. Sein Ziel: auch an schlechten Tagen «gut bis sehr gut» abliefern. Creative Excellence bedeutet für ihn: eine Idee, die über die Branche hinaus begeistert.

Dennis Lück, Werber des Jahres 2017

Von Pizzateig zu Politkampagnen

Bevor Lück die SPD zum Wahlsieg führte, stand er am Pizzaofen. Seine Liebe zur Kreation begann dort – ob Pizza Hawaii mit Jalapeños oder Ideen für BMW, ÖKK oder BLKB. Unvergessen bleibt seine Kampagne für Graubünden mit dem Fotografierverbot – ein globaler Hit.

Heavy Metal, Tattoos und Familienleben

Privat ist Lück dreifacher Vater, spielt in einer Punkband und trägt rund 60 Tattoos. Eines davon: «Hier könnte Ihre Werbung stehen». Für seine Tochter ziert Rainbow Dash seinen Arm. Humor und Ernsthaftigkeit gehen bei ihm Hand in Hand – ebenso wie Kindergeburtstage und Keynotes.

Ehrenprofessor mit Haltung

Seine kurioseste Errungenschaft? Ein echter Ehrenprofessorentitel in Exorzismus, erworben via Spende an eine Kirche in L.A. Lück nimmt das mit Humor – und mit in den Personalausweis. Seine echte Haltung zeigt sich aber im Geschäftsmodell: Gewinne werden bei seiner Agentur an alle ausgeschüttet, vom Junior bis zur Führungskraft.

Dennis Lück vor seiner Agentur, einer ehemaligen ETH-Bibliothek

Verwurzelung im Aargau – mit Ambition

Seit über einem Jahrzehnt lebt Lück in der Schweiz – und fühlt sich im Aargau zuhause. Aktuell befindet er sich im Einbürgerungsprozess. Er glaubt an Vertrauen statt Pitches, und an ein Arbeitszeugnis, das Menschlichkeit zeigt. Trotz Chaos im Einzelkampf: In der Führung ist er strukturiert – weil kreative Energie Ordnung braucht.

Fazit: Freude am Kreieren – mit System

Dennis Lück bleibt bei aller Extravaganz im Kern ein Texter mit Feuer. Einer, der glaubt, dass es mehr braucht als gute Ideen: nämlich Menschen, die brennen. Sein 73-Fragen-Interview mit m&k zeigt, wie man mit Biss, Haltung und einem Hauch Wahnsinn Werbegeschichte schreiben kann.

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