«Kennsch es?»: Advery lanciert Kampagne für psychische Gesundheit von Jugendlichen
Das Amt für Gesundheit Kanton Zug ging in einem partizipativen Jugendforschungsprojekt der Frage nach, was Jugendliche tun, um psychisch gesund zu bleiben. Die Ostschweizer Agentur Advery hat nun eine Kampagne entwickelt, die den partizipativen Ansatz weiterführt.

In einem partizipativen Jugendforschungsprojekt des Amts für Gesundheit Kanton Zug sind 14- bis 18-jährige Jugendliche – sogenannte Jugendforschende – der Frage nachgegangen, was Jugendliche zur Förderung und Erhaltung ihrer psychischen Gesundheit tun.
Mit einem finanziellen Beitrag und der Unterstützung der J&K Wonderland Foundation wollte das Forschungsteam herausfinden, welche Situationen und Gründe es gibt, die Jugendlichen gut respektive nicht guttun – und welche Strategien sie anwenden, um psychisch gesund zu sein oder zu bleiben. Die Hochschule Luzern – Soziale Arbeit (HSLU) begleitete das Amt im Forschungsprozess und bei der Durchführung des Projekts.
Kampagne für Jugendliche von Jugendlichen
Den Gedanken der Partizipation hat das Projektteam um Olivier Favre und Michèle Omlin vom Amt für Gesundheit des Kantons Zug nun weiterentwickelt. Zusammen mit Advery, die selbst Jugendliche mit psychischen Schwierigkeiten zu Grafikern und Mediamatikern ausbildet, wurde eine Sensibilisierungskampagne zur psychischen Gesundheit ausgearbeitet.
Die Kampagne macht mittels auffälliger Illustrationen und Animationen auf die vier Tipps der Jugendforschenden aufmerksam. «Die Kampagne ist bewusst von Jugendlichen für Jugendliche erarbeitet worden. Der Stil und die Ansprache entsprechen den Bedürfnissen und Erwartungen der Jugendlichen – dies war uns wichtig bei der Umsetzung», erläutert Olivier Favre.
Vier Alltagssituationen als Aufhänger
Aufhänger der Kampagne ist die Frage «Kennsch es?», die zusammen mit einer dramatisierten Illustration die Jugendlichen auf eine typische Alltagssituation aufmerksam machen soll. Ab Dezember sind die vier Hauptsujets an verschiedenen Orten im Kanton Zug zu sehen – zum Beispiel an ausgewählten Plakatstellen, im Bus und in den Zuger Kinos. Zudem wurde unter Kennsch-es.ch eine Internetseite mit weiterführenden Informationen und Links zu Fach- und Beratungsstellen realisiert.

