Kampagne Kinderschutz Schweiz im Retro-Game-Look

Die Kampagne Kinderschutz Schweiz geht mit der Neu Creative Agency in die dritte und letzte Phase gegen Cybersexualdelikte an Kindern und Jugendlichen – im Look klassischer Videospiele der 80er- und 90er-Jahre.

Kinderschutz Schweiz warnt vor Cybersexualdelikten. Quelle: zvg

Kampagne Kinderschutz Schweiz startet dritte Phase

Gaming-Plattformen, soziale Netzwerke, WhatsApp, Recherchen für die Schule: Kinder und Jugendliche sind jeden Tag im Internet unterwegs, und das oft allein. Online begegnen ihnen auch Gefahren, die für Erwachsene unsichtbar bleiben. Genau hier setzt die Kampagne Kinderschutz Schweiz an, die gemeinsam mit der Neu Creative Agency in ihre dritte und letzte Phase geht.

Laut JAMES-Studie 2024 wurde mehr als ein Viertel aller Jugendlichen in der Schweiz schon aufgefordert, erotische Bilder von sich zu verschicken. Seit ihrer Lancierung im Jahr 2022 hat die Melde- und Beratungsstelle clickandstop.ch zudem mehr als 10’000 Meldungen von URLs mit pädokriminellen Inhalten erhalten. Doch wie können Erwachsene Kinder schützen, wenn sie nicht immer dabei sein können?

Pixelige Retro-Welt als Kampagnenmotiv

Im Zentrum der Kampagne steht ein Film im Stil der Computer- und Videospiele der 80er- und 90er-Jahre. In dieser pixeligen Retro-Welt bewegt sich eine kindliche Spielfigur allein durch den digitalen Alltag und weicht verschiedenen Gefahren aus. Erst am Ende kommen erwachsene Bezugspersonen hinzu, an die sich das Kind wenden kann. Die Botschaft: Wir können nicht immer dabei sein, wenn Kinder online sind. Aber wir können für sie da sein, zuhören und echtes Interesse zeigen.

Der Retro-Look soll heutige Eltern ansprechen, die damals vielleicht selbst solche Spiele gespielt haben, und zieht sich durch die weiteren Kampagnenmittel. Auf Social Media und digitalen Out-of-Home-Flächen vermittelt die Kampagne konkrete Schutzstrategien: offene Gespräche führen, klare Regeln im Umgang mit digitalen Medien vereinbaren und mit Bildern sowie persönlichen Daten achtsam umgehen. Passiert dennoch etwas, gilt es laut Kinderschutz Schweiz, ruhig zu bleiben, zuzuhören und Vorfälle sofort zu melden, bei clickandstop.ch und bei der Polizei.

Breite Trägerschaft unterstützt die Botschaft

Lanciert wird die dritte und letzte Phase von «Gemeinsam gegen Cybersexualdelikte an Kindern und Jugendlichen» zusammen mit der nationalen Plattform «Jugend und Medien» des Bundesamtes für Sozialversicherungen, der Schweizerischen Kriminalprävention, den kantonalen und städtischen Polizeikorps, dem Bundesamt für Polizei und dem Netzwerk digitale Ermittlungsunterstützung Internetkriminalität. Unterstützt wird die Kampagne unter anderem von Sunrise, AXA, Livesystems, ZipScreen und der Guido Fluri Stiftung.

Die Kampagne richtet sich an Eltern, Bezugspersonen und die breite Öffentlichkeit.

Weitere Informationen zur Melde- und Beratungsstelle finden sich unter https://www.clickandstop.ch.


Verantwortlich bei Kinderschutz Schweiz: Matea Petrovic, Tamara Parham Verantwortlich bei Neu Creative Agency: Nicole Vizcardo, Pian Gumpp, Sandy Pfuhl, Adrian Staehelin, Andrea Braschler, Bettina Beyeler, Jonathan Stucki, Fadi Nemr, Nico Ammann, Simon Rehsche

More articles on the topic