Jonathan Meese gestaltet Kunstausgabe für die «NZZ am Sonntag»
Der Künstler Jonathan Meese präsentiert am 12. April 2026 sein künstlerisches Schaffen in einer Sonderausgabe der «NZZ am Sonntag». Der 1970 in Tokio geborene Maler, Bildhauer und Performer vereint in seinen Werken Mythos, Geschichte und Popkultur – stets getragen von seinem Leitmotiv der «Diktatur der Kunst».

Jonathan Meese zählt zu den radikalsten Künstlern seiner Generation. In Tokio geboren und in Deutschland aufgewachsen, vereint er unterschiedliche kulturelle Prägungen und Bildwelten – stets getragen von seinem Leitmotiv der «Diktatur der Kunst». Am 12. April 2026 präsentiert er sein künstlerisches Schaffen in einer Sonderausgabe der «NZZ am Sonntag».
Kunst als Lebensform
Provokateur, Enfant terrible, Kunstgenie – an Jonathan Meese haften viele Etiketten, doch gerecht wird ihm keine so richtig. Der deutsche Maler, Bildhauer, Performer und Theatermacher entzieht sich mit seinen Werken klaren Zuschreibungen. Seine Kunst ist geprägt von einem unbändigen Freiheitswillen und kraftvollem Expressionismus, mit denen er Mythos, Geschichte und Popkultur vereint.
Für Meese ist Kunst mehr als Handwerk, sie ist Lebensform. «Für mich ist Kunst wie Atmen, Schlafen, Essen, Trinken, das passiert auch von selbst. Kunst passiert einfach», sagt er im Interview mit Peer Teuwsen, Ressortleiter Kultur & Geschichte der «NZZ am Sonntag». Seine Kunst ist wandelbar und schwer zu fassen, konstant bleibt nur sein Leitmotiv. Die «Diktatur der Kunst» ist ein künstlerisches Plädoyer für Autonomie, Vorstellungskraft und die Überordnung der Kunst über Ideologie, Moral und Macht.
Konsequent bewegt sich Meese ausserhalb konventioneller Bahnen. «Ich bin verrückt, weil ich im Abseits lebe», sagt er. «Ich möchte aus dem Abseits heraus agieren. Ich bin the fool on the hill, wie bei Holden Caulfield. Ich bin derjenige, der mit dem Kopf in den Wolken ist und da unten ganz komische Sachen sieht.»
Exklusive Edition und Live-Veranstaltung
Jonathan Meese präsentiert sein künstlerisches Schaffen in der «NZZ am Sonntag» vom Sonntag, 12. April 2026, die an diesem Tag als Kunstausgabe erscheint. Ergänzt wird die Sonderedition durch ein Interview von Peer Teuwsen sowie ein Meese-Porträt vom deutschen Journalisten Georg Diez.
Für die NZZ schuf Meese zudem eine exklusive Edition von 20 Einhorn-Zeichnungen. Das Einhorn erscheint darin als Sinnbild einer von Konventionen befreiten Kunst. Im begleitenden Werktext wird das Meese-Einhorn zur Figur eines Gesamtkunstwerks, zur Metapher einer totalen Kunst, in der Liebe, Macht, Mythos, Zukunft, Natur und Popkultur zusammenfliessen. Die Edition erweist sich so als geschlossener Zyklus innerhalb seines künstlerischen Kosmos. Die Edition ist ab dem 12. April 2026 im NZZ Shop erhältlich.
Ergänzend dazu findet am Montag, 13. April 2026, eine «NZZ Live»-Veranstaltung mit dem Künstler statt. Im Gespräch mit Peer Teuwsen erzählt Meese, was ihn antreibt und was er mit seiner Kunst bewirken will.
Jonathan Meese, 1970 in Tokio geboren, lebt heute in Berlin und Ahrensburg. Seine Werke wurden international ausgestellt, unter anderem in der Pinakothek der Moderne, im Centre Pompidou und im Museum of Contemporary Art North Miami. Arbeiten von ihm befinden sich in bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen, darunter im K20 in Düsseldorf, in der Albertina in Wien und im Centre Pompidou in Paris.
