Schweizer:innen skeptisch gegenüber Kryptowährungen

Eine neue Studie von Marketagent zeigt: Nur knapp 11 Prozent eines hypothetischen Millionen-Investments würden Schweizer:innen in Kryptowährungen anlegen. Während die jüngere Generation offener ist, überwiegen insgesamt die Bedenken bezüglich Sicherheit und Stabilität.

Bitcoin und andere Kryptowährungen polarisieren die Schweizer Bevölkerung: Während gut ein Drittel (35,3 Prozent) den digitalen Währungen positiv gegenübersteht, sieht mehr als ein Viertel (27,1 Prozent) sie kritisch. Dies zeigt das erste Krypto-Barometer des Marktforschungsinstituts Marketagent.

Besonders zurückhaltend zeigen sich die Schweizer:innen bei der Frage nach konkreten Investments: Von einem hypothetischen Budget von einer Million Franken würden sie durchschnittlich nur 106’000 Franken in Kryptowährungen anlegen. Zum Vergleich: In Immobilien würden 402’000 Franken fliessen, in Aktien 221’000 Franken.

Generation Z offener für Kryptos

Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen den Generationen: Während sich in der Generation Z 73,1 Prozent ein Investment in Kryptowährungen vorstellen können, sind es bei den Babyboomern nur 27,8 Prozent. Auch zwischen den Geschlechtern gibt es eine klare Kluft – 70,9 Prozent der Männer, aber nur 51,9 Prozent der Frauen zeigen Investitionsbereitschaft.

«In der Schweiz zeigt sich eine bemerkenswerte Offenheit gegenüber Kryptowährungen: Mehr als sechs von zehn können sich ein Investment vorstellen. Gleichzeitig bleibt das Bewusstsein für Risiken wie Kursschwankungen und Sicherheitsprobleme hoch – Kryptos polarisieren also zwischen Hoffnung auf Rendite und Sorge um Stabilität», analysiert Roland Zeindler, Geschäftsführer von Marketagent Schweiz.

Mangelndes Wissen als Hürde

Als grösste Herausforderung kristallisiert sich fehlendes Know-how heraus: Zwei Drittel (66,7 Prozent) der Befragten schätzen ihr Wissen über Kryptowährungen als eher oder sehr schlecht ein. Die bekannteste Kryptowährung bleibt Bitcoin mit einem Bekanntheitsgrad von 87,9 Prozent, gefolgt von Ethereum (48,8 Prozent) und Dogecoin (24,9 Prozent).

Für die repräsentative Studie wurden 484 Schweizer:innen zwischen 18 und 69 Jahren im ersten Halbjahr 2025 befragt.

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