Google verbannt Werbung für Kryptowährungen
Google wird auf seinen Websites keine Werbung mehr für Bitcoin und andere nicht regulierte Digitalwährungen zulassen. Das kündigte der Internet-Riese am Mittwoch bei einer Aktualisierung der Anzeigenregeln an.

Auch verwandte Dinge wie Börsen zum Handel von Kryptowährungen oder Wallets, in denen sie gespeichert werden, dürfen demnächst nicht mehr beworben werden.
Facebook hatte bereits im Januar unter Hinweis auf Betrugsrisiken für die Nutzer einen ähnlichen Schritt ergriffen. Damit ist Werbung für Kryptowährungen von den beiden grössten Anzeigenplattformen im Internet ausgeschlossen.
Google betonte zugleich in einem Blogeintrag, dass der Konzern Werbung, die gegen die Regeln verstosse, in grossem Stil herausfiltere. So seien im vergangenen Jahr 3,2 Milliarden davon entfernt worden – mehr als 100 pro Sekunde, wie Google-Manager Scott Spencer in einem Blogeintrag vorrechnete. Darunter seien zum Beispiel 79 Millionen Anzeigen gewesen, die Nutzer auf mit Schadsoftware verseuchte Websites locken wollten. (SDA/hae)
Aus dem «Trust & Safety in Ads 2017 Report», den Google am Mittwoch veröffentlicht hat:
- Massnahmen gegen unzulässige Werbeanzeigen: Neben 79 Millionen Malware-Anzeigen und 66 Millionen «Trick to Click»-Anzeigen wurden unter anderem 130 Millionen Anzeigen aus dem Google-Netzwerk entfernt, bei denen Missbrauch durch böswillige Aktivitäten oder eine Täuschung bei der Überprüfung erkannt wurden.
- Neue Anzeigenrichtlinien: Vergangenes Jahr hat Google für Publisher sowie für Werbetreibende neue Richtlinien hinzugefügt, die Anzeigen in nicht regulierten und spekulativen Finanzprodukten betreffen.
- Neue Technologien: Neue Technologie ermöglicht bei Verstössen auf Seitenebene, die Anzeigenbereitstellung nur auf den Seiten einzuschränken, auf denen Verstösse erkannt werden. Auf Seiten ohne Verstösse wird die Anzeigenbereitstellung wie gewohnt fortgesetzt. In 2017 konnte Google Anzeigen von mehr als 2 Millionen URLs pro Monat entfernen.
