Mit Originalität und Innovation gegen die Reizüberflutung

DIALOGMARKETING Antalis lud am 17. Oktober zum „Digital to Business D-Insider Event“. Im Club Aura in Zürich sprachen verschiedene Referenten über die Chancen und Gefahren der Digitalisierung für das Dialogmarketing.
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Dieter Weber, Business Manager Solutions bei Xerox, betonte die Wichtigkeit von Dialog in der heutigen Marketingwelt.Das Auftaktreferat hielt Denis Heiniger, Backselling Leiter bei Antalis. Im Zentrum stand der Digitaldruck. Heiniger stellte eine Prognose vor, die besagt, dass 2018 der Digitaldruck den gleichen Marketanteil wie der Offsetdruck haben wird. „Bessere Druckqualität, neue Drucktechniken, neue Einsatzgebiete und neuartige Anwendungen beschleunigen die Verbreitung des Digitaldrucks“, so Heiniger. Auch die originelle Einladung zu dem Antalis-Anlass wurde mit Digitaldruck produziert. Antalis stellte dabei fest, dass die Print-Einladung ein viel höherer Response (4,4 %) als ein E-Mail (0,12 %) erzeugte. Fast man aber nach dem Printversand nochmals per E-Mail nach, steigt die Responserate deutlich. Multichannel-Kampagnen sind also besonders wirkungsvoll.„Denken Sie an fühlbare Drucke“Peter Keller von der 3A Composites GmbH sprach über die Möglichkeiten von direktem Digitaldruck auf Plattenmaterialien. Dabei hatte er für die Gäste drei Tipps auf Lager: Erstens sollte das Substrat weise gewählt werden, z.B. Alu-Verbund für kleine Schriften, PVC-Hartschaum für helle Hintergründe und PS-Coex-Platte für reflexfreie Drucke. Zweitens sollen für die Zusammenarbeit eher Spezialisten als Generalisten gewählt werden, und drittens sollen die verschiedenen Drucktechnologien ausgenutzt werden. „Denken Sie an fühlbare Drucke oder an Drucke auf nicht normalen Oberflächen“, so sein Aufruf an die Zuhörer. Als Beispiel nannste er einen Metro-Streckenplan, der auch für sehbehinderte Passagiere lesbar (fühlbar mit den Fingern) ist.Vorwärtsstrategie statt SparkursDieter Weber, Business Manager Solutions bei Xerox, referierte über verschiedene Marketing-Aspekte. Auch „Didi Digital“ genannt, erkannte er früh die Chancen, welche der Digitaldruck bietet. Wenn der Wettbewerb härter werde, sei es nicht immer nur angebracht, die Kosten zu senken, sondern man könne auch eine Vorwärtsstrategie einschlagen, neue Geschäftsfelder entwickeln und Dienstleistungen ausbauen. „Dazu braucht es Änderungsbereitschaft, Kreativität, Mut und Pioniergeist“, so Weber. Marketing sei relevant fürs Publishing, weil die meisten Drucksachen der Werbung, dem Verkauf oder der Dienstleitung dienen. „Um ein Kunde in der heutigen Reizüberflutung zu erreichen, braucht es die richtige Nachricht zur richtigen Zeit über den richtigen Kanal.“ Der Dialog stehe heute im Zentrum durch persönliche, originelle und emotionale Kundenkampagnen. Im AIDA-Modell (Attantion, Interest, Desire, Action) stehe das I neu nicht mehr für nur für Interesse, sondern auch für Interaktion und das D für Dialog statt Desire.Unterbewusstsein hat grossen EinflussFür beste Unterhaltung sorgte der Mentalist & Gedankenleser Frederico Soldati, der mit seinen Vorführungen für Verblüffung der rund 200 Anwsenden sorgte. Schliesslich sprach Marcus Auth, Leiter Training & Conferences des Siegfried Vögele Instituts, über die Bedeutung von Emotionen für die Wahrnehmung und Wirkung im Kundendialog. Er zeigte dabei unter anderem folgendes Beispiel auf: Zwei Gruppen wurden gebeten, einen Text vorzulesen. Bei der einen Gruppe wurden im Text Wörter wie „Gehstock“ oder „Altersheim“ eingebaut. Das Ergebnis: Nach dem Vorlesen bewegten sich die Personen in dieser Gruppe deutlich langsamer an ihren Sitzplatz zurück. Das Unterbewusstsein spielt also eine grosse Rolle, wie wir Sachen wahrnehmen. swDie Bilder zum Event

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