Zu guter Letzt: Zwei unkonventionelle Investoren für die New York Times

Es gibt neue Hoffnung für die New York Times. Nachdem Washington den Rettungsplan für US-Zeitungen abgelehnt hat, buhlen nun ein mexikanischer Mobiltelefonmilliardär und ein Musikproduzent um die prestigeträchtige Zeitung.

Nachdem Washington den Rettungsplan für US-Zeitungen abgelehnt hat, gibt es neue Hoffnung für die New York Times (NYT). Ein mexikanischer Mobiltelefonmilliardär und ein Musikproduzent buhlen um die prestigeträchtige Zeitung. Der 35 Milliarden Dollar schwere Carlos Slim Helú, dessen Konzerne in Lateinamerika Eisenbahnen, Kliniken und Klärwerke bauen, hat bereits 375 Millionen Dollar in das Blatt investiert. Der schwule David Geffen, der ein geschätztes Vermögen von rund sieben Milliarden Dollar hält, verhandelt über den Kauf eines 20-Prozent-Anteils an der NYT-Company.
Was aber bringt diese zwei schillernden Figuren dazu, in eine Qualitätszeitung zu investieren? Bei Helú weiss das niemand so genau. Angeblich hat er einen Riesenrespekt vor der Zeitung, seit er 1964 einen Sommer in New York verbrachte, wie die NZZ am Sonntag schreibt. Zudem scheint er der Meinung, dass nur die Times und das Wall Street Journal die Pressekrise überstehen werden. Greffen hingegen sucht vermutlich aus Langeweile nach einer neuen Aufgabe. Mit der Times kam er erstmals in Kontakt, als er einer Kolumnistin auf einer Hollywoodparty erzählte, die Clintons seien «Gewohnheitslügner», er unterstütze Barack Obama, was später natürlich im Blatt zu lesen war. Greffen hat jedoch konkrete Vorstellungen, was er mit der Publikation anfangen will. Er möchte die Zeitung in eine gemeinnützige Stiftung verwandeln und als Institution bewahren, die der Politik und der Wirtschaft auf die Finger schaut. Bei diesen Investoren wünschen wir der New York Times natürlich nur das Beste.

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