Zu guter Letzt: Washingtoner Post sagt den Liberalen ade
Die Zeiten der Washingtoner Post als linksliberales Blatt sind vorbei. Die US-amerikanische Zeitung hat ins konservative Lager gewechselt.
Die Zeiten der Washingtoner Post als linksliberales Blatt sind vorbei. Machte die Zeitung beim Watergate-Skandal dem republikanischen Präsidenten den politischen Garaus, kämpfen die Zeitungsmacher nun fürs andere Lager. Nachdrücklich unterstützte die Washington Post George W. Bush – unter anderem mit neokonservativen Kolumnen – in seinem Kampf gegen den Terrorismus. Nun wird über Obamas Zurückhaltung in Sachen Iran gezetert. Ein weiteres Indiz für den Rechtsrutsch kam neulich hinzu, als der linke Blogger Dan Froomkin gefeuert wurde. Dieser hatte bereits während den Bush-Jahren kein Blatt vor den Mund genommen und 2007 Kolumnen auf der Post-Website verfasst hat. Die Liberalen dürften sich nun endgültig von ihrem ehemaligen Schmuckstück verabschiedet haben. Dafür verfügen die konservativen Kreise – nebst dem TV-Sender Fox und dem Wirtschaftskanal CNBC – neuerdings über eine Washingtoner Qualitätszeitung.
