Dopingsünder unter sich

Was macht eigentlich Doping-Legende Ben Johnson? Beste Werbung für eine App, die dem Nutzer einen fast schon unfairen Vorteil verschaffen soll.

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Wenn es darum geht, sich einen unfairen Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen, ist Ben Johnson ein wahrer Experte. Und ein perfektes Testimonial für eine Wett-App, die durch enorme Leistungssteigerung allen überlegen sein will. Der muskelbepackte, jamaikanisch-kanadische Doppelbürger sorgte 1988 bei den olympischen Spielen in Seoul für einen der grössten Skandale der Sportgeschichte. Er lief mit grossem Vorsprung auf seinen Widersacher Carl Lewis Weltrekord über 100 Meter. Zwei Tage später wurde er des Dopings überführt – durch eine Methode, die erst kurz vor Beginn der Spiele entwickelt wurde.

Auch wenn gewisse Punkte nie abschliessend geklärt wurden – Johnson gab beispielsweise zu, gedopt zu haben, stritt aber stets ab, jemals das ihm nachgewiesene Mittel Stanozolol verwendet zu haben – scheint knapp 30 Jahre später die Zeit reif zu sein, über die Geschichte zu lachen. Für die neue Android-App des australischen Sportwetten-Anbieters Sportsbet tritt er zusammen mit einem dezent an Doping-Kollege Lance Armstrong erinnernden Radfahrer, einem russichen Gewichtsheber namens Cheatalotakov und einer chinesischen Schwimmerin mit beachtlichem Körperbau in einer höchst amüsanten Kampagne auf. (hae)

https://www.youtube.com/watch?v=QwD22vX9KSY

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