Zu guter Letzt: Washington Post nimmt es mit der Unabhängigkeit nicht so genau

Ausgerechnet die Washington Post macht mit einem unsauberen Nebengeschäft Schlagzeilen. Gewiefte Marketingleute des Verlags sind auf die Idee gekommen, für 25‘000 Dollar ein Schwätzchen mit Redaktoren und Politikern anzubieten.

Ausgerechnet die Washington Post – die Zeitung, die dank der Watergate-Enthüllung für viele Medienschaffende zum Symbol für unabhängigen unerschrockenen Journalismus wurde – macht mit einem unsauberen Nebengeschäft Schlagzeilen. Findige Marketingleute des Verlags wollten eine neue Geldquelle erschliessen, um die finanzielle Situation des Konzerns zu verbessern. Zum Verkauf angeboten wurde ein exklusives Schwätzchen mit Redaktoren und hochkarätigen Politikern im Hause der Verlegerin Katharine Weymouth. Und das alles für läppische 25‘000 Dollar. Nun wird aber nichts aus der Party, die am 21. Juli steigen sollte. Die Politik-Website Politico.com hat den Skandal aufgedeckt und ausgeschlachtet.
Mit mehr Humor nimmt es die Süddeutsche Zeitung. Sie sieht den Fall als eine Bestätigung für die Redaktion der Washington Post. Es sei ein Lob, dass jemand überhaupt so viel Geld bezahle, um mit Medienvertretern einen Abend zu verbringen.

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