Zu guter Letzt: Chamäleon auf vier Rädern

Das Fahrzeug Blackbird kann nachträglich die Gestalt jedes Autos annehmen. Entwickelt wurde er für die Werbe- und Filmindustrie.

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Die Anwesenheit echter Autos ist neu nicht mehr notwendig, um von ihnen fotorealistische Filmaufnahmen zu machen. Die Firma JemFX hat zwei Jahre lang entwickelt, bis der Blackbird einsatzbereit war. Zur Belohnung gab's in Cannes Innovation-Gold – und viel Aufmerksamkeit der ganzen Werbeindustrie. Denn der schwarze Wunderwagen ersetzt beim Filmdreh jedes Auto. Nachträglich wird die Karosserie eines x-bliebigen Fahrzeugs ins Bild gerechnet. Radstand und Felgen können dem «Zielauto» bereits beim Dreh angepasst werden.

Der Mill Blackbird macht es so zum Beispiel möglich, einen Werbespot für ein Auto zu drehen, das noch nicht existiert. Oder ein Werbespot kann «upgedatet» werden, wenn sich das gezeigte Auto verändert oder eine Sonderoption dargestellt werden soll. Verschiedene Versionen eines Filmes für verschiedene Länder? Kein Problem. In Filmen können Autos gezeigt werden, die zu teuer oder zu selten sind, um sie real einzusetzen. Im Gegensatz zur reinen Computer-Animation ist das Bild mit dem Blackbird fixfertig vorbereitet: Die Schatten am Boden und sämtliche Spuren, die ein Auto hinterlässt, stimmen bereits und müssen nicht nachträglich aufwendig ins Bild gerechnet werden. 360-Grad-Kameras nehmen die Umgebung auf, erstellen daraus eine virtuelle Version und passen die einzufügenden Karosserie an alle Umwelteinflüsse an. (hae) 

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