Animierte Vielfalt in Baden
Vom 6. bis 11. September findet das Fantoche statt. Am Festival für Animationsfilm werden die besten Filme von 1400 eingereichten Produktionen aus fast 80 Ländern gezeigt und ein interessantes Rahmenprogramm geboten. Vom Fachpublikum bis zur Familie, jeder kommt am Fantoche auf seine Kosten.

Die Festivalausgabe 2016 steht für die Organisatoren im Zeichen des Ausbaus: Mehr Kategorien, mehr Preise und neu findet die Französische Sprache Einzug ins Programmheft und Festivalkatalog.
Gezeigt wird erstmals ein «Hors-Concours»-Programm: Hervorragende Kurzfilme aus den Wettbewerbseinreichungen, die bei der Selektion durch technische oder narrative Besonderheiten aufgefallen sind und die dem Publikum durch diese Kategorie zugänglich gemacht werden sollen. Im Schweizer Wettbewerb werden dieses Jahr neue Preise vergeben. Zum Beispiel wird eine Jugendjury besetzt mit Jugendlichen aus allen drei Sprachregionen, aus den Filmen im Nationalen Wettbewerb den «Swiss Youth Award» küren.

Im Fokus-Programm Humanité Animée werden Filme gezeigt, die alle Bereiche des Menschseins abbilden: Sorgen und Ängste, Wachstum und Freuden, Beziehungen und Abgründe, Leistungen und Verfehlungen. Humanité Animée präsentiert, in fünf Kurzfilmprogrammen, zwei Langfilmen und einer begleitenden Ausstellung, Perspektiven von Animationsfilmern auf das 21. Jahrhundert. Natürlich spielen bewährten Programmteile wie der internationale Wettbewerb und der Kinderfilm Wettbewerb weiter eine tragende Rolle am Festival.
Für das Fachpublikum interessant dürfte der Industry Day sein. Letztes Jahr versuchsweise als Industry Talk durchgeführt, war er so erfolgreich, dass nun ein Ganztagesprogramm gestaltet wurde. Damit schafft das Festival, der immer wichtiger werdenden kommerziellen Seite des Animationsfilms Raum und fördert die Begegnung von künstlerischer und unternehmerischer Kreativität.
Simon Otto, Head of Character Animation bei DreamWorks, wird ebenso über seine Arbeit berichten wie Moritz Zumbühl, CEO der Blindflug Studios. Dazu kommen Vertreter namhafter Brands wie Swisscom, Freitag oder Stories an den Industry Day.
Auch jenseits des Industy Days finden sich am Festival zahlreiche Stars und Fachleute der Branche. Jurymitglieder wie Georges Schwizgebel, letztjähriger Preisträger und verantwortlich für den Festival-Trailer 2016, Filmemacher Konstantin Bronzit aus Russland oder Regisseurin Jeanette Bonds aus den USA werden anwesend sein. Und Donald Duck. Naja besser gesagt: Peter Krause, die Deutsche Synchronstimme der Kult-Ente.
Neu kann auf der Fantoche-Website und in der Festival-App mit der Kategorie «Künstler/in anwesend» nach den Programmen gesucht werden, bei denen Künstler vor Ort sind. Apropos App: Die Fantoche-App ist für iPhone, iPad und Android gratis erhältlich. Mit der letztes Jahr eingeführten Augmented Reality-Funktion Magic-Eye kann das Publikum in Kombination mit dem Programmheft neu neben Langfilmtrailern auch kurze Teaser-Filme mit Zusammenschnitten der Wettbewerbsfilme anschauen. Überdies findet man in der App das komplette Programm und alle wichtigen Informationen.
Keine Zeit ans Fantoche zu gehen? Drei Wochen nach dem Festival gehen «Best of Fantoche on Tour 2016» und «Best Kids 2016» mit den Höhepunkten des Festivals auf eine Tournee durch verschiedene Städte der Schweiz. (nod)
